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Die internationalen "Absteiger des Jahres 2001":
Auf Platz Nr. 10 wählten unsere Leser mit 2,75 % Henry Akinwande. Zwar stehen für "Huggin’ Henry" im vergangenen Jahr immerhin zwei Siege und eine KO-Niederlage zu Buche, diese wiegt jedoch in den Augen vieler Fans wohl weitaus schwerer als Erfolge über Leute wie Maurice Harris oder Peter McNeeley. Zwar lag Akinwande auch gegen Oliver McCall auf den Punktezetteln vorn, eine schwere Rechte des "Atomic Bulls" in der letzten Runde verurteilte dies jedoch zur Bedeutungslosigkeit. Aufgrund seines absolut unattraktiven Stils dürfte es der Brite nunmehr schwer haben, in Zukunft noch lukrative Angebote zu bekommen. Zab Judah dürfte nach seiner letzten Vorstellung überglücklich sein, mit gerade einmal 4,23 % nur Platz 9 zu belegen. Vom gehypten Möchtegern-Star zur Lachnummer ohne Stil bedurfte es nur zweier schwerer rechter Hände seines letzten Gegners Kostya Tszyu. Mit seinen Unsportlichkeiten im Ring hat der Rechtsausleger viele Fans verloren. Judahs Talent bleibt unumstritten, aber angesichts des hohen Leistungslevels gerade in dieser Gewichtsklasse (Halbweltergewicht) erscheinen einige Fragezeichen hinter den Zukunftsaussichten des Mannes aus Brooklyn durchaus angebracht. Nicht unbedingt die Niederlage an sich, sehr wohl jedoch die Klarheit derselben waren eine Überraschung, als Felix Trinidad von Bernard Hopkins seine Grenzen aufgezeigt bekam. Hopkins bescherte sein Erfolg den Titel des "Boxers des Jahres", während sich Tito nunmehr in der Absteiger-Liste wiederfindet. Mit 4,86 % liegt er hier gleichauf mit Schwergewichtler Michael Bennett, wobei man objektiv sagen muß, daß der Ex-Olympionike wahrscheinlich weitaus tiefer abgestiegen ist als der Mega-Star aus Puerto Rico, zeugen doch KO-Niederlagen gegen absolut unbekannte Gegner kaum von nennenswertem Star-Potential. Es ist immer eine traurige Sache, wenn ganz Große eines Sports nicht wissen, wann es Zeit ist, aufzuhören. Nach zwei knappen Kämpfen gegen John Ruiz sollte nunmehr auch Evander Holyfield erkannt haben, daß er diesen Zeitpunkt wohl um mindestens ein Jahr verpaßt hat, die Erfahrung lehrt jedoch, daß dem kaum so sein wird. Für seine Verhältnisse schwache Leistungen gegen einen Gegner, der in seiner guten Zeit kaum drei Runden überstanden hätte waren den BoxingPress-Lesern immerhin 7,82% ihrer Stimmen und somit Platz 6 wert.
Nicht in den Top-10 enthalten, aber ebenfalls erwähnt wurden Oleg Maskaev, Carl Thompson, Pernell Whitaker, Glenn Catley, Mike Tyson, Diego Corrales (eigentlich ein 100%iger Kandidat für einen Spitzenplatz), Cesar Bazan, Robert Davis und Lehlohonolo Ledwaba. Es fällt auf, dass Naseem Hamed, Felix Trinidad und Zab Judah trotz ihrer desaströsen Niederlagen nicht an der Spitze der Absteiger auftauchen. Dies dürfte entscheidend damit zusammenhängen, dass alle drei Boxer gegen absolute Weltklasse-Gegner im Ring standen und eine Niederlage einkalkuliert werden musste. Die BoxingPress-Leser scheinen dies honoriert zu haben. Werfen wir noch einen Blick zurück auf die Absteiger des Jahres 2000: Evander Holyfield, Michael Grant und David Tua "gelang" es, sich in diesem Jahr erneut zu platzieren. Dabei verzeichneten Grant und Tua die wohl größte Abwärtsentwicklung. Hatte man ihnen im Jahr 2000 nach ihren Niederlagen gegen Lennox Lewis vorerst nur das Prädikat "Weltklasse" entziehen müssen, zeigte sich im vergangenen Jahr, dass vielleicht auch eine Einstufung in die "Internationale Klasse" nicht mehr zutreffen mag. Die "Vorjahressieger" Andrew Golota, Graciano Rocchigiani und Fabrice Tiozzo sind im Jahr 2001 gar nicht mehr oder nur noch unbedeutend im Ring in Erscheinung getreten. Ihre Karrieren scheinen, bis auf die Tiozzo's, praktisch beendet. Aus den Top9 des Jahres 2000 konnten sich lediglich Oscar De La Hoya und Vitali Klitschko im Jahr 2001 größtenteils rehabilitieren, wovon jedoch auszugehen war. De La Hoya ist inzwischen wieder Weltmeister und auf dem Weg zurück an die P4P-Spitze, Klitschko steht nach Siegen gegen durchschnittliche Gegner vor einem erneuten WM-Kampf in diesem Jahr.
