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BP-Prognosen:
Markus Beyer
vs.
Danny Green II

Hier
sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für die anstehende
WBC-Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht am Samstag, den 12. März
2005, zwischen Markus
Beyer (BP-Nr. 10) und Danny
Green (BP-Nr. 3):
Thorsten Fritsch: Beyer nach Punkten
Ich denke, dass Beyer dem Australier Green boxerisch mehr als nur gewachsen
ist. Es wird für ihn viel davon abhängen, möglichst früh
in den Kampf zu finden und seinen Plan, wie immer er sein mag, zu etablieren.
Dies dürfte auch sein Nervenkostüm stabilisieren und hat eventuell
sogar ähnlich befreiende Folgen wie gegen Sanavia. Bei einem frühen
Bodenbesuch, wie im ersten Kampf gegen Green, sehe ich jedoch schwarz. Ich
gehe aber davon aus, dass Beyer diesmal besser gewappnet ist und tippe auf
einen knappen Punktsieg für den WBC-Weltmeister. "And still..."
Patrick Haas: Green
nach Punkten
Danny Green hat in seiner Karriere erst einen Kampf über 10 Runden
bestritten. Am Ende musste er trotz klarer Überlegenheit wegen völliger
Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Hier liegt die größte
und vielleicht einzige Chance für Markus Beyer. Wenn er es schafft,
Green zum Körper zu bearbeiten und der Australier in der ersten Kampfeshälfte
überdreht, hat er eine Chance, den Herausforderer in den hinteren Runden
zu stoppen. Ich tippe allerdings auf einen sehr kontrollierten Danny Green,
der sich nach Punkten durchsetzen wird.
Dr. Constantin Hofmann: Green
siegt vorzeitig in den mittleren Runden.
Das erste Aufeinandertreffen der beiden am 16.08.2003 hat Markus Beyer nur
äußerst glücklich durch eine Disqualifikation des Australiers
gewonnen, nachdem er in den ersten beiden Runden jeweils am Boden war. Wenn
diesmal alles mit rechten Dingen zugeht und Fouls ausbleiben, dann spricht
viel dafür, dass sich die Schlagkraft des ansonsten von noch niemand
besiegtem Danny Green durchsetzen wird.
Andreas Kämpfe: Beyer
durch TKO in Runde 8
Green hat im ersten Kampf alles gezeigt, was er kann und den Kampf verloren.
Diesmal wird es nicht anders ausgehen. Danny Green wird in den ersten Runden
loslegen wie die Feuerwehr und dann schlagartig abbauen. Die harten Körpertreffer,
die Beyer schlagen wird, werden ihr Übriges tun und der Herausforderer
wird vorzeitig unterliegen.
Karsten
Knöchlein: Green durch TKO in Runde 6
Danny Green ist ein zäher und harter Hund, der zwar nicht mit einer
Top-Kondition, dafür aber mit einer ernormen Schlagkraft ausgestattet
ist. Und genaue diese wird Beyer zum Verhängnis werden. Bereits im
ersten Kampf konnte Beyer die Anfangsrunden nur mit viel Glück überstehen,
ehe Green sich das Leben unnötig schwer machte und zu Recht disqualifiziert
wurde. Wenn Green erneut wie die Feuerwehr loslegt, konditionell einbricht
und im Ring durchdreht, dann könnte Beyer seinen Titel verteidigen.
Allerdings glaube ich eher, dass Green dieses mal etwas ruhiger und disziplinierter
auftreten wird. Beyer muss endlich mal wieder mit einer stabilen Deckung
auftreten, sich viel bewegen und auf eine KO-Chance in den hinteren Runden
hinarbeiten.
Jörg
Lüdemann: Green
durch TKO
Bei
allem berechtigten Lob für die letzten zwei Auftritte von Markus Beyer
im Ring sollte man nicht den Blick auf die Tatsachen vergessen. Beyer hat
gegen den limitierten Sanavia im Rückkampf bis zu seinem KO-Treffer
wenig Land gesehen. Danach hat er einen Ende-Dreißig-Jährigen
ohne internationale Reputation besiegt. Mit Danny Green trifft Markus auf
einen Gegner, der von ganz anderem Format ist, was nicht nur der erste Kampf
der beiden, sondern auch der KO-Sieg von Green über Eric Lucas gezeigt
hat. Beyer mag sich psychisch stabilisiert haben, aber das allein wird nicht
reichen, um die deutlichen Unterschiede in Schlagkraft und Nehmerfähigkeiten
zu Green auszugleichen.
