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Krasniqi
bezwingt Monse knapp nach Punkten, Grigorian bleibt Weltmeister
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Die
Boxingpress-Scorecard
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Runden
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Krasniqi
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Monse
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1
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9
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10
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2
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Gesamt
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115
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112
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"Ich
bin froh, dass ich noch gewonnen habe. Diese Leistung hatte ich Rene Monse
nicht zugetraut," sagte Krasniqi nach dem Kampf. In der Tat schien
der 30-Jährige mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit
in den Ring gestiegen zu sein. Auch während der späteren Runden
liess sich Krasniqi zu arroganten Gesten im Ring gegenüber Monse
hinreißen, die angesichts seiner eher mässigen Leistung nicht
nur unsportlich, sondern auch völlig überflüssig waren.
Die Deckung des "best kept secret" im Schwergewicht (laut Ring
Magazine) war erschreckend schwach, seine Führhand setzte Krasniqi
fast überhaupt nicht ein und gegen die solide Deckung Monse's wirkte
der neue Europameister größtenteils ideenlos. Um in einem WM-Kampf
bestehen zu können, werden der Rottweiler und sein Trainer Michael
Timm noch eine Menge Arbeit vor sich haben.
Monse, dem man eine solche Leistung nach seinen teils schmeichelhaften Siegen in den letzten Jahren nicht zugetraut hatte, zeigte sich als fairer Verlierer: "Das Urteil geht in Ordnung. In den letzten drei Runden habe ich den Kampf verloren." Sein Trainer Werner Kirsch bemängelte, dass Rene nicht entschlossen nachgesetzt habe. "Aber er hat sich ein Rematch verdient," meinte Kirsch, der seinen Schützling "noch nie so stark gesehen" hatte.
Krasniqis Manager Klaus-Peter Kohl stellte dem Verlierer dann auch einen Revanche-Kampf in Aussicht und erteilte Timo Hoffmann, der als nächster Herausforderer gehandelt wird, für einen EM-Fight gegen den neuen Titelträger vorerst eine Absage: "Er hat sich mit seinen abwertenden Äußerungen über die beiden EM-Fighter erst einmal selbst disqualifiziert." Monse will erst nach einem längeren Urlaub entscheiden, ob er das Angebot annimmt. "Ich werde ihn dazu überreden," sagt Trainer Kirsch.
Der zweite Hauptkampf des Abends verlief sehr einseitig. Der in Hamburg lebende usbekische WBO-Weltmeister Artur Grigorian hatte es bei seiner 15. Titelverteidigung im Leichtgewicht mit dem 31-jährigen Mexikaner Rocky Martinez zu tun. Letzterer bewies zwar Kämpferherz und steckte auch reihenweise harte Schläge weg, doch schon nach kurzer Zeit war offensichtlich, dass Martinez rein gar nichts in einem WM-Kampf zu suchen hatte.
Für den das dritte Mal einen Anlauf auf einen WM-Titel startenden Martinez begann der Kampf denkbar schlecht. Bereits ab der 2. Runde behinderte den Boxer aus Acapulco ein Cut über dem rechten Auge. Der sehr bewegliche Grigorian war ihm in jederlei Hinsicht überlegen und zeigte sein ganzes boxerisches Können, weil der Herausforderer über keinerlei Gegenmittel verfügte. Ein genauer Blick in den Kampfrekord des Mexikaners offenbart, dass er seine bis dato fünf Niederlagen allesamt gegen Klasse-Gegner bezog - seine 36 Siege hingegen entstanden fast ausschließlich gegen ausgesuchte Verlierer. Wirklich mehr als schleierhaft, was diesen Mann für einen WM-Kampf qualifiziert hatte.
Nach
einer Reihe von klaren Treffern in der 8. Runde brach Ringrichter Paul
Thomas den Kampf ab. Verfrüht aus Sicht der meisten Beobachter,
denn Martinez war weder angeschlagen, noch hätte ihn die Cut-Verletzung
derartig behindert bzw. gefährdet. Der Herausforderer war bis dahin
zwar chancenlos, doch gerade für einen Mexikaner ist es nicht unüblich,
eine Reihe von Treffern zu kassieren, um am Ende doch noch den entscheidenden
Schlag anbringen zu können. Doch dazu wäre es aller Wahrscheinlichkeit
nach auch in den verbleibenden vier Runden nicht mehr gekommen, zu drückend
war die Überlegenheit des Weltmeisters. "Zwei Jahre kann
ich bestimmt noch auf diesem Niveau boxen. Erst dann werde ich zurücktreten,"
sagte der 34-jährige Grigorian nach dem Kampf.
Die
weiteren Ergebnisse des Abends: Andreas Kotelnik TKO2 Vlado Varheghyi
(Leichtgewicht), Konstantin Onofrei KO4 Daniel Jerling (Schwergewicht),
Bert Schenk TKO3 Stefan Stanko (Mittelgewicht), Malik
Dziarra KO5 Justin Ganiza,
Robert Stieglitz TKO2 Terence Paliso, Lukas Konecny W6 Ashley Calvin,
Dirk Dzemski KO2 Gabor Balogh
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