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BP-Prognosen:
Wladimir
Klitschko
vs.
Sultan Ibragimov

Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für
den anstehenden Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht am Samstag, den
22. Februar 2008, zwischen
Wladimir
Klitschko (Foto) und Sultan
Ibragimov.
Jörg Dubiel:
Klitschko durch TKO in Runde 10
Nur wenn Ibragimov risikoreich boxt, sehe ich für ihn Chancen
gegen Klitschko. Eine "Sicherheits-Nummer" wie gegen Briggs
und Holyfield wird ihn gegen Klitschko nicht zum Erfolg führen, denn
auf langer Distanz hat Klitschko seine Stärken. Der Russe muss sich
in kurze Distanz bringen und versuchen, Kombinationen unterzubringen,
bevor der IBF-Weltmeister klammert. Doch dabei geht er nunmal das Risiko
ein, selbst getroffen zu werden, denn während seiner Angriffe ist
Ibragimov oftmals für Kontertreffer offen.
Sultan Ibragimov ist gewiss nicht chancenlos, aber es spricht doch zuviel
für Klitschko. Ich denke, dass Ibragimov allmählich die Kräfte
schwinden werden und die momentane Nummer eins des Schwergewichts in den
späten Runden die Entscheidung suchen wird.
Karsten Fritsche: Ibragimov durch TKO in Runde 4
Fragt man die "Internetfreaks", hat Klitschko bereits gewonnen,
ist Dominator des Schwergewichts und schon wieder unbesiegbar. Ihm gegenüber
steht ein Hausmeister, untrainiert, verkehrt herum. Wenn die Chancen so
einseitig verteilt erscheinen und der Sieg nur noch Formsache ist, habe
ich immer ein mulmiges Gefühl, denn eines gilt im Boxen nach wie
vor: Runter auf den Boden der Tatsachen kommen sie immer. Bei Wladimir
Klitschko könnte es schon wieder so weit sein, daher tippe ich auf
eine Klatsche für Klitsche.
Thorsten Fritsche: Ibragimov knapp nach Punkten
Ibragimov hat in seinen beiden vergangenen Weltmeisterschaftskämpfen
vielleicht nicht unbedingt beeindruckt, aber taktisch sehr klug geboxt.
Daher denke ich, dass er auch gegen Klitschko mit einem brauchbaren Plan
in den Ring steigt. Vermutlich wird er mit geschickten Meidbewegungen
im Oberkörper Klitschkos Jab zu negieren versuchen. Zudem verfügt
der Rechtsausleger über eine schnelle linke Schlaghand, was dem Ukrainer
schon in der Vergangenheit Probleme bereitete. Ich glaube nicht, dass
es Ibragimov gelingen wird, Klitschko vorzeitig zu stoppen, doch es dürfte
genügen, um die Mehrzahl an Runden zu gewinnen.
Sebastian Gutknecht: Klitschko durch TKO in Runde 9
Der IBF-Weltmeister wird in der Anfangsphase seine Probleme mit dem
kleineren, beweglicheren Russen haben. In den ersten Runden wird Klitschko
daher zumeist mit der Führhand agieren und die rechte Gerade nur
sehr dosiert einsetzen. Mit zunehmender Kampfdauer wird er aber auch versuchen,
mit dem linken Haken über den "Jab" des Rechtsauslegers
Ibragimov ins Ziel zu kommen. Damit sollte dem Ukrainer ein kampfentscheidender
Treffer gelingen. Falls nicht, wird es ein verdienter Punktsieg.
Dr.
Constantin Hofmann: Klitschko durch TKO in Runde
8
In den ersten Runden wird Wladimir Klitschko möglicherweise
noch Probleme haben mit dem kleineren und beweglicheren Ibragimov. Mit
zunehmender Kampfesdauer wird er sicherer werden und immer wieder gezielt
seine Führhand ins Ziel bringen. Wenn er dann nach der Hälfte
des Kampfes ab und zu auch seine Schlaghand hinterher bringt, sollte ihm
ein vorzeitiger Sieg gelingen.
Andreas Kämpfe: Klitschko durch TKO in Runde 8
Sultan Ibragimov ist ein smarter Boxer, der sicher einige Zeit den Schlägen
Klitschkos aus dem Weg gehen kann. Allerdings frage ich mich, wie er den
Kampf gewinnen will. Ein Punktsieg gegen einen über den Jab aufbauenden
Klitschko halte ich für unmöglich. Gegen einen klassischen KO
spricht die mangelnde Schlagkraft Ibragimovs. Und der WBO-Titelträger
ist auch nicht der Typ, um ein so hohes Tempo anzuschlagen, dass Klitschko
wieder zusammenfällt.
Daher glaube ich an einen Sieg von Wladimir Klitschko, wahrscheinlich
sogar in der Zeit, wenn sein Gegner frustriert wird oder schlichtweg weich
geklopft wurde.
