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Die Boxingpress-Glosse:
"Premiere World Tours"
von Klaus Leifeld

(21. November, 2001)

Premiere World steigt ins Touristikgeschäft ein!

+++ Der Sender erwägt nach unbestätigten Meldungen einen neuartigen Reisedienst für TV-Promis im Rahmen seiner Boxsportsparte und sieht mittelfristig gute Marktchancen im Luxusreisesegment. Das revolutionäre Konzept sieht eine Vollfinanzierung durch die Abonnenten vor. +++

Die Macher der Boxabteilung von Premiere produzieren nach lauem Start inzwischen wirklich gute Boxübertragungen. Die wechselnde Star-Dekoration ist angeblich gut für das Geschäft und soll helfen den Zapper zur längeren Verweildauer zu animieren. Weder schön noch gut.

Es irrt, wer glaubt, dass Boxsportfans morgens früh um 4 Uhr darauf Wert legen, "Branchenfremde" auf der Mattscheibe zu erblicken. Noch mehr irrt, wer glaubt, den dauerpubertierenden Stefan Raab auf nüchternen Magen präsentieren zu müssen. Das im Tiefbaukomiklevel agierende Sabbelmonster ist eine krasse Fehlbesetzung im Boxsport-TV. Gerne gesehen wird der Lachsack bei der Wettervorhersage - "leichte Niederschläge" - und vor allem wenn er seine Nase krachend auf die Faust des Gegners rammt. Moses P. und Regina H. sei Dank!

Unglaublich ist, dass der sprechende Fleischwolf und mehrfache Einkommensmillionär Raab von Premiere World auch noch eingeladen wurde!

Der Mann – die "Vizeboxweltmeisterin" – gehört zwar optisch in die Kategorie der finanziell Bedürftigen, doch der Schein trügt. Er kann sich nicht nur die gleiche PR-Agentur wie die von ihm so oft geschmähten Protagonisten von Modern Talking leisten. Er scheffelt auch Unsummen mit platten Platten, mit Computerspielen im urdeutschen Fäkalhumorsektor und vielem mehr. Zudem fungiert er als Haupteinnahmequelle der Firma BrainpoolTV und verdient nebenbei an deren Umsatz (lt. Finanzbranchendienst) rund 50 % mit.

Auch der singende Hundezüchter und Konditor Heinz Georg Kramm (alias Heino) hat sich von Premiere zumindest den Limousinenservice (und die netten Karten?) finanzieren lassen und schämt sich nicht daraufhin als Gegenleistung den verschlafenen Boxfan, nicht wie gewohnt mit Gesang aber per Schockbinder zu foltern. Augenschäden inklusive!

Muss das sein?

Mal im Ernst, liebe Kollegen: Meint Ihr nicht auch, dass die ohnehin überflüssige Promi-Deko ihre Business Class-Flugtickets, Luxushotel-Übernachtungen, Limoservice und dergleichen mehr selbst bezahlen sollte?

Zur Sicherheit bewerbe ich mich doch gleich mal vorsichtshalber als preiswerte Alternative für das nächste Boxevent.

Qualifikationen? Diverse!

Außerdem trage ich passendere Krawatten als Heino, sehe besser aus als Stefan Raab und vor allem – ich schlage keine Frauen ins Gesicht.

Einladungen an: Klaus_Leifeld@yahoo.de

 

Die Meinungen von Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

 

 
     

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