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BP-Inside:
Doping
von Thorsten Fritsche
Vor
dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zum Thema Doping, die einmal
mehr durch den Radsport ausgelöst wurde, sich aber auch auf andere
Sportarten, wie u. a. das Boxen ausgeweitet hat, hat der Bund Deutscher
Berufsboxer durch seinen Präsidenten Dr. Bodo Eckmann am
Montag folgende Pressemeldung herausgegeben:
"Der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) e. V. schreibt seit 1980
regelmäßige Dopingkontrollen bei Wettkämpfen vor. Diese
Kontrollen werden von der Fa. PWC im Auftrag des BDB durchgeführt
und die Proben anschließend an das Labor des Instituts für
Biochemie in Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Wilhelm
Schänzer zur entsprechenden Analyse gesandt. Die Kosten
trägt entweder der Veranstalter eines Kampfabends oder, unter bestimmten
Bedingungen, der BDB.
Seit längerer Zeit wird von Verantwortlichen die Notwendigkeit von
Kontrollen außerhalb des Wettkampfs diskutiert. Vor dem Hintergrund
der aktuellen Ereignisse hat der Vorstand des BDB entschieden, ein den
besonderen Trainings- und Wettkampfbedingungen des Berufsboxens gerecht
werdendes System von zusätzlichen Trainingskontrollen einzuführen."
Die Einführung eines solchen Kontrollsystems kann nur begrüßt
werden, um das Boxen nicht nur frei von Doping zu halten, sondern dem
an sich schon umstrittenen Sport keinen weiteren Imageschaden zuzufügen.
Angesichts der aktuellen Ereignisse dürfte solch ein System definitiv
notwendig sein, will man die Präsenz, zumindest im öffentlich-rechtlichen
deutschen Fernsehen, längerfristig gewährleisten. Darüber
hinaus wäre es wünschenswert, wenn sich die anderen deutschen
Boxverbände GBA und GBO, sowie der FVA sich diesem System anschließen
würden.
Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich der BDB bisher
nicht gerade als Vorreiter in Sachen Dopingbekämpfung hervorgetan
hat. So beklagte die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) neulich, dass
mehr als sechs positive Fälle nach Wettkampfkontrollen im Boxen auch
auf Nachfrage nicht ausreichend berichtet worden wären, fünfmal
seien nicht einmal die Namen genannt worden. Seit 2006 gab es acht positive
Tests beim BDB, davon handelt es sich in fünf Fällen jedoch
um ausländische Gastboxer, die nicht unter die Zuständigkeit
des Bundes Deutscher Berufsboxer fallen.
Dienstag,
24. Juli 2007
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