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Samil Sam verteidigt EM-Titel triumphal, Drews neuer Europameister
Bericht & Fotos von M. Kurt Saygin

Am vergangenen Samstag fand im Berliner Estrel-Hotel eine Boxnacht statt, die ganz anders verlief, als sie ursprünglich geplant war. Europameister und Hauptkämpfer Thomas Ulrich (BP-Nr.16) musste kurzfristig ersetzt werden, da er laut Aussage des Arztes Dr. Thorsten Dolla in der Nacht auf den Samstag an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt war. Europameister Sinan Samil Sam wurde damit urplötzlich zum Hauptkämpfer. Trotz schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit mit Umstellungen dieser Art (Krasniqi/Saleta, Klitschko/Byrd), hatte die Universum-Boxpromotion es vorgezogen, diesen Abend nicht ausfallen zu lassen. Zu Recht, wie sich herausstellte, denn die Ringschlacht des neu angesetzten Hauptkampfes zwischen Sam und Danny Williams (BP-Nr.14) konnte sich in der Tat mehr als sehen lassen.

Es war ein Abend voller Überraschungen und Umstellungen. "Es war meine 196. Profi-Boxveranstaltung, aber diese hier war mit Abstand die stressigste!," stöhnte Gerhard Müller, Deutschlands erfahrenster Ringsprecher, der den ganzen Abend lang nicht zur Ruhe kam.

Für den erkrankten Ulrich, der seinen EM-Titel gegen Silvio Branco verteidigen sollte, musste binnen Stunden ein Ersatzmann gefunden, die rechtliche Situation mit der EBU geklärt und Herausforderer Branco überzeugt werden. Ulrich, der demnächst gegen Graciano Rocchigiani kämpfen soll, legte also am Nachmittag des Kampftages den EM-Titel nieder, da Manager Klaus-Peter Kohl laut eigener Aussage darauf spekuliert, dass "Rocky" seinen WM-Titel des WBC zurückerhält und Ulrich somit bald die Chance erhält, WBC-Weltmeister zu werden. Man darf gespannt sein, ob diese riskante Taktik aufgeht.

Im diesmal etwas mager ausgefallenen Rahmenprogramm in Berlin gab es ebenfalls interessante Kämpfe, sowohl von unbekannteren Boxern, als auch von "alten Bekannten" wie Csaba Olah und Mario Tonus.


Die Kampfergebnisse im Einzelnen:

1. Kampf: Isaam Khalil vs. Julio Meran de la Santos, Weltergewicht, angesetzt auf 6 Runden

Im interessanten ersten Kampf des Abends boxte der arabisch-stämmige Schwede Isaam Khalil (10-0-1, 7 KO`s) gegen Julio Meran "de la Santos" (6-3-0, 3 KO`s) aus der Dominikanischen Republik, der das erste Mal in Deutschland antrat. Die beiden Rechtsausleger waren bedacht darauf, sich gut in Berlin zu präsentieren. Beide kämpften mit offener Deckung und verließen sich auf ihre Reaktionsschnelligkeit, wobei der Schwede leichte Reichweitenvorteile genoss. Offene Schlagabtäusche sah man in diesem Kampf nicht, dafür aber plötzliche Attacken aus der Distanz beiderseits. Am Ende des Kampfes stand auf dem BP-Punktezettel ein 57-57, was auch dem offiziellen Urteil entsprach, woraufhin sich beide Boxer (zu Unrecht) schwer enttäuscht zeigten.

