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BP-Prognosen:
Bernard Hopkins
vs.
Ronald "Winky" Wright

Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für
den anstehenden Mega-Kampf im Halbschwergewicht am heutigen Samstag, den
21. Juli 2007, zwischen
Bernard
Hopkins und Ronald
"Winky" Wright.
Jörg Dubiel: Wright knapp nach Punkten
Hopkins gegen Wright ist ein Duell zweier Boxer mit Gemeinsamkeiten. Beide
landeten in ihren Kämpfen mit Jermain Taylor die Mehrzahl der Treffer,
bekamen den Sieg in jenen knappen Auseinandersetzungen jedoch nicht zugesprochen.
Nun treffen sie bei 170 amerikanischen Pfund aufeinander, doch der physische
Vorteil für den größer gewachsenen Hopkins dürfte
sich in Grenzen halten. Höchstwahrscheinlich wird es nicht viel geben,
was an den Begriff "Ringschlacht" erinnert, doch sicherlich
wird es ein technisch sowie taktisch hochwertiges Duell geben, auch wenn
es vielleicht den ein oder anderen Boxfan langweilen wird. In einem knappen
Kampf rechne ich mit mehr Aktivität beim jüngeren Winky Wright,
was ihm letzten Endes einen Punktsieg bescheren mag.
Thorsten Fritsche: Wright nach Punkten
Ich bin zwar der Meinung, dass die beiden im falschen Gewichtslimit aufeinandertreffen,
aber deshalb werden sie das Boxen ganz sicher nicht verlernen. Ich schätze,
dass Wright mehr im Tank haben wird als Hopkins. Doch ein rasanter Kampf
wird es zwischen den beiden Taktikern bestimmt nicht werden. Den Ausschlag
wird wahrscheinlich "Winkys" Doppeldeckung geben, die Hopkins
das Leben schwer machen wird. Mittels dieser Deckung und präziser
Konter wird Wright sich die Mehrzahl an Runden holen und am Ende über
die Punkte gewinnen.
Sebastian Gutknecht: Hopkins knapp nach Punkten
Konnte Winky Wright im Superweltergewicht die meisten seiner Gegner noch
durch körperliche Überlegenheit gepaart mit einer geschlossenen
Doppeldeckung und guter "Workrate" beeindrucken, wird das gegen
einen Bernard Hopkins schon deutlich schwieriger werden. Da aber der "Executioner"
gegen Jermain Taylor Schwächen in der Offensive zeigte, gehe ich
von einem sehr engen Kampfverlauf aus, bei dem die größere
Variabilität Hopkins' den Ausschlag geben könnte.
Patrick Haas: Hopkins
knapp nach Punkten
Beide Boxer haben ihren defensiven Kampfstil bis zur Perfektion gemeistert
und doch sind sie sehr unterschiedliche Typen. Hopkins lässt die
Schläge der Gegner ins Leere gehen, um mit Kontern zu punkten, während
Winky Wright sich hinter einer Doppeldeckung verschanzt und auf Möglichkeit
zum Kontern oder zur Gegenattacke lauert. Bei Wright war in der Vergangenheit
zu beobachten, dass gerade variable Leute, die viele Schläge abfeuern,
Lücken in der Doppeldeckung von Wright finden. Hopkins zählt
mit 42 Jahren nicht mehr zu dieser Sorte, sondern wird versuchen, Wright
zu ziehen, um mit Einzelschlägen zu kontern. Gelingt dies, setzt
sich Hopkins knapp nach Punkten durch.
Dr. Constantin Hofmann: Hopkins nach Punkten
Die größere Erfahrung des "Executioners" wird am
Ende zu einem knappen Punktsieg gegen Ronald "Winky" Wright
führen, da ein vorzeitiges Ende unwahrscheinlich erscheint. Ein Kampf,
der nur für Boxästheten, aber nicht für KO-Fans interessant
sein dürfte.
Thomas Igerl: Hopkins knapp nach Punkten
Ein Kampf zwischen zwei Vertretern der technisch-taktischen Seite des
Sports. Beide Kontrahenten sind Defensivkünstler. Hopkins reagiert
eher, als dass er agiert, wobei die Aktivität des mittlerweile 42-Jährigen
in den letzten Kämpfen tendenziell eher nachgelassen hat. Trotzdem
hat er immer noch ein Schlagrepertoire, das "Winky" Wright bislang
noch nie mit seiner Doppeldeckung entschärfen musste. Qualität
dürfte in diesem Fall über Quantität stehen. Hopkins’
brillante Konterschläge aus einer effektiven Defensive heraus und
seine guten Erfahrungen mit Rechtsauslegern sollten einen knappen Vorteil
gegenüber Wrights höherer Aktivität sichern.
