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Die
nächste Sensation: Forrest bezwingt Mosley deutlich!
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Die
Boxingpress-Scorecard
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Runden
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Mosley
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Forrest
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1
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9
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Gesamt
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109
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116
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Vernon Forrest hat mit dieser Leistung eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass seine Vorschußlorbeeren gerechtfertigt waren. Der US-Amerikaner ist ein sehr gut ausgebildeter Boxer mit einem starken Punch und der Fähigkeit, eine Taktik konsequent über die gesamte Distanz zu verfolgen. Rückblickend betrachtet ist es eine traurige Tatsache, dass Forrest über acht Jahre hinweg sportlich kaum gefordert wurde. Viele gute Jahre hat der frisch gebackene Weltmeister mit unbedeutenden Kämpfen verschenkt. Ob man ihn nach dem Sieg über Mosley nun gleich zur neuen Nr.1 in den P4P-Ranglisten erheben sollte, bleibt dahingestellt. Ein einzelner Sieg kann auch immer eine Eintagsfliege sein.
Shane Mosley hat sich von den schweren Niederschlägen in der zweiten Runde nie mehr richtig erholt. Aber auch ohne diese Bodenbesuche hätte der Weltmeister mit dem Stil und den Größenvorteilen von Forrest wohl ernsthafte Schwierigkeiten bekommen. Mosley wirkte gegen den sieben Zentimeter größeren Mann schlichtweg zu klein und konnte die Distanz selten effektiv überbrücken. Gegen den stochernden Jab von Forrest fand Mosley, der zugegebenermaßen nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte war, kein probates Gegenmittel. Stattdessen kassierte er selbst immer wieder die schwere rechte Schlaghand des neuen Weltmeisters.
Im
Post-Fight-Interview präsentierte sich ein sehr symphatisch und bescheiden
wirkender Vernon Forrest, der zunächst Gott und seinen Teammitgliedern
dankte. "Ich habe es euch allen gesagt, dass es mein Schicksal
war, heute zu gewinnen," ergänzte der 31-Jährige. "Mosley
ist schnell, aber ich weiß, wie man einen schnellen Fighter schlägt
- mit meinem Jab." Kurz darauf bot Forrest seinem unterlegenen
Kontrahenten ohne Wenn-und-Aber ein sofortiges Rematch an.
Mosley zeigte sich im Interview sehr gefasst: "Ich habe immer gesagt, wer nach oben kommt, muss irgendwann wieder runterkommen - und heute ist der Tag, an dem ich das erste Mal verloren habe. Vernon ist ein großartiger Boxer, er hat meinen Respekt." Das Rematch-Angebot seines Kontrahenten nahm Shane Mosley dankbar an. Ein solcher Rückkampf wäre zweifellos ein weiteres Box-Highlight des Jahres - und einen Mosley sollte man so schnell nicht abschreiben.
Im Rahmenprogramm des Kampfabends in New York traf Arturo Gatti in einem mit Spannung erwarteten Comeback-Kampf auf Terronn Millett. Beide Boxer waren früh auf ein vorzeitiges Ende aus, wirkten dabei außerordentlich fit und austrainiert. Gatti agierte - wohl dank seines neuen Trainers Buddy McGirt - beinahe über den gesamten Kampfverlauf hinweg sehr kontrolliert. Selbstverständlich suchte der Kanadier wie gewohnt die Offensive, überraschte dabei jedoch mit vielen guten Rechten und seiner Beinarbeit.
Gatti's Deckung war wie immer sehr lückenhaft, wurde an diesem Abend allerdings von seinem Gegner noch übertroffen. Terronn Millett war offen wie ein Scheunentor und schien keinen Respekt vor der Schlagkraft Gatti's zu haben. Trotzdem begann Millett eher abwartend und wollte Gatti auskontern, wurde dabei aber von seinem Gegner förmlich überrannt.
Lediglich
die guten Nehmerfähigkeiten des US-Amerikaners verhinderten ein ganz frühes
Debakel. Millett hatte die beiden Anfangsrunden u.a. mit seinem schlechten
Timing bei den eigenen Schlägen verschenkt. In der dritten Runde war er
gerade im Begriff, in den Kampf zu finden, als ihn Gatti das erste Mal
mit einem krachenden linken Haken voll erwischte und zu Boden schickte.
Millett kam wieder auf die Beine und Gatti
agierte danach im Nachsetzen zu stürmisch und fast alle seiner Schläge
landeten im Nichts.
In der vierten Runde startete Gatti wieder kontrolliert und profitierte schon bald erneut von der überheblichen Deckungsarbeit seines Gegners. Millett nahm seine Hände einfach nicht nach oben und liess sich von Gatti jetzt nach Belieben treffen - noch immer auf den entscheidenden Kontertreffer lauernd. Doch eine brutale Rechte des Kanadiers schickte Millett kurze Zeit später das zweite Mal schwer zu Boden und leitete das Ende ein. Der US-Amerikaner stolperte fortan durch den Ring und eine weitere Kombination Gatti's setzte dem Kampf ein deutliches Ende.
Ein überzeugender KO-Erfolg für Arturo "Thunder" Gatti, mit dem im Superleichtgewicht wohl fortan wieder zu rechnen sein wird. Besonders bemerkenswert: Der Mann, dem man nachsagt, er bekomme bereits Schwellungen beim Bandagieren in der Kabine und den ersten Cut beim Walk-in zum Ring, blieb am gestrigen Abend ohne jegliche Cutverletzung. Als nächstes stehen für den Kanadier vielversprechende Fights gegen Mickey Ward oder Jesse James Leija im Raum.
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