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BP-Prognosen:
Bernard Hopkins
vs.
Jermain Taylor


Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für die anstehende WBA/WBC/IBF/WBO-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht am heutigen Samstag, den 25. Juni 2005, zwischen Bernard Hopkins (BP-Nr. 1) und Jermain Taylor (BP-Nr. 2):



Dr. Ralf Bettinger: Taylor durch KO in Runde 8
Taylor ist für mich, um es vorwegzunehmen, der Favorit.
Sicher hat Hopkins die beeindruckendere Boxervita. Aber es kämpfen ja nicht die Rekorde gegeneinander, sondern Hopkins steht mit Taylor mal kein aufgeblasener Weltergewichtler oder abgehalfteter Eastman gegenüber, sondern jemand, der deutlich jünger, m.E. auch schneller, ist, mit einer ausgeprägten Ringintelligenz versehen, ein Techniker und Puncher zugleich, der vmtl. deutlich schwerer in den Ring steigen wird. Bei allem was Hopkins auf seiner Seite verbuchen kann, wenn Taylor etwa ab der vierten Runde den Turbo schaltet, wird der Kampf ein vorzeitiges Ende nehmen.

Thorsten Fritsche:
Hopkins nach Punkten
Taylor ist physisch seinem deutlich älteren Gegner überlegen und schlägt den schnelleren Jab. Das war es aber auch schon. Hopkins hat dafür ein deutliches Plus an Erfahrung. Ich denke, es wird ein knapper Kampf werden, bei dem am Ende genau diese Erfahrung des Weltmeisters den Ausschlag geben wird, da sie es ihm ermöglicht, Tempo und Verlauf des Kampfes zu bestimmen. Zudem dürfte er aufgrund seines Status die eine oder andere knappe Runde mehr zugesprochen bekommen. Daher tippe ich auf einen Punktsieg für den "Executioner".

Sebastian Gutknecht: Hopkins nach Punkten
Sollte Hopkins nicht über Nacht gealtert sein, ist der Qualitätssprung, den Jermain Taylor hier machen muss, nicht zu bewältigen. Außer dem Jab sollte Taylor in allen boxerischen Belangen unterlegen sein, so dass es einzig und allein auf sein noch ungetestetes Kinn ankommen wird, ob Hopkins ihn in den hinteren Runden ausknockt oder einen einstimmigen Punktsieg erzielen wird. Sollte Bernard doch über Nacht gealtert sein, kommt alles anders.

Patrick Haas: Hopkins nach Punkten
Niemand im Mittelgewicht kann einen auf Bernard Hopkins vorbereiten, auch nicht auf die 40-jährige Version, aber Jermain Taylor hat es nicht einmal versucht. Die Leute sprechen davon, dass der jüngere unverbrauchte Taylor einen enormen Druck auf Hopkins machen wird, aber wie oft stand Taylor denn selbst unter Feuer und musste im Ring auf Probleme reagieren? Raul Marquez und William Joppy waren maßgeschneidert für Taylor. Viel beunruhigender für Taylor sollte die Tatsache sein, dass ein kleiner Kämpfer wie Edouard seinen Jab und die rechte Schlaghand mit Leichtigkeit ins Ziel brachte, bevor er von Taylor überrannt wurde. Hopkins in einem überraschend einseitigen Kampf nach Punkten.

Dr. Constantin Hofmann: Hopkins durch TKO in den hinteren Runden
Bernard Hopkins, der den geschmacklosen Kampfnamen "The Executioner" trägt, ist ein bemerkenswerter Boxer. Er verlor 1988 sein Profidebüt und danach nur noch gegen Roy Jones. Er ist der einzige Boxer, der die Gürtel aller vier großen Weltverbände trägt. Am Samstag wird er dem ungeschlagenen Jermain Taylor dessen erste Niederlage beibringen, durch TKO in den hinteren Runden. Nach einer ausgeglichenen ersten Kampfeshälfte wird die Kondition und Erfahrung von Hopkins ihn zum Sieg führen.

Andreas Kämpfe: Hopkins durch TKO in Runde 10
Man sollte alte Männer nie unterschätzen und ihnen immer mit Respekt begegnen. Beherzigt Taylor dies, wird er Hopkins einen spannenden Kampf liefern können. Versucht er allerdings den Weltmeister zu überrollen, wird der ihn bestrafen wie einen ungezogenen Jungen.

