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Einen
erfolgreichen Einstand als Profiboxerin feierte Superleichtgewichtlerin
Ramona
Kühne (Foto
oben). Die 26-Jährige setzte sich in ihrem Wohnort Großziethen
(in der Nähe Berlins) vor 300 Zuschauern gegen die lettische Kontrahentin
Natalija
Dolgova mit einem klaren Punktsieg durch. Insgesamt standen
vier Kampfpaarungen bei der Boxgala am Freitagabend auf dem Programm.
1. Kampf: Gino
Sigmund vs. Yevgeny
Stambursky, Halbschwergewicht, angesetzt auf vier Runden
Der Berliner Gino
Sigmund schien im Ringgefecht gegen Yevgeny
Stambursky von Beginn an für klare Verhältnisse
sorgen zu wollen. Mit linken Haken auf den Körper und der rechten
Schlaghand verbuchte der 29-Jährige klare Treffer. Doch auch der
zunächst sehr passiv agierende Kontrahent hatte seine Momente. Der
24-Jährige hielt in der ersten und zweiten Runde kurzzeitig mit regelrechten
Schlaghageln an den Ringseilen dagegen. Im dritten Durchgang ließ
das Tempo des Aufeinandertreffens ein wenig nach. Der technisch versiertere
Gino Sigmund blieb weiterhin der dominierende Mann im Ring, auch wenn
Stambursky in der Schlussphase noch einmal versuchte, das Blatt zu wenden.
Der gleichzeitig als Ring- und Punktrichter in diesem Kampf agierende
Andreas Schweiger sah den Hauptstädter am Ende leistungsgerecht mit
39:37 vorne.
2. Kampf: Rene
Hübner vs. Andreas
Günther, Cruisergewicht, angesetzt auf vier Runden
Spannend verlief die Kampfpaarung zwischen dem in Eisenhüttenstadt
geborenen Rene
Hübner und seinem Kontrahenten Andreas
Günther. Der von Uwe Schuster gecoachte
Athlet aus Halle übernahm in der Anfangsphase die Initiative und
versuchte, mit linken und rechten Haken zum Kopf und auf den Körper
Vorteile zu erboxen. Dabei drängte der 24-Jährige seinen Gegner
an die Ringseile zurück. Genau diese Situation nutzte Hübner
zum Gegenangriff. Mit schnellen Händen befreite er sich aus der Bedrängnis
und setzte seinem Widersacher zu. Doch auch ab der zweiten Runde wirkte
Günther in der Vorwärtsbewegung effektiver und kam zu Treffern.
Zwar hielt Hübner immer wieder mit explosiven, harten Händen
dagegen, doch die Aktionen des in Berlin lebenden Cruisergewichtlers gingen,
bis auf den Schlussdurchgang, zu häufig auf die Deckung des Gegners.
Punkt- und Ringrichter Frank Michael Maaß bewertete
die Schlaghärte scheinbar höher als die Genauigkeit der Aktionen
und sah somit Rene Hübner am Ende äußerst schmeichelhaft
mit 39:37 vorne.
3. Kampf: Ante
Babic vs. Leo
Sanchez, Schwergewicht, angesetzt auf vier Runden
Ein wenig an einen Kampf des 2,13 Meter großen Nikolay
Valuev (BP-Nr. 7) gegen einen seiner Kontrahenten
fühlte man sich in der dritten Kampfpaarung in der Mehrzweckhalle
Großziethen erinnert. Die deutlichen Größenvorteile für
den Kroaten Ante
Babic im Duell mit Leo
Sanchez waren nicht übersehbar. Doch der in Kuba geborene
Schwergewichtler hielt im Aufeinandertreffen zweier Profidebütanten
von Beginn an mit seinen linken Schwingern gut mit. Zwar attackierte der
physisch überlegene Babic seinen Gegner auch in der zweiten Runde
von der Ringmitte aus, doch der 39-jährige Sanchez überraschte
ihn mit einem rechten Haken ans Kinn, so dass der Kroate in die Seile
zurückfiel und zu Boden sackte. Der an Reichweite deutlich unterlegene
Sportler setzte sofort nach und versuchte, den Fight mit seinen linken
Schwingern sogar vorzeitig für sich zu entscheiden. Dies gelang dem
in Magdeburg lebenden Rechtsausleger zwar nicht, am Ende lag er aber verdient
in der Wertung von Ring- und Punktrichter Frank Michael Maaß mit
39:37 vorne.
4. Kampf: Ramona
Kühne vs. Natalija
Dolgova, Superleichtgewicht, angesetzt auf vier Runden
Bereits
vor dem Einmarsch beider Athletinnen waren die Sympathien des Publikums
klar verteilt. Nicht so deutlich gestaltete sich zunächst das Geschehen
im Ring. Ramona
Kühne versuchte, den Kampf mit der linken Führhand
agierend in den Griff zu bekommen. Doch Natalija
Dolgova hielt in der ersten Runde gut dagegen. Im zweiten
Durchgang brachte die Lettin einen gefährlichen rechten Aufwärtshaken
ins Ziel. Danach war es jedoch die Lokalmatadorin, die von der Ringmitte
aus Druck erzeugte und mehrfach die rechte Gerade am Kopf der Gegnerin
platzierte. Auch in der dritten Runde des abwechslungsreichen Ringgefechtes
wirkte die Athletin aus Großziethen variabler und drängte ihre
Konkurrentin mehrmals an die Ringseile zurück. Im Schlussdurchgang
hatte die 26-Jährige zudem die besseren Kraftreserven und brachte
Natalija Dolgova erneut in starke Bedrängnis. Ring- und Punktrichter
Andreas Schweiger wertete am Ende deutlich mit 40:36 für die Profidebütantin
aus Deutschland.
Freitag,
28. April 2006
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