Offizielles Urteil: Unentschieden

2. Kampf: Youssef El-Awad vs. Raul Asensio, Mittelgewicht, angesetzt auf 4 Runden

Der Spanier Raul Asensio (1-1-0) war zwar gut einen halben Kopf größer als der kompakte arabisch-stämmige Däne Youssef El-Awad (1-0-0, 1 KO), konnte daraus jedoch überhaupt kein Kapital schlagen. Bereits in der ersten Runde konnte der kompakte Araber den sichtlich überraschten und überforderten Spanier niederschlagen. Auch die zweite Runde ging mit klaren Vorteilen an El-Awad, der keinerlei Schwierigkeiten hatte, immer wieder die Distanz zu überbrücken, Asension an den Seilen zu stellen und mit Körperhaken einzudecken. In der dritten Runde gab der Spanier alles, und versuchte, selbst die Initiative zu ergreifen. Aber anhand der Anzahl der Treffer mussten auch die beiden letzten Runden an den Araber gegeben werden. El-Awad präsentierte sich überzeugend und sollte für die Zukunft im Auge behalten werden.

Offizielles Urteil: Sieger nach Punkten Youssef El-Awad

3. Kampf: Luan Krasniqi vs. Sedrick "Big Buck" Fields, Schwergewicht, angesetzt auf 8 Runden

Der ehemalige Hauptkämpfer Luan Krasniqi (21-1-0, 12 KO`s), der nach seiner Aufgabe im EM-Kampf gegen Przemyslaw Saleta wieder in den Rahmenprogrammen kämpft, arbeitet an seinem Comeback. Um die lautstarke albanische Fangemeinde brauchte er sich keine Sorgen zu machen, die nach wie vor zu ihm hält und den Albaner lautstark anfeuerte. Als Gegner wurde diesmal der US-Amerikaner Sedrick Fields (18-17-1, 12 KO`s) verpflichtet, der zwar kein begnadeter Techniker ist, aber immerhin Siege über Alfred Cole und Shannon Briggs vorzuweisen hatte, gegen Boxer wie Derrick Jefferson und Jameel McCline über die Runden ging und ein Unentschieden gegen Wladimir Klitschko-Bezwinger Ross Puritty erzielte.

Für Krasniqi sollte es ein besserer Sparringskampf werden, bei dem er sein gesamtes Schlagrepertoire ausprobieren konnte. Der als Sheriff verkleidete Amerikaner hatte dem ersten Universum-Boxer des Abends außer etwas lächerlich anmutende Showeinlagen und einem stabilen Kinn nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen.

Schon in den ersten Runden hatte der Ex-Europameister keinerlei Schwierigkeiten mit Geraden und Haken zum Kopf durchzukommen. Der US-Amerikaner war nicht in der Lage, die schnellen Schläge auszupendeln oder abzuwehren. Leider ließen es die Schläge des "Rottweilers" wie immer an Druck vermissen, so dass beim Gastboxer keinerlei Trefferwirkung sichtbar wurde. Positiv muss allerdings hervorgehoben werden, dass der Universum-Boxer die Anweisungen seines Trainers Michael Timm dieses Mal sofort und detailgetreu umsetzte. Selbst genaueste Anweisungen zu Kombinationsschlägen wurden binnen Sekunden in der richtigen Reihenfolge umgesetzt. Ob allerdings eine "Einkaufslisten"-Schlagkombination auch Sekunden nach der momentanen – vom Trainer gesehenen – Situation immer noch die gleiche Wirkung zeigen wird, darf bezweifelt werden. Einem Techniker wie Krasniqi ist durchaus mehr Eigenverantwortung zuzutrauen.

Auch in den weiteren Runden änderte sich nichts am Kampfverlauf, jedoch konnte man ab der fünften Runde bei Krasniqi (Foto) Ermüdungserscheinungen feststellen, die in zunehmender Unachtsamkeit endeten. Obgleich sämtliche Runden an den Rottweiler gingen, kassierte er trotz seiner Reichweitenvorteile doch einige überflüssige und vor allem langsame Treffer des Amerikaners. In der achten Runde öffnete einer dieser Kopfhaken von Fields sogar einen kleinen Cut beim Ex-Europameister. Die Punktrichter punkteten diesen ungleichen Kampf mit 80-72, 78-74 und 79-75 für Krasniqi.

