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BP-Prognosen:
Jermain Taylor
vs.
Bernard Hopkins II


Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für die anstehende WBA/WBC/WBO-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht am heutigen Samstag, den 03. Dezember 2005, zwischen Jermain Taylor (BP-Nr. 1, Foto) und Bernard Hopkins (BP-Nr. 2):



Thorsten Fritsche: Taylor knapp nach Punkten
Bernard Hopkins ist zweifelsohne ein Ausnahmeathlet, der selbst im hohen Boxer-Alter noch imstande ist, herausragende Leistungen zu bringen. Allerdings ist auch für ihn irgendwann der Zeitpunkt erreicht, an dem der Körper nicht mehr wie gewohnt mitmacht. In den letzten Kämpfen musste Hopkins bereits stark mit den Kräften haushalten, was ihn im ersten Kampf gegen Jermain Taylor seine Titelsammlung gekostet hat. Im zweiten Kampf wird es nicht anders sein und Taylor, der dies weiß, wird die verhaltenen Runden von Hopkins erneut nutzen, um Punkte zu sammeln. Allerdings wird "Bad Intentions" am Samstag selbst sicherer boxen, um nicht kurz vor Schluss erneut fast Schiffbruch zu erleiden. Letztlich wird Taylor das Duell wieder knapp nach Punkten gewinnen.

Patrick Haas:
Taylor nach Punkten
Das starke Finish von Bernard Hopkins im ersten Kampf lässt viele Beobachter vermuten, dass Hopkins einfach nur zu spät attackiert hat. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass der "Executioner" ein gewiefter Taktiker ist, der seinen 40-jährigen Körper sehr gut kennt und ihm nicht mehr zumutet als möglich. Deswegen erwarte i ch einen ähnlichen Kampfverlauf wie im ersten Duell. Taylor sollte wesentlich mehr Selbstvertrauen haben, nachdem er im ersten Kampf noch ins kalte Wasser geworfen wurde. So wird der Weltmeister zu einem knappen, aber souveränen Punktsieg schwimmen.

Dr. Constantin Hofmann: Hopkins nach Punkten
Bernard Hopkins wird aus dem ersten Kampf gelernt haben und diesmal nicht unnötig die Runden verschlafen. Kommt er schneller und besser in den Kampf, wovon ich ausgehe, wird er einen knappen, aber verdienten Punktsieg einfahren und beweisen, dass man auch mit 40 als Boxer noch Höchstleistungen bringen kann.

Sebastian Gutknecht: Hopkins nach Punkten
Bei Bernard Hopkins fragen sich die Boxfans seit Jahren, wann der Zeitpunkt kommt, an dem er nur noch ein Schatten früherer Tage ist. Sollte dieser Zeitpunkt noch nicht vor Samstag gekommen sein, wird der "Executioner" die Fehler aus dem Hinkampf vermeiden, seine boxerische Klasse nicht erst ab Runde acht aufblitzen lassen und Jermain Taylor in einem engen und ausgeglichenen Kampf nach Punkten besiegen.

Jörg Lüdemann: Hopkins nach Punkten
In diesem Kampf macht es Sinn, sich bei beiden Boxern zu fragen, inwieweit sie im ersten Duell ihr volles Potential ausgeschöpft haben. Jermain Taylor hat in der ersten Kampfeshälfte das für sich Optimale herausgeholt und ist nach hinten heraus nur konditionell schwächer geworden. Für ihn gibt es kaum Steigerungsmöglichkeiten. Bernard Hopkins hingegen hat im ersten Kampf, abgesehen von den letzten drei Runden, überaus arrogant geboxt und fast alles vermissen lassen, was ihn im Boxring auszeichnet. Trotzdem war es knapp auf den Punktzetteln. Hopkins mag zwar seinen Zenit überschritten haben, aber mit einer durchweg hohen Workrate sollte es diesmal für einen Punktsieg reichen.

Andreas Kämpfe: Hopkins durch TKO in Runde 4
Ich denke, Hopkins wird seine Karriere mit einem großen Knall beenden. Wissend, dass er wohl nach Punkten nicht bestehen kann, wird er loslegen wie die Feuerwehr und versuchen, seinen deutlich jüngeren Konkurrenten zu überraschen. Und dieser wird - noch bevor Hopkins Probleme bekommt - die Segel streichen müssen.

