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Ina Menzer vs. Stacey Reile
- Der Bericht


von Karsten und Thorsten Fritsche


Wie schlägt man eine Gegnerin, von der man fast nichts weiß? Diese Frage stellte sich Ina Menzer (auf Foto rechts) vor ihrer Titelverteidigung gegen Stacey Reile am Samstag im Burg-Wächter Castello in Düsseldorf. Tatsächlich hatte die Mönchengladbacherin während der Vorbereitung kaum Bildmaterial von ihrer Gegnerin gesehen. Doch ihr Trainer Michael Timm fand in der Besinnung auf die eigenen Stärken das richtige Konzept. Wladimir Sidorenko hingegen wusste genau, was ihn mit seinem Gegner Anselmo Moreno aus Panama erwartete: ein deutlich größerer und sehr beweglicher Rechtsausleger. Diese undankbare Aufgabe hatte der kleine Ukrainer bereits zweimal in Ricardo Cordoba vor sich und bekam nach einem guten Kampf jeweils nur ein Unentschieden zugesprochen. Ein schlechtes Omen?


1. Kampf: Lucia Morelli vs. Borislava Goranova, Juniorweltergewicht, angesetzt auf sechs Runden

Bereits vor zwei Jahren hatte Lucia Morelli die Bulgarin Borislava Goranova über die Punkte besiegt. Auch am Samstag war Morelli die klar bessere Boxerin und bestimmte über die komplette Distanz das Kampfgeschehen. In jeder Runde landete die gut austrainierte Offenburgerin die Mehrzahl der Treffer. Die sehr defensiv eingestellte Goranova konnte zwar über die Zeit kommen, tat aber zu wenig, um die 24. Niederlage im 27. Kampf abzuwenden.

Offizielles Ergebnis: Siegerin einstimmig nach Punkten Lucia Morelli


2. Kampf: Eduard Gutknecht vs. Jose Hilton Dos Santos, Supermittelgewicht, angesetzt auf acht Runden

Eduard Gutknecht bekam es mit dem Rechtsausleger Jose Hilton Dos Santos zu tun. Ob die Linke des Brasilianers tatsächlich seine starke Hand ist, darf jedoch bezweifelt werden. Seine Schlaghand schmiss er zumeist wild und ungenau und wurde nicht selten von den eigenen Schlägen mitgerissen. Daher kam Gutknecht bereits in der zweiten Runde zu harten Treffern, so dass Dos Santos nicht nur wegen seiner schlechten Beinarbeit durch den Ring taumelte. Eine halbe Minute vor Ende des Durchgangs mußte der Gastboxer zu Boden. Zwar reklamierte Dos Santos, über das Bein seines Gegners gefallen zu sein, doch erkannte Ringrichter Klaus Griesel auf Niederschlag.

Auch wenn Gutknecht den Kampf zu jeder Zeit kontrollierte, verpasste er immer wieder die Chance, mit seiner eigenen Schlaghand zur Stellte zu sein, wenn sein Gegner nach Heumachern mit der Linken weit offen vor ihm stand. Nur in Runde vier nutzte der Schützling von Trainer Magomed Schaburow die Gelegenheit für einen Cross und erzielte auch sofort Wirkung, konnte aber nicht entscheidend nachsetzen. Ab diesem Zeitpunkt drängte Gutknecht auf einen vorzeitigen Sieg und trieb den sichtlich erschöpften Dos Santos durch den Ring. Doch immer wenn der Ringrichter bereit schien, das einseitige Gefecht abzubrechen, zeigte der Brasilianer nochmal Aktionen und kam zu vereinzelten Treffern. Zur Not verschaffte er sich Pausen durch Klammern oder verlor den Mundschutz, was ihm in der siebten Runde einen Punktabzug einbrachte. Ob es an dem fehlenden Killerinstinkt von Gutknecht oder den zahlreichen Kampfunterbrechungen lag, dass sich Dos Santos über die Zeit taumeln konnte, ist schwer zu sagen. Letztendlich gewann „Eddy“ Gutknecht mit 80:70, 80:69 und 80:70 verdient und deutlich nach Punkten.