Offizielles Urteil: Sieger nach Punkten Luan Krasniqi

4. Kampf: Alexander Petkovic vs. Valery Semishkur, Cruisergewicht, angesetzt auf 8 Runden

Alexander Petkovic (25-0-3, 13 KO`s), dessen Fangemeinde nach der Ringschlacht gegen Rüdiger May, die mit einem Unentschieden endete, enorm angestiegen ist, hatte es mit Valery Semishkur (13-10-1, 7 KO`s) mit einem leichteren Gegner zu tun.

Den von Ringrichter Manfred Küchler geleiteten Kampf dominierte der Universum-Boxer bereits ab der ersten Runde. Ein nicht besonders hart durchgezogener Kopfhaken in der zweiten Runde schickte den Gastboxer zu Boden. Dieser konnte sich zwar aufraffen, blutete zu diesem Zeitpunkt aber bereits aus der Nase. Petkovic setzte nach, stellte seinen Gegner an den Seilen und deckte ihn derart mit Schlägen ein, dass der Referee sich gezwungen sah, den Kampf abzubrechen.

Offizielles Urteil: Sieger durch TKO nach 2:34 der zweiten Runde Alexander Petkovic

5. Kampf: Stipe Drews vs. Silvio Branco, Europameisterschaft im Halbschwergewicht, angesetzt auf 12 Runden

Erst am Samstag Nachmittag wurde der Kampf zwischen Silvio Branco (46-5-2, 27 KO`s) und Stipe Drews (22-0-0, 11 KO`s) vereinbart. Drews, der sich auf die Verteidigung seines IBF-Intercontinental-Titels vorbereitet hatte, stand gut genug im Training, um auch nur Stunden vor dem Kampf für Thomas Ulrich einzuspringen, der laut Aussage des Ringarztes Dr. Dolla "gestern Nacht mehr Zeit auf der Toilette als im Bett verbracht hatte". Trainer Michael Timm sagte auch ganz klar und offen auf der Pressekonferenz, dass man sich nicht einmal Videos angesehen hatte. "Drei Stunden vor dem Kampf brauche ich mir auch kein Video mehr reinzuziehen!", so der Trainer über die "Vorbereitungen". Der sechsfache kroatische Meister Drews wollte sich Branco die ersten Runden "mal ansehen" und dann während des Kampfes mit dem Trainer eine Strategie zurechtlegen.

Branco, der martialisch mit einem Gladiatorenkostüm inklusive dem stilechten Gladiatorenröckchen und der Musik von Carmina Burana einmarschierte, sah doch etwas bestürzt aus, als er im Ring einem Mann gegenüberstand, der gut einen Kopf grösser war als er selbst.

Der Universum-Boxer dominierte den Kampf von Anfang an. Aufgrund von Drews' konsequenter Ausnutzung seiner immensen Reichweitenvorteile, war Branco selten in der Lage, eigene Akzente zu setzen. Drews taktische Schachzüge wie das Wechseln der Auslage wären für diesen Gegner nicht nötig gewesen. Branco wirkte von Anfang an ideenlos und passiv. Erschreckend war die Deckungsarbeit des Italieners, der viel zu viele Distanzgeraden wegstecken musste und nur selten in Schlagreichweite kam, um auf diese antworten zu können.

Ab der fünften Runde änderte Branco (Foto) die Marschrichtung und versuchte, seinerseits mehr Druck zu machen und kam immer wieder mit Einzelaktionen durch. Dennoch konnte auch diese bis daher beste Runde von Branco nur an den UBP-Boxer gegeben werden. Keiner der beiden Boxer hatte den Mut, wirklich einen Stellversuch an den Seilen zu unternehmen, um dann Wirkungstreffer zu platzieren, was ihnen angesichts der nur drei- bis vierstündigen Vorbereitungszeit durchaus nachgesehen werden kann. Ab der zweiten Hälfte wurde der Kampf für die meisten Zuschauer etwas langatmig. Es blieb im Groben bei Distanzschlägen von Drews und einem immer mehr verformten Gesicht des Italieners.

Die Punktrichter sahen interessanterweise doch einige Runden auf Seiten des Gastboxers, was sich keinesfalls mit dem Ergebnis des BP-Punktezettels von 120-108 deckte. Die Punktrichter werteten: 115-114, 117-111 und 116-112 für den neuen Europameister Stipe Drews.