Wolfgang Schiffbauer: Klitschko durch KO in 5 Runden
Die Titelvereinigung zwischen IBF-Champion Wladimir Klitschko
und WBO-Titelträger Sultan Ibragimov wird eine klare Sache. Ich halte
Ibragimov durchaus für einen guten Boxer, der über schnelle
Hände und eine anständige Technik verfügt. Nur zu überzeugen
weiß er selten. Weder bei seinem Titelgewinn gegen Shannon Briggs
noch bei seinem Sieg über Box-Legende Evander Holyfield. Trotzdem
zeigte er dort eine gute taktische Marschroute und gewann beide Duelle
verdient. Sein Problem wird aber sein, dass Klitschko mindestens genauso
schnell und größer ist. Der Ukrainer schlägt eine der
besten Führhände, die es aktuell im Profiboxen zu bestaunen
gibt. Seine rechte Gerade gleicht einem Vorschlaghammer. Boxerisch ist
Klitschko gut, er hat seinen Stil seinem größten Manko, seinen
Nehmerfähigkeiten, angepasst. Und unter Meister-Trainer Emanuel Steward
zeigte er sich zuletzt stark verbessert. Wie einst Corrie Sanders ist
Ibragimov zwar schnell und Rechtsausleger, aber verfügt nicht über
dessen Schlagkraft. Außerdem dürfte der IBF-Weltmeister darauf
besser eingestellt sein als bei der Sanders-Niederlage. Ich glaube, dass
Klitschko den Kampf dominiert und innerhalb von fünf Runden beendet.
Thomas Schlabe: Klitschko durch KO in Runde 8
An diesem Wochenende findet der erste Vereinigungskampf des 21.
Jahrhunderts statt, aber meiner Einschätzung nach wird das Aufeinandertreffen
von Wladimir Klitschko und Sultan Ibragimov eher weniger spektakulär
als es vermuten lässt. Nach einer wohl schon nahezu bei Klitschko-Kämpfen
zum Standard verkommenen Abtastphase in den ersten drei Runden, in denen
der Ukrainer seine Führhand beginnt zu etablieren, nimmt der Schlagabtausch
in den mittleren Runden zu. Ibragimov, der von Anfang an kein Mittel findet,
um Klitschko zu boxen, wird hier nun versuchen, den größeren
Mann überfallartig aus seiner Rechtsauslage zu treffen. Gelingen
wird ihm dies wohl eher weniger. Vielmehr sehe ich die Deckung des Russen,
dank guter Körpertreffer Klitschkos, sinken. Um Runde acht herum
kann Ibragimov dann nicht mehr dagegenhalten und wird hart getroffen zu
Boden befördert. Eben ein typischer Klitschko-Kampf der letzten Jahre.
Peter Selzer: Klitschko durch KO in Runde 4
Dank eines geradezu peinlichen Leistungsniveaus im Schwergewicht
ist Ibragimov Weltmeister. Aufgrund seiner nicht überragenden Schlagkraft
und seiner körperlichen Unterlegenheit wird er zwei bis drei Runden
ständig in die linke Führungshand Klitschkos laufen und schließlich
völlig unspektakulär KO gehen.
Klitschko KO Ibragimov Runde 4 in einem völlig spannungsarmen Kampf.
Dirk Alexander Stahns: Klitschko durch TKO in Runde 10
Sultan Ibragimov ist zwar ein schneller und beweglicher Rechtsausleger,
aber es wird ihm wahrscheinlich nicht gelingen, die Reichweitenvorteile
von Wladimir Klitschko zu egalisieren und den Kampf zu bestimmen. Es ist
daher davon auszugehen, dass Ibragimov während des gesamten Kampfes
- von Wladimir Klitschkos exellenten Jab getrieben - an den Ringseilen
entlang gleiten wird, in der Hoffnung, einen schnellen und kampfentscheidenden
Konter zu laden. Wahrscheinlicher ist jedoch ein TKO-Sieg von Klitschko
in den hinteren Runden, zumal Ibragimov in einigen Kämpfen bereits
Konditionmängel offenbarte, was bei ihm fast immer mit einer Vernachlässigung
der Deckungsarbeit einher geht.
Benni Vivacqua: Klitschko durch KO in Runde 5
Rechtsausleger Sultan Ibragimov ist Wladimir Klitschko körperlich
in einem Ausmaß unterlegen, welches er kaum durch seine taktische
Raffinesse wird ausgleichen können. Bevor er sich in Position für
seine linke Schlaghand bringen kann, wird Klitschko ihn ein ums andere
Mal mit seinem Jab abgefangen haben. Noch in der ersten Kampfhälfte
wird ein zermürbter Ibragimov nach den ersten harten Wirkungstreffern
KO gehen.
Marco Zeininger: Klitschko einstimmig nach Punkten
Ibragimov ist in einer gefährlichen Situation. Gegen Klitschko wird
es nicht reichen, so wie gegen Briggs oder Holyfield eine Sicherheitsnummer
zu boxen. Da wird er gegen einen Klitschko im Rhythmus früher oder
später KO gehen. Geht er aber auch zu forsch ans Werk, wird ihm eine
dann vorhandene Deckungslücke möglicherweise zum Verhängnis
werden.
Er wird meiner Meinung nach aber eher wenig Risiko als zu viel Risiko
eingehen und daher für Klitschko recht schwer zu treffen sein. Genauso
wird er aber umgekehrt Klitschko auch nicht zwingend treffen. Auf Ibragimovs
schnelle Konter dürfte der heutige Klitschko vorbereitet sein.
Da beide mit Hirn boxen und nicht unnötige Risiken eingehen, tippe
ich im Endeffekt recht klar auf den größeren, weitaus erfahreneren
Klitschko in einem von der Taktik geprägten, eher langweiligen Kampf.
Fazit:
Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Wladimir
Klitschko als Sieger: 10 x Klitschko,
2 x Ibragimov
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