Offizielles Ergebnis: Sieger einstimmig nach Punkten Eduard Gutknecht


3. Kampf: Taras Bidenko vs. Michael Sprott, Schwergewicht, angesetzt auf zehn Runden

Im Gegensatz zu seinem letzten Auftritt in Deutschland, als Michael Sprott gegen Rene Dettweiler gewann, war der Brite diesmal nicht erschienen, um einen Boxkampf zu verhindern. Gegen Taras Bidenko (Foto) hatte er sich offensichtlich Siegchancen ausgerechnet und begann die erste Runde sehr aktiv. Sprott hatte zu Kampfbeginn die klar schnelleren Hände und punktete mit der Führhand. Dazwischen erlaubte er sich ein paar Schaueinlagen, die an „Kampfhuhn“ Roy Jones Jr. erinnerten, doch mit einem linken Aufwärtshaken, der hart ins Ziel traf, setzte Sprott zum Ende der Runde auch noch ein boxerisches Glanzlicht. Der zweite Durchgang gehörte ebenfalls dem Athleten aus Reading, obwohl seine Aufwärtshaken nicht mehr trafen. Bidenko nutzte jedoch nicht die Gelegenheiten für Konter. Er wirkte gehemmt, zeigte sehr wenig Aktionen und verpasste die ersten zwei Runden komplett.

Erst in Runde drei war mehr vom Ukrainer zu sehen, der allmählich über die Führhand in den Kampf fand. Stand der Schützling von Trainer Valentin Silaghi zunächst noch etwas zu dicht am Mann, fand er in Runde vier die Distanz besser und landete mit seinen Geraden klare Treffer. Jedoch nutzte Sprott seine schnelleren Hände für Konter. Offensichtlich hatte Bidenko gehörigen Respekt vor der Schlaghärte seines Gegners und startete zur Mitte des Kampfes wieder weniger Aktionen pro Runde. Aber auch Sprott wurde sichtlich langsamer und seine Schläge kamen nicht mehr so druckvoll. Zwar gewann der Engländer die siebte Runde nochmal durch die Mehrzahl an Aktionen, doch gelang es Taras Bidenko von da an, den Kampfverlauf zu drehen. Vor allem mit kurzen Kombinationen zum Körper konnte der 28-Jährige immer wieder punkten. Auch die Schlussrunde entschied er für sich, nachdem er den angreifenden Sprott mit Kontern wieder in die Defensive zwang. Kurz vor Rundenende erzielte Bidenko sogar Wirkung, als seine Rechte mit Wucht die Schläfe des Briten traf.

Die Punktrichter sahen Taras Bidenko mit zweimal 97:93 und einmal 97:94 nach Punkten vorne, sehr zum Unmut von Michael Sprott und dessen Betreuern. Das Ergebnis ist nach Meinung der Autoren zu deutlich für den UBP-Boxer ausgefallen. Allerdings sollte sich Sprott nicht beschweren, er hatte Bidenko mehrmals den Schneid abgekauft, aber wieder in den Kampf gelassen. Mehr als ein Unentschieden war für ihn nicht drin.

