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Arthur Abraham
vs.
Sebastien Demers
- Der Bericht
von Frank Bleydorn

Arthur
Abraham (Foto oben) hat seinen IBF-Titel im Mittelgewicht
in der Nacht von Samstag auf Sonntag verteidigt. Im ersten Kampf nach
der "Blutschlacht von Wetzlar" gegen Edison
Miranda hatte er beim TKO-Sieg in der dritten Runde gegen
den Kanadier Sebastien
Demers (auf Foto oben rechts) verhältnismäßig
wenig Mühe. Im Cruisergewicht löste Marco
Huck in der JAKO-Arena in Bamberg das Ticket für einen
Kampf um die IBF-Weltmeisterschaft. Der 22-Jährige besiegte den Russen
Vadim
Tokarev nach Punkten.
1. Kampf: Jevgenijs
Stamburskis vs. Lukasz
Janik, Cruisergewicht, angesetzt auf vier Runden
Lukasz
Janik verbuchte am Samstag seinen vierten Sieg im vierten
Profikampf. Der Pole setzte seinen Kontrahenten von Beginn an unter Druck.
Jevgenijs
Stamburskis kassierte bereits in der Anfangsphase harte Treffer
mit der Rechten. Auch im zweiten Durchgang blieb Janik der dominierende
Mann im Ring. Sein Gegner aus Lettland versuchte mehrfach, sich durch
Klammern und Halten über die Zeit zu retten. Auch in Durchgang drei
brachte der 21-jährige Cruisergewichtler aus Polen harte Hände
ins Ziel. Zur vierten Runde kam Stamburskis dann nicht mehr aus seiner
Ringecke und signalisierte aufgrund einer Ellenbogenverletzung die Aufgabe.
Offizielles Urteil: Sieger Lukasz Janik durch TKO in der vierten Runde
2. Kampf: Mustapha
Stini vs. Karo
Murat, Supermittelgewicht, angesetzt auf sechs Runden
Von der ersten Sekunde an dominierte Supermittelgewichtler Karo
Murat das Aufeinandertreffen gegen den Belgier Mustapha
Stini . Mit linken und rechten Seit- und Aufwärtshaken
übte der Schützling von Trainer Ulli Wegner
starken Druck aus. Sein 32-jähriger Kontrahent wirkte bereits im
ersten Durchgang angeschlagen. Nachdem der 23-jährige Murat auch
zu Beginn der zweiten Runde harte Hände ins Ziel gebracht hatte,
signalisierte der inzwischen schwer gezeichnete Stini nach 24 Sekunden
die Aufgabe. Damit war der zehnte Sieg im zehnten Profikampf für
Karo Murat unter Dach und Fach.
Offizielles Urteil: Sieger Karo Murat durch TKO in der zweiten Runde
3. Kampf: Lukasz
Rusiewicz vs. Alexander
Frenkel, Cruisergewicht, angesetzt auf sechs Runden
Sehr interessant verlief der Fight zwischen Alexander
Frenkel und Lukasz
Rusiewicz. Im ersten Durchgang war es vor allem Frenkel,
der mit seiner Führhand und harten rechten Händen punktete.
Doch auch sein 25-jähriger Kontrahent lauerte auf Deckungslücken
und hielt mit harten rechten Händen dagegen. Ab der zweiten Runde
verlief das Ringgefecht ausgeglichener. In Durchgang vier kam Frenkel
mit einem rechten Aufwärtshaken zum Kinn des Gegners durch, so dass
dieser Mühe hatte, sich in die Rundenpause zu retten. In der Folge
erkämpfte sich Frenkel erneut Vorteile. Im Schlussdurchgang hielt
sein polnischer Kontrahent noch einmal vehement dagegen. Am Ende lag der
22-jährige Frenkel mit 60:56, 60:55 und 59:55 nach Punkten vorne.
Das Urteil der Punktrichter war jedoch deutlicher als es der Kampfverlauf
aussagte.
Offizielles Urteil: Sieger Alexander Frenkel einstimmig nach Punkten
4. Kampf: Hicham
Nafil vs. Dominik
Britsch, Superweltergewicht, angesetzt auf sechs Runden
Gegen den zuvor in fünf Profikämpfen ungeschlagenen Hicham
Nafi erkämpfte sich der 19-jährige Dominik
Britsch in den ersten Runden die besseren Aktionen. Mehrfach
konterte er seinen aggressiv agierenden Gegner geschickt aus. Im fünften
Durchgang führte ein unabsichtlicher Kopfstoß vom Marokkaner
zu einem schweren Cut am rechten Auge von Britsch. Dieser brachte den
Neckarsulmer deutlich aus dem Konzept. Der 34-jährige Nafil legte
somit in der Schlussphase noch einmal deutlich zu. Den einstimmigen Punktsieg
(59:57, 59:56 und 58:56) von Dominik Britsch konnte er jedoch nicht mehr
verhindern.
Offizielles Urteil: Sieger Dominik Britsch einstimmig nach Punkten
5. Kampf: Olga
Bojare vs. Cecilia
Braekhus, Jr. Weltergewicht, angesetzt auf vier Runden
Einen klaren Punktsieg erkämpfte in Bamberg die norwegische Boxerin
Cecilia
Braekhus. Gegen ihre lettische Konkurrentin Olga
Bojare (23) wirkte sie fast jederzeit deutlich überlegen.
So sicherte sich Braekhus mit klaren Treffern jede Runde. Das sahen auch
die Wertungsrichter so und punkteten nach vier Durchgängen einstimmig
für die von Helge Waeroey trainierte Norwegerin.
