Zurück
Boxforen
Ranglisten
Termine
Ergebnisse
Rekorde
. | ENGLISCH |
 
.
   
 

BP-Prognosen:
Bernard Hopkins
vs.
Oscar de la Hoya


Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für die anstehende WBA/WBC/IBF/WBO-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht am heutigen Samstag, den 18. September 2004, zwischen Oscar De La Hoya (BP-Nr. 4) und Bernard Hopkins (BP-Nr. 1):



Thorsten Fritsche: De la Hoya knapp nach Punkten
Vorausgesetzt, de la Hoya steigt diesmal wirklich fit in den Ring, halte ich einen knappen Punktsieg für den "Golden Boy" für durchaus möglich. Hopkins ist als Spätstarter bekannt und legte in seinen letzten Kämpfen gegen Joppy und Allen zwischendurch Pausen ein, um in den hinteren Runden noch Kraft zu haben. De la Hoya sollte es gelingen, daraus einen Vorteil zu ziehen und einen Punktevorsprung aufzubauen. Der "Executioner" wird versuchen, den Kampf im letzten Drittel durch seine physische Überlegenheit zu entscheiden. Gelingt es de la Hoya dann, sich Schlagwechseln zu entziehen, kann er den Punktevorsprung über die Runden retten.

Dr. Constantin Hofmann: Hopkins knapp nach Punkten
Dies wird ein denkwürdiger Kampf, denn der Sieger wird als erster und einziger Boxer alle vier Weltmeisterschaftsgürtel der vier großen Boxverbände (WBA, WBC, IBF und WBO) in einer Gewichtsklasse tragen. Zudem sind beide Boxer Spitzenathleten, die noch nie in ihrer Profikarriere KO gegangen sind. Ich glaube deswegen nicht, dass einem der beiden ein vorzeitiger Sieg gelingt. Hopkins ist nicht nur vier cm größer, sondern auch ein "natürlicher" Mittelgewichtler, der schon immer in dieser Gewichtsklasse kämpfte, wogegen de la Hoya Schritt für Schritt fünf Gewichtsklassen, vom Superfeder- bis zum Mittelgewicht, aufstieg. Der Altersunterschied von acht Jahren wird nicht entscheidend sein, denn der "Executioner" zeigte in seinen letzten Kämpfen keine sichtbaren Schwächen, der "Golden Boy" hingegen verlor letztes Jahr gegen Shane Mosley und sah im Juni gegen Felix Sturm nicht gut aus.

Patrick Haas:
Hopkins durch TKO in Runde 11
In einem solchen Megakampf und einem Jahr voller Überraschungen rechnet der Boxfan fast zwangsläufig mit dem Unerwarteten. Vielleicht gerade deswegen tippen viele Experten auf den leichteren Mann Oscar de la Hoya. Es gibt einige Faktoren, die für den "Golden Boy" sprechen wie seine Beinarbeit, seine schnelleren Hände und die Tatsache, dass er nichts zu verlieren hat. Andere Vorteile wie das Alter und das vertragliche Gewichtslimit von 158 amerikanischen Pfund könnten gegen einen anderen Boxer eine Rolle spielen, doch Hopkins lebt Boxen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Hopkins wird de la Hoya müde boxen mit Schlägen auf die Arme, die Schulter, zum Körper. Irgendwann wird OdlH dem Druck nachgeben, seine Beinarbeit wird nachlassen, seine Arme werden schwer werden, sein Körper wird schmerzen. An diesem Punkt wird Hopkins es besser wissen als Sturm und es nicht zu einer Punktentscheidung kommen lassen. De la Hoya ist kein Sugar Ray Leonard. Solange Hopkins nicht über Nacht gealtert ist, wird sich der wahre Mittelgewichtler durchsetzen.

Andreas Kämpfe:
Hopkins durch TKO in Runde 10
Oscar de la Hoya gegen Bernard Hopkins hört sich leider besser an als es ist. Während Hopkins allen biologischen Erkenntnissen trotzt und mit dem Alter immer besser wird, ist der „Golden Boy“ nicht in der Lage, die Gesetze der Natur zu überwinden. Das Mittelgewicht ist schlichtweg mindestens zwei Gewichtsklassen über der Machbarkeitsgrenze von OdlH und bisher ist es nur seinen außerordentlichen Fähigkeiten zu verdanken, dass die Katastrophe in Form einer vernichtenden Niederlage noch nicht eingetreten ist. Nun aber geht es gegen einen absoluten Topboxer und damit ins Verderben. Sollte Hopkins nicht „über Nacht“ gealtert sein, wird er den Kampf vorzeitig gewinnen. Zu groß sind die körperlichen Unterschiede und zu klein die boxerischen, als dass de la Hoya den Kampf gewinnen könnte.