Offizielles Urteil: Einstimmiger Sieger nach Punkten Taras Bidenko


4. Kampf: Wladimir Sidorenko vs. Anselmo Moreno, WBA-Weltmeisterschaft im Bantamgewicht, angesetzt auf zwölf Runden

Der deutlich größere Anselmo Moreno stellte „das kleinste Kraftwerk der Welt“ von Beginn an vor erhebliche Probleme. Der 22-Jährige aus Panama schlug eine lange rechte Führhand, bewegte sich schnell auf den Beinen und hielt den Champion damit geschickt auf Abstand. Somit war die Marschroute für Wladimir Sidorenko (auf Foto links) bereits vorgegeben: Er musste ständig nach vorn marschieren, den Gegner unter Druck setzen und in den Infight kommen. Doch in den ersten zwei Runden gelang dies dem Ukrainer fast nie. Zwar peitschte sein Trainer Michael Timm ihn verbal immer wieder nach vorn, doch der 31-Jährige blieb noch viel zu oft stehen und ließ Moreno entkommen, der wiederholt mit langen Schlägen zum Kopf traf. Erst in Runde drei kam Sidorenko dichter an Moreno heran und kam selbst häufiger zu Treffern. Lockere Schläge und eine ständige Vorwärtsbewegung, wie aus der Ecke gefordert, schienen allmählich den Erfolg zu bringen, zumal Moreno unter Druck immer wieder seine Rechtsauslage verlor und frontal stehend am Körper ein Ziel bot. Auch in den Durchgängen vier und fünf setzte der Weltmeister diese Taktik fort, doch insgesamt war es Moreno, der mehr Treffer landete, was auch daran lag, dass Sidorenko oft zu lange brauchte, bis er die Fäuste fliegen ließ. In Runde fünf benötigte Moreno nach einem Körpertreffer Sidorenkos, der jedoch zu tief landete, eine längere Pause, bevor er weiterboxen konnte. Allerdings sah es aus, als ob dem Mann aus Panama die Unterbrechung sehr willkommen kam.

In der sechsten Runde zeigte Sidorenko dann seine bis dahin beste Leistung. Dem Ukrainer gelang es, den Druck noch einmal zu erhöhen und damit den Kampfverlauf zu bestimmen. Er traf jetzt auch öfter ins Ziel, besonders wenn er zum Körper seines Widersachers schlug. Zwar konnte Moreno den siebten Durchgang wieder knapp für sich entscheiden, da er einige gute Kopftreffer landete, doch insgesamt gewann der Champion nun Oberwasser. Er stand Moreno fast pausenlos auf den Füßen und bearbeitete ihn mit Schlägen. Die bis dahin schnelle Führhand des Herausforderers kam ab Runde acht meist nur noch herausgestupst, um den Kontrahenten auf Distanz zu halten, traf aber wesentlich seltener, als noch zu Beginn des Kampfes. Überhaupt schien Moreno langsam beißen zu müssen. Er duckte sich nun oft tief ab oder klammerte, was zu mehrfachem Aneinanderstoßen der Köpfe führte. Daher war es wenig verwunderlich, dass beide Boxer Cutverletzungen erlitten. Vor allem in den Runden neun und zehn wurde viel geklammert und gewühlt, wobei Sidorenko jedoch aktiver und frischer wirkte.

Offensichtlich verfügte Moreno in Durchgang elf über die berühmte zweite Luft. Er bewegte sich nun wieder schneller auf den Beinen und blieb auf Distanz, während Sidorenko müde wirkte. Dementsprechend fiel diese Runde deutlich zu Gunsten des Herausforderers aus. Doch im finalen Durchgang drehte auch der Ukrainer noch einmal auf und griff wieder an. Er traf mehrfach klar zum Kopf und hinterließ einmal sogar sichtliche Wirkung. In den letzten 30 Sekunden hielt Moreno noch einmal dagegen und beide Boxer lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.

Am Ende bewerteten die drei Punktrichter diesen spannenden und insgesamt sehr engen Kampf überraschend deutlich und einstimmig mit 116:113, 116:112 und 116:112 zugunsten von Anselmo Moreno, der damit neuer WBA-Weltmeister im Bantamgewicht wurde. Der Punktsieg für den Boxer aus Panama ist sicher vertretbar, da der Ukrainer an diesem Abend nicht überzeugend wirkte und seine Aufgabe gegen Cordoba noch wesentlich besser gelöst hatte, doch in dieser Deutlichkeit ist das Urteil viel zu hoch. Vor allem, dass die Punktrichter die Runden zehn und zwölf an Moreno gaben, wie sich später herausstellte, passt absolut nicht zum Kampfverlauf, waren diese Durchgänge doch zwei der stärksten Sidorenkos.

