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Die Boxingpress-Glosse:
"Gewohnheiten"
von Klaus Leifeld

(26. Mai, 2001)

Nun ja wir haben uns ja daran gewöhnt, oder?

An Funktionäre, die fragwürdigen, vergleichenden Einschätzungen von Boxern, deren Leistungsfähigkeit und "Wertigkeit" mittels Listen. Neu ist das nicht - aber aufregend, immer!

Während das zahlende Fußvolk, von den Machern im Geschäft auch gerne Fans genannt, die periodische Veröffentlichung der "Rankings" diskutiert und der ein oder andere betroffene Boxer wirkungslos "aufschreit", stecken hinter diesen Listen eiskaltes, geschäftliches Kalkül.

Boxen ist und bleibt in erster Linie ein Geschäft - das Geld zählt und somit werden diese Listen zum beliebten Gegenstand von Manipulationen seitens der Weltverbände, die damit und mit anfallenden Gebühren ihre Kassen füllen. Für die Promoter bedeuten solche Listen ebenfalls finanzielle Glückseligkeit subventioniert von den Fernsehanstalten.

Diese Glücksgefühl teilen die "Macher" gerne wiederum mit den Verbänden. Ein reges hin und her an gesellschaftlichen Ovationen - Händeschütteln, Einladungen, Hotel- und Flugreservierungen gepaart mit großen Summen auf internationalen Scheckvordrucken. Beglichen wird die Rechnung vom zahlenden Fan via pay-per-view, Abo-Sender oder direkt vor Ort - an der Kasse des "Events".

Während sich der brav zahlende Fan nun in guter und bekannter Gesellschaft wähnt entgeht ihm leider, daß die Showgrößen auf den guten Plätzen - dort wo der Schweiß auf die Perlenkette tropft - nur mit ihrem telegenen Lächeln zahlen.

 

Die Meinungen von Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 
     

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