Karsten Knöchlein: Hopkins durch TKO in Runde 10
Zwei zukünftige Hall of Famer gegeneinander, verspricht im Vorfeld schon ein Knaller zu werden. Hat Oscar schon gegen Felix Sturm mit sehr viel Glück gewonnen, geht es jetzt gegen einen Boxer, der um einiges besser einzustufen ist. Das Mittelgewicht ist definitiv nicht die richtige Gewichtsklasse für den „Golden Boy“ und der „Executioner“ ist nicht nur ein gestandener Mittelgewichtler, sondern die derzeitige und unbestrittene Nummer 1 dieser Gewichtsklasse. Dazu ist er noch mit allen Wassern gewaschen und versteht es auch mit unfairen Tricks seinen Gegner aus dem Konzept zu bringen. De la Hoya braucht eine Top-Kondition und muss versuchen mit einer ähnlichen Taktik, wie es Sven Ottke seiner Zeit auch gerne gemacht hat aufzutreten (Jab, Klammern, viel Laufen und auf die Punktrichter hoffen). Aber selbst wenn Oscar in Topform auftreten sollte, kann ich mir nicht vorstellen, wie er Bernard Hopkins 19. Titelverteidigung verhindern sollte.

Jörg Lüdemann: Hopkins deutlich nach Punkten
Es besteht die realistische Chance, dass dieser Kampf einen ähnlichen Verlauf nehmen wird wie das Duell zwischen Hopkins und Felix Trinidad. Auch für den "Golden Boy" wird dieser Gewichtsklassen-Aufstieg ein Ende gegen einen körperlich völlig überlegenen Gegner haben, der ihm zudem auch technisch in nichts nachsteht. Allerdings rechne ich damit, dass Hopkins seinen Gegner aus Respekt über die Runden kommen lässt.

Jens Lüders: Hopkins nach Punkten
Die alles entscheidende Frage wird sein, welche Workrate Hopkins noch an den Tag legen kann. Die Variabilität seines Boxstils ist eigentlich dafür geschaffen, dem von der Beinarbeit immobileren OdlH eine Lehrstunde zu erteilen. OdlH kann nicht wirklich im Rückwärtsgang boxen, dazu hat er nicht die Beinarbeit und auch nicht die Reichweite. In der Distanz hat er nur seinen Jab, dessen Reichweite auch noch kürzer ist als der von Hopkins. Außerdem war er nie für seine Deckung berühmt. Den Stick-and-Move-Stil beherrscht er schon gar nicht. Dass die Kampftaktik aus dem Trinidad-Kampf bei Hopkins die richtige ist, kann ich nicht sehen, dazu ist die Reichweite von Hopkins zu groß. Wird er trotzdem so boxen, geht er mit Sicherheit nicht KO, gewinnen wird er dann aber auch nicht. OdlHs Stärken lagen immer in der Offensive und in der Aggressivität. Er war immer ein "Pressure Fighter". Folglich muss er den Kampf über die Workrate und die Intensität der Kampfesführung gewinnen, auch wenn dann die Gefahr einer KO-Niederlage gegeben ist. Die Intensität, mit der Hopkins noch boxen kann, wird den Ausgang des Kampfes entscheiden. Für möglich halte ich hier eigentlich fast alles. Dank Sympathiebonus würde ich an einem Punktsieg von Hopkins aber niemals zweifeln.

Wolfgang Oswald: Sieg für De la Hoya
Die Boxgeschichte zeigt: Meist zieht der „leichtere“ Mann, der aus einer niedrigeren Klasse kommt, gegen den „schwereren“ Mann den kürzeren. Demnach sollte die Entscheidung eindeutig zu Gunsten von Bernard Hopkins ausfallen, zumal dieser auch allein vom Boxkönnen her ein echter Champion ist. Allerdings verfügt de la Hoya über diejenigen boxerischen Fähigkeiten, die es braucht, so eine Art „Goliath“ auszuboxen. Er ist jünger, schnell und intelligent zwischen den Seilen. Wenn de la Hoya diese Attribute ausspielt und über den Körper zum Kopf seines Gegners geht, kann das sein Schlüssel zum Sieg sein, auch wenn Hopkins ein sehr erfahrener und versierter Boxer ist, der weiß, wie er solche Taktiken unterbinden kann. Ich denke aber, dass de la Hoya erfahren genug ist, sich auf seine Stärken zu besinnen und sie einzusetzen. Macht er davon Gebrauch und boxt temporeich und locker, dann ist sogar ein vorzeitiger Sieg gegen Hopkins im Bereich des Möglichen. Da ich darauf setze, dass de la Hoya aus dem Fight gegen Felix Sturm seine Lehren gezogen hat, tippe ich auf den "Golden Boy".

Peter Selzer: De la Hoya nach Punkten
Ein geschichtsträchtiger Kampf steht an. Erstmals in der Geschichte werden alle Weltmeistergürtel der vier großen Weltverbände vereinigt, sofern es selbstverständlich einen Gewinner geben wird. Die Gegner könnten gegensätzlicher nicht sein: Auf der einen Seite Oscar de la Hoya, der Megastar des Boxsports, ein Mann, der nicht nur olympisches Gold gewonnen hat, sondern auch Weltmeister in sechs verschiedenen Gewichtsklassen war. Auf der anderen Seite Bernard Hopkins, ein unbekannter, weil auch unbequemer Star seines Metiers. Der knappe Sieg des „Golden Boy“ über Felix Sturm darf nicht als Messlatte für die Leistung de la Hoyas herangezogen werden. Er unterschätzte den Deutschen, sah nur den Vereinigungskampf vor Augen. De la Hoya wird sich nicht dem Kampf stellen, die Gefahr eines vorzeitigen Sieges seines Gegners wäre zu groß, Oscar wird aus dem Kampf Hopkins gegen Felix Trinidad seine Lehre ziehen und mit einer Defensivtaktik den WBA/WBC/IBF-Champ vor große Probleme stellen. In einem unschönen Kampf gewinnt de la Hoya nach Punkten.