Offizielles Urteil: Sieger einstimmig nach Punkten Anselmo Moreno

Dietmar Poszwa, Geschäftsführer von Spotlight-Boxing, gab auf der Pressekonferenz im Anschluss der Veranstaltung bekannt, dass Universum Box-Promotion bei der WBA Protest gegen das Urteil eingelegt und um einen Rückkampf gebeten haben. Beim Hamburger Boxstall sah man den eigenen Athleten nicht als Verlierer. Der siegreiche Anselmo Moreno hingegen war natürlich der Meinung, den Kampf klar gewonnen zu haben. Jedoch sei er zu einem Rückkampf bereit, wie er verkündete. Der Ex-Champion, Wladimir Sidorenko, der Moreno nach dem Kampf fair gratuliert hatte, gab sich auf der Pressekonferenz diplomatisch. Er meinte, er hätte ein Unentschieden gerecht gefunden und wünschte sich die Chance, den Titel von Moreno zurückholen zu können. Sein Trainer Michael Timm fand hingegen wesentlich deutlichere Worte: „Ich bin von der Leistung der Punktrichter sehr enttäuscht. Nachdem man es mit Ricardo Cordoba schon zweimal versucht hat, es jedoch immer bei einem Unentschieden blieb, hat man Wladimir heute einen noch deutlicheren Sieg einfach aberkannt.

Die Scorecard des BoxingPress-Autors
Runden
Sidorenko
Moreno
1
9
10
2
9
10
3
10
9
4
9
10
5
9
10
6
10
9
7
9
10
8
10
9
9
10
9
10
10
9
11
9
10
12
10
9
Gesamt
114
114



5. Kampf: Alexander Alekseev vs. Louis Azille, Cruisergewicht, angesetzt auf zehn Runden


Alexander Alekseev (Foto) wirkte von Beginn an gegen den erfahrenen Louis Azille aus der Dominikanischen Republik sehr abgebrüht. In aller Ruhe ließ er den zehn Zentimeter kleineren Mann angreifen und bewegte sich ganz nach Belieben mit wenigen Schritten von ihm weg oder konterte ihn mit platzierten Schlägen aus. Schnell wurde die boxerische Überlegenheit des mit viel Übersicht agierenden Russen deutlich, der zudem auch noch über die schnelleren Hände verfügte. So dauerte es nicht lange und Alekseev begann, mehr Wucht in seine Schläge zu legen. Gegen Ende der Eröffnungsrunde schickte der 27-Jährige seinen zehn Jahre älteren Widersacher mit einem krachenden Aufwärtshaken seiner linken Schlaghand auf die Bretter. Azille kam jedoch wieder auf die Füße, hatte aber spätestens ab jetzt viel Respekt vor seinem Gegner. Er schaffte es zwar noch bis in die zweite Runde, doch dort war für ihn endgültig Feierabend. Eine sehenswerte Kombination aus linkem Aufwärtshaken und rechtem Kopfhaken des nun aggressiver agierenden Russen ließ ihn schwer zu Boden gehen. Ringrichter Arno Pokrandt zählte Azille nach 2:56 Minuten aus.

Offizielles Urteil: Sieger durch KO Alexander Alekseev


6. Kampf: Ina Menzer vs. Stacey Reile, WIBF und WBC-Weltmeisterschaft im Federgewicht, angesetzt auf zehn Runden

Laut Michael Timm hatte sich Ina Menzer (auf Foto rechts) im Vorfeld des Kampfes selbst verrückt gemacht, da sie ihre Gegnerin aus den USA nicht hatte auf Video studieren können. Wer sich jedoch die kurzen Videos von Stacey Reile im Internet ansah, konnte eine Boxerin ausmachen, die offensichtlich den Angriff liebt, jedoch über wenig Technik verfügt und deutlich sichtbare Deckungslücken bietet. Zudem verfügte sie nur über die Ringerfahrung aus acht Profikämpfen, da „Stay-Lo“ nie bei den Amateuren geboxt hatte. All das war auch bereits in der ersten Runde gegen Ina Menzer zu erkennen. Reile wirkte verkrampft, schlug zwar schnell und viele Kombinationen, jedoch wild und ungenau. Zudem kam sie auf den Beinen nicht mit, weshalb sie schnell die Balance verlor und es der Weltmeisterin leicht fiel, außerhalb der Schlagdistanz von Reile zu bleiben.

