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Markus
Beyer holt sich den WM-Titel zurück
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Die
BoxingPress-Scorecard
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Runden
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Lucas
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Beyer
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Gesamt
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114
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114
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Markus Beyer hat eine boxerisch starke Leistung hingelegt, die ihm viele Experten nicht mehr zugetraut hätten. Seine Konzentration und seine Cleverness waren beeindruckend und ließen Lucas über weite Strecken ratlos agieren. Beyer war dem Weltmeister - zur Überraschung vieler - boxerisch überlegen. Dennoch hat der 31-Jährige insgesamt zu wenig getan, blieb zu defensiv, um als Herausforderer den Titel zu gewinnen. Dabei hätte Beyer diesen Kampf weitaus klarer für sich gestalten und auch nach einhelliger Ansicht gewinnen können. Doch die Angst, sich klare Treffer einzufangen, schien den Deutschen über weite Strecken in der Offensive zu lähmen. Dies mahnte in vielen Rundenpausen auch sein Trainer Ulli Wegner zu Recht an: "Eine gute Aktion pro Runde reicht nicht, du musst mehr machen!" Der symphatische Beyer gab seinem Trainer nach dem Kampf - gewohnt selbstkritisch - in dieser Hinsicht Recht.
Eric Lucas hingegen agierte nach gutem Beginn erschreckend eindimensional und einfallslos, eines Weltmeisters nicht würdig. Sein Distanzgefühl war desaströs, zu viele seiner Angriffe landeten im Nichts oder auf der Deckung seines Herausforderers. Zudem verschwendete der Kanadier seine Kraft in vielen Einzelschlägen und kam nicht damit zurecht, dass ihm Beyer kein statisches Ziel bot. Seine Kondition in der zweiten Kampfeshälfte war mangelhaft. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wie bereits im BoxingPress-Vorbericht erwähnt, hatte Lucas es bei seinen bisherigen Titelverteidigungen nur mit sehr offensiv orientierten Gegner zu tun. Catley, Thobela, Pazienza und Sheika waren Repräsentanten eines typischen Brawler-Stils, der dem Konterboxer Lucas offensichtlich gut zu liegen scheint. Mit dem Rechtsausleger und Konterboxer Beyer kam der Weltmeister weitaus schlechter zurecht.
Kurzum:
Ein Herausforderer kann einen WM-Titel nicht gewinnen, wenn er fast ausschließlich
eine hervorragende Defensive mit wenigen offensiven Aktionen anzubieten
hat. Genausowenig kann ein Weltmeister seinen Titel verteidigen, wenn
er über zehn Runden hinweg fast nur in die Luft oder auf die Deckung
schlägt und sich bei seinen Attacken zum Teil boxerisch vorführen lässt.
Eric Lucas hat für seine Verhältnisse eine schlechte Leistung
geboten, Markus Beyer eine gute. "Gewonnen" im eigentlichen
Sinne hat dabei keiner der beiden. Der "Gewinner" des Kampfabends
in Leipzig heißt jedoch zweifellos Markus Beyer.
Eine
Foto-Galerie zu diesem Kampf liefert der Kölner Express...
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