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Ina Menzer vs. Stacey Reile
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| Die
Scorecard des BoxingPress-Autors |
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| Runden |
Sidorenko |
Moreno |
| 1 |
9 |
10 |
| 2 |
9 |
10 |
| 3 |
10 |
9 |
| 4 |
9 |
10 |
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9 |
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| 6 |
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9 |
| 7 |
9 |
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| 8 |
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9 |
| 9 |
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9 |
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10 |
9 |
| 11 |
9 |
10 |
| 12 |
10 |
9 |
| Gesamt |
114 |
114 |
5. Kampf: Alexander Alekseev vs. Louis Azille, Cruisergewicht, angesetzt
auf zehn Runden
Alexander
Alekseev (Foto) wirkte von Beginn an gegen
den erfahrenen Louis Azille aus der Dominikanischen Republik
sehr abgebrüht. In aller Ruhe ließ er den zehn Zentimeter kleineren
Mann angreifen und bewegte sich ganz nach Belieben mit wenigen Schritten
von ihm weg oder konterte ihn mit platzierten Schlägen aus. Schnell
wurde die boxerische Überlegenheit des mit viel Übersicht agierenden
Russen deutlich, der zudem auch noch über die schnelleren Hände
verfügte. So dauerte es nicht lange und Alekseev begann, mehr Wucht
in seine Schläge zu legen. Gegen Ende der Eröffnungsrunde schickte
der 27-Jährige seinen zehn Jahre älteren Widersacher mit einem
krachenden Aufwärtshaken seiner linken Schlaghand auf die Bretter.
Azille kam jedoch wieder auf die Füße, hatte aber spätestens
ab jetzt viel Respekt vor seinem Gegner. Er schaffte es zwar noch bis
in die zweite Runde, doch dort war für ihn endgültig Feierabend.
Eine sehenswerte Kombination aus linkem Aufwärtshaken und rechtem
Kopfhaken des nun aggressiver agierenden Russen ließ ihn schwer
zu Boden gehen. Ringrichter Arno Pokrandt zählte Azille nach 2:56
Minuten aus.
Offizielles Urteil: Sieger durch KO Alexander Alekseev
6. Kampf: Ina Menzer vs. Stacey Reile, WIBF und WBC-Weltmeisterschaft
im Federgewicht, angesetzt auf zehn Runden
Laut
Michael Timm hatte sich Ina Menzer (auf Foto rechts)
im Vorfeld des Kampfes selbst verrückt gemacht, da sie ihre
Gegnerin aus den USA nicht hatte auf Video studieren können. Wer
sich jedoch die kurzen Videos von Stacey Reile im Internet
ansah, konnte eine Boxerin ausmachen, die offensichtlich den Angriff liebt,
jedoch über wenig Technik verfügt und deutlich sichtbare Deckungslücken
bietet. Zudem verfügte sie nur über die Ringerfahrung aus acht
Profikämpfen, da „Stay-Lo“ nie bei den Amateuren geboxt
hatte. All das war auch bereits in der ersten Runde gegen Ina Menzer zu
erkennen. Reile wirkte verkrampft, schlug zwar schnell und viele Kombinationen,
jedoch wild und ungenau. Zudem kam sie auf den Beinen nicht mit, weshalb
sie schnell die Balance verlor und es der Weltmeisterin leicht fiel, außerhalb
der Schlagdistanz von Reile zu bleiben.
Ab Runde zwei erkannte Menzer, wie sehr die US-Amerikanerin für ihre
rechte Schlaghand anfällig war. Wie die Mönchengladbacherin
nach dem Kampf sagte, brauchte sie kaum mehr tun, als mit der linken Hand
zum Körper anzudeuten und dann mit der Rechten zum Kopf schlagen.
Genau das tat die Titelverteidigerin dann auch, sehr zur Freude ihrer
zahlreich anwesenden Fans. An Reiles linkem Auge waren bald Kampfspuren
auszumachen und die Überlegenheit der Deutschen wurde zusehends deutlicher.
Die Schläge der Herausfordererin kamen jetzt beinahe ausnahmslos
zu kurz, da „Stay-Lo“ aus viel zu großer Distanz schlug
und somit noch mehr Möglichkeiten getroffen zu werden bot.
Dieses Bild setzte sich in Runde drei fort und zum Ende des Durchgangs
zeichnete sich bereits ein vorzeitiger Sieg für die Titelverteidigerin
ab. Fast mit dem Gong zur Rundenpause traf Menzers rechte Schlaghand die
US-Amerikanerin am Hals und ließ sie bedenklich taumeln. Zweifellos
bewahrte die Pause Reile vor einem sicheren Niederschlag. Doch Menzer
setzte in Runde vier nach und landete weitere harte Treffer zum Kopf ihrer
Gegnerin. Schließlich ließ eine weitere Schlaghand die inzwischen
total überforderte Reile hart auf dem Ringboden aufschlagen. Ringrichter
Daniel van de Wiele brach daraufhin den Kampf bei 1:39 Minuten ab. „Stay-Los“
linkes Auge war zu diesem Zeitpunkt bereits stark angeschwollen.
Auf der Pressekonferenz kündigte Michael Timm zum Spaß an,
Ina Menzer in der Vorbereitung zukünftig grundsätzlich keine
Videos ihrer Gegnerinnen mehr zeigen zu wollen.
Offizielles Urteil: Sieger durch technischen KO in Runde vier Ina Menzer
7. Kampf: Manuel Charr vs. Adnan Serin, Schwergewicht, angesetzt
auf sechs Runden
„Styles
make fights“, lautet eine alte Weisheit des Boxsports. Mit Manuel
Charr(Foto) und Adnan Serin trafen
zwei Schwergewichtler aufeinander, die zwar nicht zu den Spitzenleuten
ihrer Gewichtsklasse zählen, sich aber als gutes Matchmaking erwiesen.
So bekam das Publikum nach dem Hauptkampf ein sehr unterhaltsames Gefecht
zu sehen, in dem es Serin gelang, seinen deutlich größeren
Gegner in den Rückwärtsgang zu zwingen. Immer wieder konnte
der Aachener die Distanz überbrücken und punktete mit Körpertreffern.
Aber auch Charr hatte in den ausgeglichenen Anfangsrunden seine Momente,
wenn er seinen Jab nutzte, um den Gegner abzufangen und er zumindest die
Halbdistanz wahren konnte.
In Runde drei traf Serin mit einem rechten Cross, der seinen Gegner kurzzeitig
beeindruckte. Der von Fritz Sdunek betreute Boxer wollte
sich sofort revanchieren und lieferte sich einen offenen Schlagabtausch,
wodurch der Kampf noch zusätzlich an Fahrt gewann. Zu unschönen
Szenen kam es jedoch, nachdem Charr einen Ellbogenstoß reklamierte
und nach dem Stopkommando noch einen Schlag ausführte.
Zur Mitte der fünften Runde zeigten die wuchtigen Schläge bei
Adnan Serin Wirkung. Zwar wurde er zu Boden gestoßen, was Ringrichter
Klaus Griesel als Niederschlag wertete, doch war der „ista
man“ nun sichtlich erschöpft. Es gelang ihm nur noch selten,
in der kurzen Distanz Treffer zu landen, was Charr für einige schöne
Kombinationen nutzte. Aufgrund seiner Überlegenheit in den zwei letzten
Runden gewann der „Diamond Boy“ den Kampf verdient mit 58:55
auf allen drei Punktzetteln.
Offizielles Urteil: Sieger einstimmig nach Punkten Manuel Charr
Montag,
02. Juni 2008
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