Dirk Alexander Stahns: Hopkins durch TKO in den hinteren Runden
Schon de la Hoyas Kämpfe im Halbmittelgewicht haben gezeigt, dass er in diese Gewichtsklasse nicht reingehört und sich nur auf Grund seiner außergewöhnlichen boxerischen Klasse behaupten konnte. Im Kampf gegen Felix Sturm hat der Golden Boy den Eindruck hinterlassen, dass im Mittelgewicht auch seine boxerische Klasse nicht mehr reicht, um die offensichtlichen körperlichen Nachteile auszugleichen. Nun trifft er auf Bernard Hopkins, den derzeit besten Mittelgewichtler, der zudem von seinen körperlichen Voraussetzungen her auch im Halbschwergewicht antreten könnte und auch boxerisch OdlH das Wasser reichen kann. Ich rechne daher mit einer TKO-Niederlage von Oscar de la Hoya in den hinteren Runden.

Stefan Strehler: Hopkins nach Punkten
In meinen Augen gehört Oscar de la Hoya nicht ins Mittelgewicht. Das hat der Kampf gegen Felix Sturm ganz deutlich aufgezeigt. Ihm fehlen einfach die physischen Voraussetzungen, um sich dort mit der absoluten Weltklasse zu messen. Bernard Hopkins ist trotz seines relativ fortgeschrittenen Alters immer noch sehr gut auf den Beinen und er müsste im Vergleich zu seinem letzten Kampf schon enorm abgebaut haben, um mit de la Hoya wirkliche Probleme zu bekommen. Ich kann einfach nicht sehen, mit welchen Mitteln de la Hoya seinen Gegner auspunkten, geschweige denn ausknocken kann. Da beide über sehr gute Nehmerfähigkeiten verfügen, tippe ich auf einen unspektakulären Punktsieg von Hopkins.

Benni Vivacqua: Hopkins durch TKO in Runde 11
Bernard Hopkins ist der vielleicht größte "Ringfuchs" der aktuellen Boxszene. Dies und der Umstand, dass der 39-Jährige seine gesamte, äußerst erfolgreiche Karriere im Mittelgewicht bestritt, sind die gewichtigsten Faktoren, die für seinen Sieg sprechen. Oscar de la Hoya ist ihm boxerisch womöglich überlegen, doch ein Sieg des "Golden Boy" dürfte aufgrund seiner im Mittelgewicht nicht mehr ganz so gefährlichen Schlagkraft nur über die Punkte möglich sein. Konditionell jedoch offenbarte der 31-Jährige zuletzt im Gegensatz zu Hopkins deutliche Schwächen, so dass gegen Ende des Kampfes dessen physische Überlegenheit noch deutlicher werden wird.

Marco Zeininger: Unentschieden
De la Hoya ist mit seinem Aufstieg ins Mittelgewicht einen Schritt zu weit gegangen. Er wird seine körperliche Unterlegenheit gegen Hopkins zu spüren bekommen. Hopkins sollte diesen Kampf relativ deutlich gewinnen. Da ich aber an eine von kommerziellen Interessen beeinflusste Punktrichterentscheidung glaube, tippe ich auf ein schiedlich-friedliches Unentschieden.

Fazit:

Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Bernard Hopkins als Sieger: 9 x Hopkins, 3 x de la Hoya, 1 x Unentschieden


 
     

BoxingPress.de - Alle Rechte vorbehalten
© 2004 - Alle Elemente sowie das Layout dieser Seiten unterliegen den Copyrightbestimmungen nach deutschem Recht. Kein Teil dieser Seiten darf in irgendeiner Form an anderer Stelle ohne die ausdrückliche Erlaubnis von BoxingPress.de veröffentlicht werden.


All photos ALLSPORT / AFP / ROGER WILLIAMS / SECONDSOUT.COM / KURT SAYGIN - BoxingPress ist um vollständigen Urhebernachweis auf seinen Internetseiten bemüht. Sollte sich auf einer unserer Seiten dennoch eine ungekennzeichnete, aber durch Copyright eines Dritten geschützte Graphik befinden, so konnte das Copyright von uns nicht festgestellt werden. Sollte Bildmaterial einmal nicht mit einem entsprechenden Urhebernachweis ausgezeichnet sein, bitten wir den Betreffenden, sich bei der Redaktion zu melden. Im Falle einer solchen unbeabsichtigten Copyrightverletzung werden wir das entsprechende Objekt nach Benachrichtigung aus der Internetseite entfernen bzw. mit dem entsprechenden Copyright kenntlich machen.
GOWEBCounter by INLINE