M. Kurt Saygin: Green durch TKO in Runde 8
Man darf davon ausgehen, dass beide Boxer aus dem vergangenen Kampf gelernt
haben. Markus Beyer wird - gerade in den ersten Runden - seinen Kopf schön
hinter der Deckung behalten und Green sein Temperament kontrollieren und
sich darauf einstellen, den Kampf notfalls auch über 12 Runden zu bestreiten.
Die Wahrscheinlichkeit ist dennoch sehr hoch, dass der schlagstarke Herausforderer
irgendwann in einer kurzen Konzentrationspause des Deutschen in der zweiten
Hälfte des Kampfes eine Lücke finden und auch ausnutzen wird.
Peter Selzer: Green durch TKO in Runde 6
Beyer wird besser auf den Kampf vorbereitet sein, aber er war auch immer
schon dafür bekannt, dass er die Trainingsleistung in der Praxis nicht
optimal umsetzte. Beyer wird die Eröffnungsrunden schadlos überstehen.
Nach zwei, drei unspektakulären Runden wird Green jedoch eine zweite
Angriffswelle starten und vorzeitig siegen.
Dirk Alexander Stahns: Green durch TKO in Runde 7
Am Samstag wird sich Deutschland von einem weiteren Weltmeister verabschieden
müssen. Markus Beyer galt einst als großer Hoffnungsträger,
konnte aber nach seiner überraschenden KO Niederlage gegen den Engländer
Glenn Catley, die in ihn gesteckten Erwartungen nie mehr voll und ganz erfüllen
und rückte zudem durch die Erfolge seines Stallgefährten Sven
Ottke zunehmend in den Hintergrund. Jetzt steht er wieder im Rampenlicht
und trifft auf den Mann, der es nur aufgrund seiner Disziplinlosigkeit versäumt
hat, der Karriere Beyers vielleicht schon ein früheres Ende zu setzen.
Danny Green wirkt hungriger als der deutsche Titelverteidiger und der erste
Kampf der Beiden dürfte ihm dem letzten Schuss Selbstvertrauen geben,
an dem es dem schlagstarken Australier ohnehin nicht gerade mangelt. Hinzu
kommt, dass es fraglich ist, ob der psychisch labile Beyer den ersten Kampf
wirklich verarbeitet hat, wie er und sein Management versichern.
Stefan Strehler: Green durch TKO
Ich denke, dass die Psyche in diesem Kampf die größte Rolle spielt,
und da sehe ich klare Vorteile bei Green, der einfach der härtere Typ
ist. Er wird sich im Rückkampf durchsetzen und nicht wie angekündigt
über die volle Distanz von zwölf Runden gehen, sondern das Gefecht
vorzeitig für sich entscheiden. Bis Runde acht hat er das Ding zu Beyers
Leidwesen in der Tasche.
Benni Vivacqua: Green durch TKO in Runde 6
Markus Beyer wirkte im Kampf gegen den Japaner Yoshinori Nishizawa mental
wesentlich gefestigter, als man das seit Jahren von dem überaus selbstkritischen
Erlabrunner gewohnt ist. Auch einen Niederschlag in der zweiten Runde verdaute
er gut und gewann danach jede Runde. Allerdings weiß Beyer auch, dass
der Australier Danny Green nicht nur für einen "Flash-Knockdown"
à la Nishizawa gut ist, sondern seine Gegner mit beiden Fäusten
KO schlagen kann. Dies wird den sympathischen Deutschen wieder zaudern lassen,
was Green in die Karten spielt. Nach schweren Treffern bereits zu Beginn
des Gefechts wird Green ab der fünften Runde mehrere Niederschläge
landen, was ihm einen TKO-Sieg einbringen wird.
Marco Zeininger: Beyer nach Punkten
Eigentlich erscheint Danny Green als übermächtig. Im ersten Kampf
konnte jeder sehen, wie schwer es Beyer hatte zu bestehen. Dennoch vermute
ich, dass der Erlabrunner diesmal besser vorbereitet in den Kampf gehen
wird. Mit ein bisschen Glück wird er den einen ersten Ansturm überstehen
und im Kampf bleiben. Ab den mittleren Runden ist dann alles möglich.
Green hat gezeigt, dass es konditionell um ihn nicht übermäßig
gut bestellt ist. Deshalb gehe ich von einem knappen Punktsieg des Deutschen
aus, der den Kampf vor allem in der zweiten Hälfte herumreißen
wird.
Fazit:
Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Danny Green als Sieger:
9 x Green, 3 x Beyer.
Freitag,
11. Märg 2005
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