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BP-Prognosen:
Evander Holyfield
vs.
James Toney


Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für den Schwergewichts-Kampf zwischen Evander Holyfield und James Toney am Samstag, den 04. Oktober 2003:


Thorsten Fritsche: Knapper Punktsieg für Holyfield
Ich denke, es wird ein enger Kampf werden. Das Duell wird zum größten Teil im Infight und der Halbdistanz ausgetragen werden, mit wenigen klaren Aktionen, dafür aber viel Schieben, Klammern und unsauberen Aktionen. Ich glaube aber, dass Holyfield besser aussehen wird als zuletzt gegen Byrd, da ihm seine linke Schulter keine Probleme mehr bereitet. Letztlich wird er sich auch aufgrund seiner größeren Erfahrung im Schwergewicht über die Punkte durchsetzen.

Patrick Haas: James Toney durch split decision
Beide Kämpfer besitzen die Erfahrung und die Nehmerfähigkeiten, so dass der Kampf über die Distanz gehen sollte. Auch wenn James Toney voll austrainiert erscheint, so ist sein bevorzugter Kampfstil mit dem Rücken an den Seilen, wodurch bei Evander Holyfield keine Erinnerungen an Chris Byrd aufkommen sollten. Ich denke, James Toney könnte Holyfield wegen dessen nachlassender Schnelligkeit und Reflexe aus der Distanz ausboxen, aber das ist nunmal nicht die Art von Toney, und deswegen wird Holyfield seine Chancen an den Seilen bekommen. Dabei sollte der "alte Krieger" zwar einige wuchtige, aber unpräzise Schläge setzen, so dass letztendlich die höhere Frequenz und die klareren Treffer James Toney zu einem knappen, umstrittenen Punktsieg verhelfen werden.

Dr. Constantin Hofmann: Holyfield nach Punkten
Evander "The Real Deal" Holyfield ist James Toney in allen Belangen überlegen, v.a. hinsichtlich Infightqualität, Erfahrung und Kämpferherz. Holyfield wird nach Punkten siegen.

Thomas Igerl: Holyfield durch TKO 7.-10. Runde
Holyfield wird den Kampf ganz klar gewinnen, egal ob er als Konterboxer agiert oder den Infight durch effektive Aggressivität forciert. Trotz der sehr guten boxerischen Fähigkeiten von Toney hat "The Real Deal" die Vorteile auf seiner Seite. Holyfield stehen alle Möglichkeiten offen, weil er Toney physisch, mental sowie technisch überlegen ist. Darüberhinaus überzeugte Holyfield - nach der operativ behandelten linken Schulterverletzung, die er zu Beginn des Gefechts gegen Chris Byrd erlitten hat - laut Trainer Don Turner und auch nach Meinung einiger unabhängiger Journalisten, die ihn in öffentlichen Trainingseinheiten beobachten konnten, bei der Vorbereitung auf den Kampf. Ein Garant für den Sieg Holyfields wird unter anderem der nun wieder uneingeschränkt einsatzfähige, notorische linke Haken in der Halbdistanz und im Infight sein. Wenn Holyfield es schon zu Beginn schafft, Toney durch Körperhaken gezielt zu zermürben, ist selbst ein relativ früher KO-Erfolg möglich, obgleich ein später vorzeitiger Sieg oder ein eindeutiger Punktsieg wahrscheinlicher ist.

Andreas Kämpfe: Toney nach Punkten
Toney hat nicht das Zeug um in der Spitze des Schwergewichts mitzuboxen - aber Holyfield hat es auch nicht mehr. Im Endeffekt wird die Schnelligkeit den Ausschlag geben und die liegt bei Toney. Holyfield wird sicher seine Momente haben, aber da er nicht in der Lage ist finale Schlagwirkung zu erzielen wird ihn Toney schließlich auspunkten.


Karsten Knöchlein:
Knapper Punktsieg für Holyfield
Ein sehr schwer zu tippender Kampf. Für Holyfield geht es wohl um seine Karriere und Toney dürfte durch seinen IBF-Titelgewinn im Cruisergewicht ziemlich motiviert in den Kampf gehen. Der Kampf dürfte wohl zum größten Teil im Infight und in der Halbdistanz ausgetragen werden, denn da liegen die Stärken beider Boxer. Ich denke, beiden werden sich einen guten und offenen Kampf liefern, wobei Holyfield am Ende die Nase leicht vorn haben dürfte.

Jörg Lüdemann: Knapper Punktsieg
für Holyfield
Betrachtet man den Kampfausgang nüchtern nach der körperlichen und geistigen Frische beider Boxer, so kann der Sieger nur James Toney heißen. Doch die Vorzeichen in diesem zweifellos sehr offenen Duell sind anders: Toney ist kein Schwergewichtler und hat die zusätzlichen Pfunde mit einer strengen "Diät" aus "Cheeseburgern, Pizza und Pommes frites" um die Hüfte herum angelegt. Ob er in der Lage ist, die Treffer eines Schwergewichtlers wegzustecken, bleibt abzuwarten. Zudem kommt Toney mit seinem bevorzugten Stil, dem Infight, dem Altmeister Holyfield sehr entgegen. Dort verfügen beide über Weltklasse-Qualitäten. Sollte Holyfield nicht zu passiv agieren wie in seinem letzten Kampf gegen Chris Byrd, so dürfte sich am Ende seine überlegene Physis gegen den verfressenen Toney, den man jedoch nie unterschätzen darf, knapp durchsetzen.


Benni Vivacqua:
Knapper Punktsieg für Holyfield
Eigentlich liegen viele Vorteile bei James Toney. Er ist jünger, reitet auf einer Erfolgswelle, liebt den Infight, den Holyfield ihm antragen wird, und er hat im Gegensatz zu "The Real Deal" immer noch eine enorm hohe Schlagfrequenz. Doch diese offensichtlichen Vorteile werden den Umstand, in einer zu hohen Gewichtsklasse zu boxen, nicht kompensieren können. Holyfield wird aufgrund seiner physischen Vorteile einen knappen Punktsieg einfahren.

Marco Zeininger: Holyfield nach Punkten
An ein vorzeitiges Kampfende glaube ich nicht. Ich denke, dass Holyfield in der ersten Kampfeshälfte die Runden für sich entscheiden wird, um hinten raus einen knappen Punktsieg einzufahren. Toney stand noch nie mit einem erfahrenen Schwergewichtler im Ring und wird daher an seine Leistung gegen Jirov nicht anknüpfen können. Dementsprechend tippe ich auf einen knappen Punktsieg von Holyfield mit ca. zwei bis drei Runden Vorsprung.

Fazit:

Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Evander Holyfield als Sieger: 7 x Holyfield, 2 x Toney.




 
     

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