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Buchvorstellung:
So lange du stehen kannst, wirst du kämpfen



"Es war einmal einer, Der wollte nicht klein beigeben. Es war einmal einer, Der wehrte sich. Er wollte es nicht gemütlich haben, Mit sich nicht und mit den Leuten nicht Und nie dachte er daran, aufzustecken. Morgens tastete er seine Knochen ab, Las die Zeitung und spuckte aus dem Fenster. Für ein paar Runden, dachte er, Bin ich immer noch gut. Und war mit seinen Göttern und sich im reinen. Nothing for tears. Solange du stehen kannst, wirst du kämpfen."

- Herbert Asmodi: Beschreibung eines Kämpfers -


Die Mythen des Boxens und ihre literarische Inszenierung.

Die Geschichte des Boxens lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Ebenso alt ist die Tradition des Faustkampfes als Gegenstand des literarischen Schaffens. Diesen beiden Aspekten, die nicht voneinander zu trennen sind, widmen sich die einleitenden Kapitel des heute vorgestellten Buches.

Dabei liegen die Schwerpunkte auf der griechischen Antike und dem Boxen im England des 18./19. Jh., um dann in die Moderne, die im Zentrum der Untersuchung steht, einzumünden. Einer vertieften Betrachtung werden die zwanziger Jahre unterzogen, die eine bemerkenswerte Dichte an literarischen Texten zum Thema hervorgebracht haben. Gerade diese Epoche stellt das Boxen in den Zusammenhang von Körperkult, Männlichkeit und Existenzkampf, der sich auch in den neunziger Jahren wieder beobachten lässt.

Wie unschwer zu erkennen ist, sprengt das vorliegende Projekt den literaturwissenschaftlichen Rahmen. Es beinhaltet darüber hinaus sporthistorische sowie sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte. Um aufzuzeigen, in wie vielfältiger Weise das Boxen literarisch präsent ist, werden als eine Besonderheit des Textkorpus auch Boxer - Autobiographien (z.B. von Schmeling und Scholz) analysiert.

Den Hauptteil der Arbeit stellt das Kapitel Boxen zwischen Mythos und Realität dar. Hier finden sich die zentralen Fragen sowohl zum Boxen selbst als auch zu seiner literarischen Rezeption wieder: Warum schreiben Schriftsteller über Boxen? Warum versteht sich der Faustkampf als Kunst bzw. Wissenschaft? Wie gestaltet sich der Mythos vom sozialen Aufstieg? Wie hat man die vielzitierte Metapher vom Lebenskampf zu deuten? In welchem Verhältnis steht das Boxen zu so heterogenen Gesichtspunkten wie Humor, Religiosität, Tod oder ethnischen Konflikten?

Abgerundet wird dieser Komplex durch eine Analyse des Boxerfilms und durch eine Betrachtung der Geschlechterrollen im Faustkampf. Hier liegt der Schwerpunkt auf der spezifischen Ausprägung des Männerbildes.

Der Autor: Manfred Luckas, geb. 4.4.1965 in Grevenbroich. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Politischen Wissenschaften in Köln Promotion mit dem Projekt Boxen in der Literatur der Moderne. Seit mehreren Jahren als freier Journalist, Autor und Online-Redakteur tätig, u.a. für WDR, Goethe-Institut und Arcum Medien. Mitarbeiter des Fachmagazins BOXSPORT, zahlreiche Publikationen zum Thema Boxen, darunter v.a. die Anthologie "Ring frei! Ein Lesebuch vom Boxen" (Reclam-Verlag Stuttgart 1997).

Seit Februar 2002 ist die Doktorarbeit mit dem Thema "So lange du stehen kannst, wirst du kämpfen - Die Mythen des Boxens und ihre literarische Inszenierung" im Berliner Verlag dissertation.de veröffentlicht. Die Arbeit ist unter dieser Adresse auch online erhältlich. Über den Klick auf das Titelbild kann das Buch direkt bei www.dissertation.de bestellt werden.

"So lange du stehen kannst, wirst du kämpfen."
Die Mythen des Boxens und ihre literarische Inszenierung


von
Dr. Manfred Luckas

Preis: EUR 53,00

396 Seiten - dissertation.de - Verlag im Internet GmbH
Erscheinungsdatum: Februar 2002
ISBN: 3-89825-354-6

 

 
     

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