Offizielles Urteil: Siegerin Cecilia Braekhus einstimmig nach Punkten
6. Kampf: Vadim
Tokarev vs. Marco
Huck, IBF-Eliminator im Cruisergewicht, angesetzt auf zwölf Runden
Marco
Huck (auf Foto links) hat sich gegen Vadim
Tokarev (auf Foto rechts) das Pflichtherausforderungsrecht
von IBF-Weltmeister Steve
Cunningham gesichert. Von der ersten Sekunde an setzte der
Schützling von Trainer Ulli Wegner auf seine Führhand. Gegen
den immer wieder nach vorne drängenden Kontrahenten sorgte er schon
in der ersten Runde mit seiner Rechten zum Kopf und auf den Körper
für Gefahr. Tokarev kam ab dem vierten Durchgang besser in Tritt.
Meistens waren es Aktionen zum Körper, mit denen der 35-Jährige
punktete. Zudem nagelte der Russe seinen Gegner mehrfach an den Seilen
fest, um ihn mit linken und rechten Händen zu attackieren. Die gefährlichsten
Aktionen verbuchte er dabei mit seiner harten Schlaghand für sich.
Ab der sechsten Runde wurden die Vorteile Hucks deutlicher. Immer wieder
geriet Tokarev bei den schnellen Hakenserien des 22-Jährigen unter
Druck. In der neunten Runde kassierte Huck jedoch eine Verwarnung durch
Ringrichter Robert Byrd, weil er seinen Gegner mit dem Ellenbogen am Kopf
tuschiert hatte. Trotzdem blieb er überlegen. In der letzten Runde
kassierte Tokarev noch einmal härteste Treffer mit der Rechten. Huck,
der sich bereits im fünften Durchgang einen Bruch in der rechten
Mittelhand zugezogen hatte, lag am Ende mit 117:110, 117:110 und 114:114
auf den Punktzetteln der Wertungsrichter vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Marco Huck nach Punkten
7. Kampf: Frederic
Gosset vs. Frank
Shabani, Superleichtgwicht, angesetzt auf sechs Runden
Der Berliner Frank
Shabani kam gegen Frederic
Gosset zu einem klaren Punktsieg. Von der ersten Sekunde
an dominierte er den Fight mit schnellen Händen. Immer wieder sorgten
seine Aktionen zum Kopf des 30-jährigen Franzosen für Gefahr.
Trotz zahlreicher Treffer gelang dem Superleichtgewichtler aus Berlin
kein vorzeitiger Erfolg. Dies war vor allem den Nehmerqualitäten
und der Routine des Gegners zu verdanken, der sich immer wieder in die
jeweiligen Rundenpausen und schließlich über die Zeit rettete.
Am klaren Sieg änderte das nichts - Shabani lag am Ende deutlich
mit 60:54, 60:54 und 60:54 vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Shabani einstimmig nach Punkten
8. Kampf: Patrice
L'Heureux vs. Alexander
Povetkin, Schwergewicht, angesetzt auf zehn Runden
Wenig
Mühe hatte der russische Schwergewichtler Alexander
Povetkin (auf Foto rechts) mit seinem Kontrahenten
Patrice
L'Heureux. Obwohl der Kanadier mit deutlichen Gewichts- und
Größenvorteilen in den Ring stieg, bestimmte sein Gegner nach
kurzer Zeit mit harten linken und rechten Haken zum Kopf das Geschehen
im Ring. Immerhin hielt der 35-Jährige in der ersten Runde mit einer
Linken zum Körper dagegen. Doch schon kurz danach war es wieder Povetkin,
der seinen Konkurrenten mit einem harten rechten Aufwärtshaken kräftig
durchrüttelte. Im zweiten Durchgang ging der 27-jährige Russe
weiter sehr zielstrebig zu Werke. Mit harten rechten Händen und einer
finalen Linken schickte er seinen Gegner schließlich zu Boden, so
dass Ringrichter Klaus Griesel den Fight nach einer Minute
und zwei Sekunden zu Gunsten des von Valery Belov trainierten Schwergewichtlers
abbrach.
Offizielles Urteil: Sieger Alexander Povetkin durch TKO in der zweiten
Runde
9. Kampf: Sebastien
Demers vs. Arthur
Abraham, IBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht,
angesetzt auf zwölf Runden
Der
IBF-Weltmeister Arthur
Abraham (auf Foto links) meldete sich nach seinem
doppelten Kieferbruch aus dem Kampf gegen Edison
Miranda erfolgreich im Ring zurück. Die Wettkampfpause
seit September letzten Jahres war dem 27-Jährigen gegen den Kanadier
Sebastien
Demers (auf Foto rechts) zunächst noch ein
wenig anzumerken. Der Schützling von Trainer Ulli Wegner brauchte
bis zum Ende des zweiten Durchgangs, bis er zu alter Stärke zurückgefunden
hatte. In der dritten Runde ging dann alles ganz schnell. Mit einer Rechts-links-rechts-Kombination
klingelte der Titelverteidiger seinen gleichaltrigen Herausforderer erstmals
an. Abraham setzte in der Ringecke nach und kam in erster Linie mit seiner
harten Rechten zu Wirkungstreffern. Als sich Demers aus dieser Situation
befreien wollte und nach rechts wegging, erwischte ihn noch einmal eine
Rechte des IBF-Champions an der Schläfe. Der Kanadier fiel daraufhin
in die Seile. Da er auch nach dem Anzählen benommen schien, brach
Ringrichter Ernie Sharif den Kampf nach zwei Minuten
und 57 Sekunden ab. Auf Arthur Abraham wartet jetzt im nächsten Kampf
eine Pflichttitelverteidigung.
Offizielles Urteil: Sieger Arthur Abraham durch TKO in der dritten Runde
Freitag,
01. Juni 2007
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