Karsten Knöchlein:
Taylor knapp und umstritten nach Punkten
Mit Jermain Taylor boxt der "Executioner" einen der letzten noch vorhandenen Mittelgewichtler, der für den Altmeister eine würdige Herausforderung darstellt. Allerdings lastet ein enormer Druck auf dem Herausforderer, der bereits seit einiger Zeit als potentieller Nachfolger von Bernard Hopkins gehandelt wird. Jetzt wird es sich zeigen, ob die Fachwelt damit richtig oder falsch liegt.

Zwar könnte der Druck für Taylor auch zu stark sein und er die Tracht Prügel seines Lebens beziehen, aber ich glaube, es wird Zeit für einen Wechsel an der Spitze. Nach einem relativ ausgeglichen Kampf, wird Taylor durch seine höhere Aktivität knapp nach Punkten gewinnen und Hopkins' erste Niederlage seit zwölf Jahren besiegeln.

Jörg Lüdemann: Hopkins knapp nach Punkten
Bernard Hopkins, der seine größten Erfolge gegen Gegner wie Trinidad oder De La Hoya erzielte, die aus niedrigeren Gewichtsklassen aufgestiegen waren, kämpft zum ersten Mal gegen einen Mittelgewichtler von vermeintlichem Weltklasseformat. Jermain Taylor verfügt über ein sehr gutes Auge, eine schnelle Führhand und über den Vorteil der Jugend. Doch den qualitativen Sprung in der Gegnerschaft wird der junge US-Boy noch nicht kompensieren können. Hopkins wird die Erfahrung seiner langen Karriere ausspielen und am Ende einen knappen Punktsieg einfahren.

Wolfgang Schiffbauer: Hopkins durch TKO in Runde 9
Hopkins gegen Taylor. Das ist alt gegen jung, erfahren gegen unerfahren oder auch Legende gegen Youngster. Kann die Legende Hopkins weiterhin seinen Weg gehen und auch Jermain Taylor, der als größtes Talent im Mittelgewicht gilt, besiegen? Meiner Meinung nach Ja. Und wieso? Weil Hopkins ein Ringfuchs ist, sämtliche Tricks, auch unsportliche, im Ring beherrscht und weil er Nerven aus Stahl hat. Ein Mann wie er wird nicht nervös, wenn er gegen einen jungen Boxer wie Taylor boxt. Taylor hingegen könnte durchaus nervös werden, da dies sein größter Kampf bisher überhaupt ist. Sollte dies eintreffen, wird ihm auch sein guter Jab nicht mehr helfen, denn Hopkins ist ein Meister darin, die Stärken seiner Gegner zu neutralisieren. Daher denke ich, dass Bernard Hopkins erneut seine WM-Titel verteidigt und den Kampf in der neunten Runde beendet.

Peter Selzer: Hopkins nach Punkten
Für Taylor kommt der Kampf zu früh. Hopkins wird seine langjährige Ringerfahrung ausspielen und den Kronprinzen in die Schranken verweisen.

Sebastian Swiecznik: Taylor nach Punkten
Im Prinzip hat Taylor das Potential, Hopkins zu schlagen. Er verfügt über eine starke Physis, er hat einen ausgezeichneten Jab und er kann über zwölf Runden ein hohes Tempo gehen. Gekoppelt mit seiner Schlagkraft könnte das alles zum Verhängnis für Hopkins werden. Wenn es Taylor gelingt, unbeeindruckt von Hopkins' Aura der Unbesiegbarkeit seinen Gameplan durchzuziehen, dann wird er einen soliden Punktsieg einfahren.

Benni Vivacqua: Hopkins durch TKO in Runde 9
Bernard Hopkins wird sich noch einmal in körperlicher Bestform präsentieren. Zudem wird er tief in die Trickkiste greifen und seinen zur Zeit wohl größten Herausforderer irgendwann im Kampf überraschen. Taylor wird der taktischen Finesse von Hopkins noch nicht genug entgegenzusetzen haben und in Runde neun TKO gehen.

Marco Zeininger: Hopkins durch TKO in Runde 10
Hopkins hat schon viele Taylors geboxt, Taylor jedoch noch nie einen Hopkins. Daher gehe ich davon aus, dass der wohl beste Boxer der Welt durch seine Erfahrung, Ringintelligenz und seine außergewöhnliche Kondition den jungen Herausforderer vor unlösbare Probleme stellen wird.


Fazit:

Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Bernard Hopkins als Sieger: 10 x Hopkins, 3 x Taylor


 
     

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