Offizielles Urteil: Sieger nach Punkten Stipe Drews

6. Kampf: Mario Tonus vs. Csaba Olah, Halbschwergewicht, angesetzt auf 6 Runden

Der Ex-EBU-EU-Titelträger Mario Tonus (25-4-0, 13 KO`s) aus Italien trat gegen den bekannten Journeyman Csaba Olah aus Ungarn an, der zwar als "erfahrener Mann mit über 60 Profikämpfen" annonciert wurde, dessen desaströsen Kampfrekord von 4-56-3, 3 KO`s man dem Publikum jedoch vorenthielt. Fairerweise muss jedoch angemerkt werden, dass Olah trotz seines Kampfrekordes immer wieder sein Bestes gibt, was auch Fachleute wie Eurosport-Kommentator Werner Kastor stets positiv zu erwähnen wissen. In Berlin kämpfte der Ungar zuletzt gegen den Berliner Lokalmatador Rene Hübner und ging über die Runden.

Der 35-jährige Olah, der bereits in der ersten Runde zu schnaufen begann, verlegte sich von Anfang an auf Infight und Klammern. Der sichtlich genervte Italiener hatte Schwierigkeiten, den untersetzten Ungarn auf Distanz zu halten. In der zweiten Runde bekam der Journeyman, dem am Anfang der Mundschutz herausfiel, einen Punktabzug wegen Haltens. Nach zwei weiteren Punktabzügen in der vierten Runde sah sich der Referee gezwungen, Olah zu disqualifizieren. Dieser Kampfabbruch erschien – wie der Kampf selbst – etwas unschön und unnötig.

Offizielles Urteil: Sieger durch Disqualifikation in der vierten Runde Mario Tonus

7. Kampf: Sinan Samil Sam vs. Danny Williams, Europameisterschaft im Schwergewicht, angesetzt auf 12 Runden



An Sinan Samil Sam (16-0-0, 9 KO`s) war in der letzten Zeit viel herumkritisiert worden. In der Tat wirkt der mehrfache türkische Meister, Weltmeister im Superschwergewicht 1999 und Ex-Europavizemeister der Amateure, um nur einige seiner zahlreichen Amateurtitel zu nennen, im Ring etwas schwerfällig. Auch seine für einen Leistungssportler ungewöhnliche Leibesfülle hatte nicht zuletzt die BP-Redaktion daran zweifeln lassen, dass sich der Türke auch im Profigeschäft würde durchsetzen können. Doch bereits mit seinem TKO-Sieg über Krasniqi-Angstgegner Przemyslaw Saleta Ende 2002, bei dem er Europameister wurde, überraschte er die Fachwelt, die ihn bis dato unterschätzt hatte.

Als die Herausforderung des hoch eingeschätzten Briten Danny Williams (27-1-0, 22 KO`s) bei Universum eintraf, versuchte Manager Klaus-Peter Kohl laut eigener Aussage bei der Pressekonferenz alles, was möglich war, um Sam von diesem Kampf abzubringen, da er ihn für verfrüht hielt. Der Türke bestand jedoch auf diesem Kampf mit den Worten: "Ich kämpfe gegen alles und jeden, der mich herausfordert. Es gibt keinen Grund, mich vor irgendjemandem zu drücken." Kohl gestand gestern nach dem Kampf "glücklich und zufrieden meinen Irrtum ein".

Auch außerhalb seines Managements hatte der 28-jährige Türke kaum Rückendeckung. Keiner traute ihm – trotz seiner glänzenden Amateurkarriere – einen Sieg gegen den Engländer zu. Einzig Michael Timm, dem an dieser Stelle ein großes Lob ausgesprochen werden muss, versuchte alles, um seinen Schützling bestmöglichst auf diesen schweren Kampf vorzubereiten.