Ab Runde zwei erkannte Menzer, wie sehr die US-Amerikanerin für ihre rechte Schlaghand anfällig war. Wie die Mönchengladbacherin nach dem Kampf sagte, brauchte sie kaum mehr tun, als mit der linken Hand zum Körper anzudeuten und dann mit der Rechten zum Kopf schlagen. Genau das tat die Titelverteidigerin dann auch, sehr zur Freude ihrer zahlreich anwesenden Fans. An Reiles linkem Auge waren bald Kampfspuren auszumachen und die Überlegenheit der Deutschen wurde zusehends deutlicher. Die Schläge der Herausfordererin kamen jetzt beinahe ausnahmslos zu kurz, da „Stay-Lo“ aus viel zu großer Distanz schlug und somit noch mehr Möglichkeiten getroffen zu werden bot.

Dieses Bild setzte sich in Runde drei fort und zum Ende des Durchgangs zeichnete sich bereits ein vorzeitiger Sieg für die Titelverteidigerin ab. Fast mit dem Gong zur Rundenpause traf Menzers rechte Schlaghand die US-Amerikanerin am Hals und ließ sie bedenklich taumeln. Zweifellos bewahrte die Pause Reile vor einem sicheren Niederschlag. Doch Menzer setzte in Runde vier nach und landete weitere harte Treffer zum Kopf ihrer Gegnerin. Schließlich ließ eine weitere Schlaghand die inzwischen total überforderte Reile hart auf dem Ringboden aufschlagen. Ringrichter Daniel van de Wiele brach daraufhin den Kampf bei 1:39 Minuten ab. „Stay-Los“ linkes Auge war zu diesem Zeitpunkt bereits stark angeschwollen.

Auf der Pressekonferenz kündigte Michael Timm zum Spaß an, Ina Menzer in der Vorbereitung zukünftig grundsätzlich keine Videos ihrer Gegnerinnen mehr zeigen zu wollen.

Offizielles Urteil: Sieger durch technischen KO in Runde vier Ina Menzer


7. Kampf: Manuel Charr vs. Adnan Serin, Schwergewicht, angesetzt auf sechs Runden

„Styles make fights“, lautet eine alte Weisheit des Boxsports. Mit Manuel Charr(Foto) und Adnan Serin trafen zwei Schwergewichtler aufeinander, die zwar nicht zu den Spitzenleuten ihrer Gewichtsklasse zählen, sich aber als gutes Matchmaking erwiesen. So bekam das Publikum nach dem Hauptkampf ein sehr unterhaltsames Gefecht zu sehen, in dem es Serin gelang, seinen deutlich größeren Gegner in den Rückwärtsgang zu zwingen. Immer wieder konnte der Aachener die Distanz überbrücken und punktete mit Körpertreffern. Aber auch Charr hatte in den ausgeglichenen Anfangsrunden seine Momente, wenn er seinen Jab nutzte, um den Gegner abzufangen und er zumindest die Halbdistanz wahren konnte.

In Runde drei traf Serin mit einem rechten Cross, der seinen Gegner kurzzeitig beeindruckte. Der von Fritz Sdunek betreute Boxer wollte sich sofort revanchieren und lieferte sich einen offenen Schlagabtausch, wodurch der Kampf noch zusätzlich an Fahrt gewann. Zu unschönen Szenen kam es jedoch, nachdem Charr einen Ellbogenstoß reklamierte und nach dem Stopkommando noch einen Schlag ausführte.

Zur Mitte der fünften Runde zeigten die wuchtigen Schläge bei Adnan Serin Wirkung. Zwar wurde er zu Boden gestoßen, was Ringrichter Klaus Griesel als Niederschlag wertete, doch war der „ista man“ nun sichtlich erschöpft. Es gelang ihm nur noch selten, in der kurzen Distanz Treffer zu landen, was Charr für einige schöne Kombinationen nutzte. Aufgrund seiner Überlegenheit in den zwei letzten Runden gewann der „Diamond Boy“ den Kampf verdient mit 58:55 auf allen drei Punktzetteln.

Offizielles Urteil: Sieger einstimmig nach Punkten Manuel Charr
Montag, 02. Juni 2008


 
     

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