Andreas Kämpfe: Wright nach Punkten
Hopkins kann den Kampf nur gewinnen, wenn er Wright in den Schlagabtausch
zwingt und dort Schlagwirkung erzielt. Gelingt dies nicht, wird Wright
mit seiner Schnelligkeit die Punkte sammeln und den Sieg einfahren. Vor
ein paar Jahren hätte ich mein Geld noch auf Hopkins gesetzt, der
zur Not seinen Gegner mit schmutzigen Tricks von seiner Linie abgebracht
hätte. Aber durch sein Alter glaube ich, dass er einfach, im Vergleich
zu seinem Gegner, zu langsam geworden ist.
Karsten Knöchlein: Wright knapp nach Punkten
Hopkins gegen Wright wird sicherlich keine Schlacht wie Gatti gegen Ward
werden, aber wer auf taktisches Boxen mit Doppeldeckung etc. steht, der
dürfte bei diesem Kampf auf seine Kosten kommen.
Ich denke, wir werden einen ausgeglichenen und von Taktik geprägten
Kampf sehen. Schwer zu sagen, wer am Ende die Nase vorne haben wird. Ich
vermute, die Punktrichter werden dem etwas aktiveren Winky Wright am Ende
einen knappen und umstrittenen Punktsieg zusprechen.
Peter Selzer: Wright nach Punkten
Und wieder ein Kampf, der ein paar Jahre zu spät kommt! Mag Hopkins
auch noch so eine starke Psyche und Physis haben, er ist ein alter Mann.
Wright hingegen ist ein Ausnahmeboxer, der zwar nicht geliebt wird, aber
höchsten Respekt verdient. Wright wird klar nach Punkten gewinnen.
Sebastian Swiecznik: Hopkins nach Punkten
Winky Wright boxt mit dem "Executioner" zum ersten mal
einen Mann, der ihm körperlich und boxerisch überlegen ist.
Zudem ist es bei Bernard Hopkins so wie bei einem guten Wein - umso älter,
desto besser. Wright boxt zu unvariabel, um Hopkins zu schlagen. Der Altmeister
wird ihn schnell durchschauen, seine Schwächen aufdecken und den
Kampf klar nach Punkten gewinnen.
Thomas Schlabe: Hopkins nach Punkten
In ihrer Blütezeit und gegen Boxer, die ihren Zenit schon
überschritten hatten (Antonio Tarver respektive Felix Trinidad) konnten
beide mit strategischem und technischem Geschick glänzen und den
Sieg davon tragen. Gegen einen jungen Jermain Taylor war dies aber wegen
voranschreitenden Alters nicht mehr der Fall gewesen, obwohl man über
die jeweiligen Kampfausgänge streiten mag. Wer aber nun meint, Winky
Wright aufgrund seines besseren Kampfes gegen den derzeitigen Mittelgewichts-Weltmeisters
zu favorisieren, dem sei gesagt, dass Hopkins ein ganz anderer Typ Boxer
als Taylor ist. Meines Erachtens wird der Größenvorteil sowie
das Gewichtslimit seinen wesentlichen Teil dazu betragen, dass der "Vollstecker"
genannte 42-jährige Altmeister den Kampf klar nach Punkten für
sich entscheiden wird. Fazit: Ziehe niemals Quervergleiche im Boxen zu
Rate!
Marco Zeininger: Hopkins nach Punkten
Hopkins gegen Wright wird ein klassischer Boxkampf, in dem zwei Meister
der Taktik und der Defensive sich gegenüber stehen. Ein wunderbarer
Kampf, in dem ich dem alten Hopkins aufgrund seiner physischen Überlegenheit
bessere Chancen einräume Der Kampf findet im Halbschwergewicht statt
und Wright wird körperliche Defizite nicht kompensieren können.
Benni Vivacqua: Unentschieden
Beide Boxer haben eine ungemeine Ringintelligenz gemeinsam. Noch niemals
sind sie in einem Kampf dominiert worden, denn sie sind es, die dem Gegner
ihr Konzept aufzwingen. Wie also kann ein Kampf verlaufen, wenn zwei solche
Alpha-Männchen aufeinander treffen? Vermutlich ausgeglichen, weshalb
ich auf ein Unentschieden tippe.
Fazit:
Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Bernard
Hopkins als Sieger: 7 x Hopkins, 5 x Wright,
1 x Unentschieden
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