Karsten Knöchlein:
Taylor knapp nach Punkten
Jermain Taylor hat bereits den Machtwechsel im Mittelgewicht eingeläutet. Und seinen Titel als „unumstrittener Weltmeister“ im Mittelgewicht, will er so schnell mit Sicherheit nicht wieder hergeben. Wenn die Kondition stimmt und Taylor nicht mit der Brechstange den vorzeitigen Sieg sucht, dann dürfte Hopkins am Ende erneut das Nachsehen haben. Ich denke, wir werden einen ähnlichen Kampfverlauf wie im ersten Aufeinandertreffen erleben. Der amtierende Weltmeister wird erneut die ersten Runden und der Herausforderer die letzten Runden bestimmen. Am Ende wird Taylor wiederholt den Ring als Sieger verlassen und seine WM-Gürtel mit nach Hause nehmen. Es würde mich nicht wundern, wenn wir am kommenden Samstag den letzten WM-Kampf von Bernard „The Executioner“ Hopkins sehen werden.

Wolfgang Schiffbauer:
Hopkins durch TKO in den hinteren Runden oder nach Punkten
Meiner Meinung nach hat der „Executioner“ bereits den ersten Kampf knapp nach Punkten gewonnen. Taylor dominierte zwar zu Beginn, aber als Hopkins aufdrehte, sah er alles andere als gut aus. Ich denke, dass Hopkins diesmal früher aufdreht und den Kampf mehr oder weniger klar nach Punkten gewinnt oder sogar einen späten KO- bzw. TKO-Sieg erreicht. Seine Kondition dürfte dafür reichen, wenn er in der gleichen Verfassung wie im ersten Kampf antritt und nicht über Nacht zum alten Mann geworden ist.

Sebastian Swiecznik: Taylor durch KO in Runde 9
Hopkins ist zum ersten mal seit langer Zeit in der Rolle des Herausforderes. Das liegt ihm nicht. Hopkins macht meist nur so viel wie nötig, aber dieses M al muss er von Beginn an die Initiative ergreifen. Taylor wirkte in der Vorbereitung unglaublich selbstbewusst und hat ohne jeden Zweifel das Potential, Hopkins erneut zu besiegen. Der Ex-Weltmeister wird offensiver agieren als sonst und Taylor in die Karten spielen. Der Champion muss in den mittleren Runde vermehrt in die Angriffe seines Kontrahenten hineinschlagen. Hopkins hat damit Probleme, das hat sich schon in der Anfangsphase des ersten Kampfes der beiden und in der Endphase gegen Eastman angedeutet. Spätestens in Runde neun kommt Taylor voll durch und beendet den bis dato zu seinen G unsten verlaufenen Kampf vorzeitig.

Peter Selzer: Taylor durch TKO in Runde 9
Bei dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten glaubten nur die wenigsten Experten an einen Sieg von Jermain Taylor. Auch dieses Mal wird der Altmeister als Favorit gewettet. Doch Hopkins hat seinen Zenit überschritten! Mag der Körper noch so definiert sein, innerlich ist er ein Boxer, dessen beste Jahre hinter ihm liegen. Der Sieg Taylors wird diesmal eindeutig sein, TKO in Runde neun.

Stefan Strehler: Taylor nach Punkten
Da Hopkins ín diesem Kampf der Herausforderer ist, müsste er schon erheblich mehr bringen, als er im ersten Kampf mit Taylor gezeigt hat. Angesichts seines doch schon fortgeschrittenen Alters traue ich ihm diese Leistungssteigerung einfach nicht mehr zu und erwarte daher einen erneuten Punktsieg von Taylor, diesmal sogar etwas deutlicher.

Benni Vivacqua: Hopkins durch TKO in Runde 9
Bernard Hopkins hat den ersten Kampf gegen Jermain Taylor äußerst knapp und umstritten nach Punkten verloren. Er wird aus seiner Passivität zu Anfang des Kampfes seine Lehren gezogen haben, als er zuviele Runden einfach verschenkte. Ebenso dürfte ihn die Tatsache beflügeln, dass er Taylor mit Wirkungstreffern beeindrucken konnte. Ein offensiverer Hopkins wird seinen Gegner überraschen und durch TKO in Runde neun gewinnen.

Marco Zeininger: Unentschieden
Der Kampf wird wieder knapp ausgehen. Beide haben etwas zu beweisen. Taylor, dass sein Sieg im ersten Kampf auf seine Stärke zurückzuführen war und nicht auf Hopkins' Schwäche und Hopkins, dass er mehr kann, als er im ersten Kampf gezeigt hat. Da das Duell der beiden höchstes Medieninteresse hervorruft, könnte ich mir ein sportpolitisches Urteil vorstellen, das einen sehr lukrativen dritten Kampf notwendig macht. Daher gehe ich von einem Unentschieden aus.

Fazit:

Die eine Hälfte der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Taylor und die andere Hälfte Hopkins als Sieger: 6 x Taylor, 6 x Hopkins, 1 x Unentschieden


 
     

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