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BP-Prognosen:
Markus Beyer
vs.
Mikkel Kessler

Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für die anstehende
WBC/WBA-Weltmeisterschaft
im Supermittelgewicht am Samstag, den 14. Oktober 2006, zwischen
Markus
Beyer (BP-Nr. 3) und Mikkel
Kessler (BP-Nr. 2).
Thorsten
Fritsche: Kessler durch TKO in Runde 10
Markus Beyer gilt als Konterboxer, der es mag, wenn sein Gegner den
Kampf an ihn heranträgt. Genau das ist der Stil von Mikkel Kessler.
Jedoch hat der Däne schon mehrfach bewiesen, dass er hervorragend im
Vorwärtsgang boxen kann, ohne dabei viele Lücken in der Deckung
zu offenbaren. Zudem boxt er mit viel Geduld und Übersicht, erzeugt
aber trotzdem Druck. Das wird es Beyer sehr schwer machen, seine Konter
häufig unterzubringen. Angesichts der Tatsache, dass der Kampf in Dänemark
stattfindet, wird die höhere Aktivität und der Vorwärtsgang
Mikkel Kessler zumindest einen Punktsieg bescheren. Doch da er zudem auch
noch über eine gute Portion Schlagkraft verfügt, ist sogar ein
vorzeitiger Sieg drin.
Patrick Haas: Kessler
durch TKO in Runde 10
Markus Beyer ist immer dann am stärksten, wenn er keinen Druck verspürt.
Sogesehen müsste er am Samstag die beste Leistung seiner Karriere abliefern,
denn Kessler spielt in noch einer anderen Liga als Danny Green oder Richie
Woodhall. Auch wenn uns Markus Beyer schon häufiger überrascht
hat, wird es gegen den physisch und boxerisch stärkeren Dänen
nicht reichen. Kessler wird seine Reichweitenvorteile ausspielen und Beyer
über die Runden mit seinem Jab zermürben, bis es zum Abbruch in
den hinteren Runden kommt, möglicherweise wegen Cuts.
Will Beyer eine Chance haben, muss er versuchen Kesslers Rhythmus mit aggressiven
Attacken zu brechen und sich Respekt zu verschaffen. Als reiner Konterboxer
im Rückwärtsgang wird er früher oder später untergehen.
Dr. Constantin Hofmann: Kessler knapp nach Punkten
Ich erwarte ein enges Gefecht zwischen zwei gleichwertigen Boxern, das am
Ende nur aufgrund Kesslers Heimvorteil durch ein knappes Punkturteil zugunsten
des Dänen entschieden werden wird.
Sebastian Gutknecht: Kessler durch KO in Runde 8
Das Problem, sich auf den stärksten Gegner seiner Profikarriere einstellen
zu müssen, teilt meiner Meinung nach Markus Beyer in diesem Kampf mit
Mikkel Kessler.
Aufgrund der körperlichen Vorteile, seiner besseren "Workrate"
sowie dem psychologischen Vorteil, zu Hause zu kämpfen, wird der Däne
diesen Kampf von Anfang an bestimmen und Beyer irgendwann mit einer Rechten
voll treffen.
Andreas Kämpfe: Unentschieden
Markus Beyer war immer dann am besten, wenn er der klare Außenseiter
war. Dies ist er nun wieder. Die Frage ist aber, ob er in der Lage ist,
den boxerischen Fähigkeiten von Mikkel Kessler Paroli zu bieten. Der
Däne ist ein mehr als starker Gegner und hat zudem noch den Heimvorteil
auf seiner Seite.
Beyer muss sofort in den Kampf finden und Kessler beeindrucken, ansonsten
besteht die Gefahr, überrollt zu werden. Startet Beyer gut, ist in
diesem Kampf alles drin.
Wolfgang Schiffbauer: Beyer nach Punkten oder durch späten
TKO
Bei Mikkel Kessler handelt es sich um einen ausgezeichneten Boxer,
der genug Talent besitzt, um einmal ein ganz Großer zu werden. Von
daher geht er auch als Favorit in den Kampf mit Markus Beyer, der zuletzt
nicht immer souverän wirkte. Jedoch ist auch der WBC-Weltmeister Beyer
ein sehr guter (Konter-)Boxer, der oft unterschätzt wurde und als „Underdog“
den großen Favoriten deutlich besiegt hat. Er ist definitiv gut genug,
um seinen Kontrahenten zu besiegen und meiner Meinung nach wird er dies
tun. Ich denke, dass er Kessler sehr oft hart abkontern wird, möglicherweise
einen Niederschlag verbucht und entweder nach Punkten oder durch einen späten
technischen KO gewinnt, in einem Kampf, der deutlicher wird als die meisten
Boxfans es erwarten. Markus Beyer wird erneut die Boxwelt überraschen.
Stefan Strehler: Beyer nach Punkten
Bei Markus Beyer-Kämpfen kommt es oft anders, als man es erwartet.
Gegen Leute, die er im Griff haben sollte, wie z.B. Sanavia, verliert er
schon mal. Wenn man denkt, jetzt kann er nur verlieren, Beispiel zweiter
Kampf gegen Danny Green, trumpft er groß auf. Mikkel Kessler ist solch
eine schwer lösbare Aufgabe. Gerade deshalb kann Beyer befreit aufboxen.
Der Druck lastet allein auf Kessler. Beyer wird ihn ein ums andere Mal auskontern
und den Kampf knapp, aber verdient nach Punkten gewinnen.
Sebastian Swiecznik: Kessler durch TKO in Runde 11
Kessler ist boxerisch eine Augenweide und hat keine Schwächen. Beyer
müsste wirklich am absoluten Limit boxen, um dem Dänen auch nur
annähernd Paroli zu bieten.
Marco Zeininger: Kessler nach Punkten
Ich denke, wir werden einen von der Taktik geprägten Kampf sehen, in
dem Beyers Einstellung ausschlaggebend sein wird. Der Deutsche hat in der
Vergangenheit öfters erhebliche Leistungsschwankungen offenbart. Jedoch
dürfte er diesmal befreit boxen können, da sein Karriereende in
Sicht ist und er eigentlich nichts mehr beweisen muss.
Daher vermute ich, dass es nicht zu einer einseitigen Demontage Beyers durch
Kessler kommen wird, wie nicht selten prognostiziert wird. Beyer wird Kessler
vor neue Probleme stellen, da dieser noch nie auf Weltklasseniveau einen
derart konterstarken Rechtsausleger geboxt hat. Dennoch ist Kessler technisch
und taktisch auf mindestens gleichem Niveau, so dass er aufgrund des Heimvorteils
und einer disziplinierten taktischen Vorstellung durch eine knappe Punktentscheidung
gewinnen wird.
Fazit:
Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Mikkel Kessler
als Sieger: 6 x Kessler, 2 x Beyer, 1 x Unentschieden
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