In den ersten Sekunden der ersten Runde sah es zuerst nach einer Katastrophe aus. Der Herausforderer kam mehrmals mit Geraden und Haken zum Kopf durch. Sam jedoch steckte diese harten Schläge weg, ohne irgendeine Art von Wirkung zu zeigen. Nach ungefähr 30 Sekunden fand der Europameister dann selbst in den Kampf und kam seinerseits ebenfalls mit Kopf- und Körperhaken ins Ziel. Sam, der sich trotz seiner Verteidigerposition im Vorwärtsgang befand, konnte diese Runde knapp auf seinem Konto verbuchen. Auch die zweite Runde ging aufgrund eines starken Endes an Sam. Der englische Herausforderer wirkte sichtlich überrascht. Dennoch legte Williams in der dritten Runde an Tempo zu und brachte schwere Kopftreffer an, die Sam aufgrund seiner Schwächen in der Deckungsarbeit hinnehmen musste. Nachdem die dritte Runde an den Herausforderer ging, war im Kampf wieder alles offen.

In der vierten Runde dann die Überraschung: Auf einen schweren Kopfhaken von Williams konnte der Türke mit einem rechten Cross antworten, der den Engländer, der in seiner bisherigen Karriere noch nie zu Boden ging, das erste Mal in den Ringstaub schickte. Anstatt sich jedoch auf dem 10:8-Vorsprung auszuruhen, setzte der Europameister beherzt nach und schlug den Herausforderer ein zweites Mal nieder. Auch wenn dieser sich noch einmal aufraffen konnte, war diese Runde mit 10:7 für ihn verloren.

In Runde fünf konnte der immer stärker werdende Türke wieder Wirkungstreffer anbringen, so dass Williams stehend angezählt wurde. In der sechsten Runde gab es einen Tiefschlag seitens des Engländers, woraufhin die Zeit gestoppt und dem Türken eine kurze Auszeit genehmigt wurde. Dieser steckte den unabsichtlichen Schlag gut weg, stellte seinen Gegner zum wiederholten Male an den Seilen und deckte ihn derart mit Schlägen ein, dass die englische Ecke - um eine ernsthafte gesundheitliche Schädigung ihres Boxers zu verhindern - vollkommen zu Recht das Handtuch warf. Williams wankte durch den Ring und war stehend KO. Der Jubel um Sam kannte keine Grenzen.

Offizielles Urteil: Sieger Sinan Samil Sam durch TKO nach 2:56 der sechsten Runde

Auf der anschließenden Pressekonferenz sah man einen sichtlich zerknirschten Danny Williams, der auf die Frage nach seiner Einschätzung des Kampfes einräumte, zwar Videos von Sam (Foto) gesehen, ihn aber doch schwer unterschätzt zu haben. Insbesondere Sams Punch sei ihm in seiner bisherigen Karriere noch nie untergekommen. Auf die Boxingpress-Frage an Timm, wie er die Deckungsschwächen seines Schützlings im Kampf gegen einen stärkeren Puncher einschätze, antwortete dieser gelassen: "Dass man bei so einem Kampf auch mal ein paar Gegentreffer abbekommt, ist ja wohl klar. Wir haben Sinan`s Deckung in den letzten Monaten verbessern können und werden das auch weiterhin tun. Ich sehe da kein Problem." Klaus-Peter Kohl fügte hinzu: "Wieviel stärker soll der Punch denn noch werden? Williams hat 22 seiner Kämpfe durch KO gewonnen, das sagt doch schon alles. Sinan gehört ab heute zu den Top-Leuten in seiner Gewichtsklasse. Er hat alle – mich inbegriffen – überrascht und überzeugt."

In der Tat scheint der türkische Boxer seit seinem EM-Titel um einiges gereift zu sein. Sollte es sich dabei nicht einfach nur um vereinzelte Sternstunden, sondern um eine dauerhafte Veränderung zu seinen Gunsten handeln und dieser Weg konsequent weitergegangen werden, hat das Schwergewicht mit Sinan Samil Sam einen neuen, interessanten Namen.

 

 

 

 
     


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