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Boxingpress-"Fancorner":
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Schwergewicht
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Name
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Champion:
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Lennox
Lewis
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1.
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Wladimir
Klitschko
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2.
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Mike
Tyson
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3.
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...
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4.
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Somit stellt also UBP dreimal den zweitbesten Boxer der jeweiligen Gewichtsklasse. Dies ist immer noch hervorragend, daraus jedoch so etwas wie eine Art "Vorherrschaft" abzuleiten wäre einem Mann wie Rudi Assauer sicher nicht eingefallen. Andere waren da nicht so zimperlich. Universum-Geschäftsführer Peter Hanraths sieht in den Einschätzungen der Zeitung den Lohn für die harte Arbeit und möchte die Position weiter ausbauen. Auf der Internetseite von UBP ist die Meldung mittlerweile verschwunden. Man habe damit nichts zu tun, es sei eine dpa-Meldung gewesen. Aber widersprechen wollte man natürlich auch nicht. Ein wenig Bauchpinselei tut doch gut, oder?
Somit ist also die Legende des "besten Boxstalls der Welt" geboren und wird, da darf man sich sicher sein, immer wieder mal in den Boulevardzeitungen dieses Landes Verwendung finden, Beispiele gibt es leider genug. So wurde im Vorfeld des Kampfes zwischen Dariusz Michalczewski und Richard Hall über Monate hinweg die falsche Meldung verbreitet, Hall bringe "als beste Empfehlung für den WM-Kampf eine unglückliche Niederlage gegen Roy Jones mit, gegen den er nur aufgrund einer Verletzung in der elften Runde aus dem Kampf genommen wurde". Tatsächlich wurde Hall allerdings wegen krasser Unterlegenheit vom Ringrichter aus dem Kampf genommen. Ursprung dieser Fehlinformation war eine inhaltlich falsche Pressemitteilung aus dem Hause Universum, die zwar später korrigiert wurde - wovon natürlich kein Journalist mehr Notiz nahm. So weit, so peinlich.
Aber wie kann so etwas überhaupt passieren? Ganz einfach, weil in Deutschland kaum jemand Ahnung vom Boxen hat. Während Herr Assauer für die oben beschriebene Aktion öffentlich gesteinigt worden wäre, bleibt die Presse hier stumm. Auch sonst werden Pressemitteilungen von denen für das Boxressort zuständigen Journalisten einfach übernommen und ohne Überprüfung des Wahrheitsgehalts an die Leser weitergegeben. Und dies wird natürlich ausgenutzt. Da werden Clubboxer zu Herausforderern von "Weltklasse-Format", ungeprüfte Talente zu zukünftigen Superstars und durchschnittliche Boxer zu Hoffnungsträgern oder "erfahrenen Boxern, die mit x,y,z über die Runden gegangen sind".
Und wenn das alles nicht reicht, wird die Wahrheit etwas, naja, nennen wir es "verbogen". Von den angeblichen Steuerschulden eines Juan Carlos Gomez, aufgrund derer der Kubaner im vergangenen Jahr aus dem Hamburger Boxstall geflüchtet war, spricht seit seiner Rückkehr kein Mensch mehr. Einige Tage nach der Flucht von Gomez war es noch die einzig wahre Begründung für sein Motiv. Die deutsche Presse druckte es bereitwillig. Ob nun Richard Hall gegen Roy Jones verletzt war oder nicht, woher soll das schon ein einfacher Sport-Journalist wissen? Und wenn es da steht, wird es wohl stimmen. Es stimmte nicht.
Es gibt in den letzten Jahren massenhaft weitere Beispiele für das im wahrsten Sinne des Wortes "reibungslose Zusammenspiel" zwischen den deutschen Presse-Agenturen, den Journalisten mit Bezug zum Boxen und den von Universum lancierten Mitteilungen. Wozu sollte man die gegebenen Informationen auch hinterfragen? Die schönen VIP-Karten liegen schon für die nächste Veranstaltung bereit, es wäre doch zu schade drum. Und außerdem, wer will denn die Wahrheit lesen?
Universum-Chef Klaus-Peter Kohl hat einmal in einem Interview gesagt, dass Druckausüben über die Presse ein legitimes und notwendiges Mittel zu Realisierung der "Big Fights" sei. Dies mag ja stimmen, aber warum muss so ganz nebenbei auch noch der normale Zuschauer und Zeitungsleser immer wieder "verkohlt" werden? Oder hat man einfach Angst, dass der informierte Zuschauer auch berechtigte Kritik üben wird?
Mit der bisherigen Informationspolitik wird es UBP nie zum Champion der Boxpromoter schaffen. Und zum "Meister der Herzen" schon gleich gar nicht.
Die
im "Boxingpress-Fancorner" geäußerten Meinungen geben
nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
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