Die
"nationalen Absteiger des Jahres 2001":
von Ingo Barrabas Den 7.Platz teilen sich Mario Lupp, Zoltan Lunka und Nordin Ben-Salah. Damit würdigten die BP-Leser die peinlichen Ausstiege von Mario Lupp gegen Stephan Trabant und Felix Sturm. Der Verband tat dies übrigens auch und sperrte den notorischen Verlierer wegen seiner "Verdienste" bis Ende 2002. Fliegengewichtler Zoltan Lunka wurde dagegen bei seinem ersten WM-Anlauf von WBO-Titelträger Fernando Montiel in 7 Runden auseinandergenommen. Damit scheint "die graue Maus" in der Versenkung zu verschwinden. Einen harten sportlichen Abstieg musste auch "Fighting" Nordin Ben Salah erleben, als er gegen den Ex-Weltergewichtler Mxoli Msutu überraschend durch KO in der 9. Runde verlor. Nordin wirkte in diesem Kampf völlig von der Rolle und es wird einige Zeit dauern, bis er sich auch psychisch von diesem Kampf erholt hat. Wie schon Zoltan Lunka musste auch Mario Veit bei seinem ersten WM-Kampf feststellen, dass die Früchte international höher hängen. Von WBO-Supermittelgewichts-Champ Joe Calzaghe wurde er im April innerhalb einer Runde überrollt. Von den markigen Sprüchen seines Managements blieb nach dem Auftritt auf der Insel nicht mehr viel übrig. Ein Umstand der Veit mehr als Platz 6 hätte einbringen können... Immerhin zeigte der Cottbusser auf nationaler Ebene seine Siegerfähigkeiten und gewann in der zweiten Jahreshälfte Duelle gegen Ahmed Öner und Talel Santiego, nachdem er gegen den Niederländer zuvor Bekanntschaft mit dem Ringboden machte. Für Rüdiger May begann das Boxjahr recht erfolgreich, schließlich feierte er Punktsiege gegen Lee Osie, Henri Mobio und Firat Arlsan. Insbesondere der gute Fight gegen den stark eingeschätzten Arslan brachte May Respekt ein, der ihm jedoch bei seinem EM-Kampf gegen Alex Gurov nicht weiterhalf. Konnte Rüdiger May gegen den Ukrainer, der zuvor die Laufbahn seines Bruders beendete, die ersten Runden noch gewinnen, ging er nach den ersten kraftvollen Aktionen des Titelverteidigers in die Defensive und wartete förmlich auf den entscheidenden Schlag, der dann auch nicht mehr lange auf sich warten ließ. Was viele wussten, hat sich in diesem Kampf bestätigt: International wird May keine Rolle spielen, die BP-User würdigten dies mit Platz 5. Auf Platz 4 rangiert Timo Hoffmann, der sich trotz eigener hoher Ansprüche gegen den Briten Michael Sprott zweimal im Jahr 2001 blamierte. In London verlor Hoffmann gegen den Briten nach Punkten, revanchierte sich im Rückkampf einen Monat später nur durch einen schmeichelhaften Punktsieg. Hoffmann hat weiterhin ein großes Mundwerk, die Umsetzung im Ring dagegen lässt weiter auf sich warten... Mit Manfred Wolke will der Eislebener nun wieder zurück in die Erfolgsspur finden und boxt im März gegen den ungeschlagenen Balu Sauer aus dem Universum-Stall.
Beim Blick zurück auf die nationalen "Absteiger" des Jahres 2000 fällt auf, dass bereits drei Boxer seitdem ihre Profi-Karriere beendet haben. Torsten May, Kim Weber und Zeljko Mavrovic hängten aus sportlichen und gesundheitlichen Gründen die Handschuhe an den Nagel, auch Ahmed Kotiev stieg seither nicht mehr in den Ring. Willi Fischer, Vitali Klitschko und Markus Beyer haben mit mehr oder minder großen sportlichen Erfolgen ihre Karrieren noch einmal in die richtigen Bahnen gebracht. Fischer gewann seinen Comeback-Fight und wurde zugleich "Weltmeister" des kleinen Verbandes WBB. Beyer darf am Ende des Jahres erneut um die WM im Supermittelgewicht boxen, ohne sich dafür über entsprechende sportliche Leistungen qualifiziert zu haben. Klitschko ist ebenfalls auf dem Weg zu einer erneuten WM-Chance.
Und
hier geht es zu den "Kämpfen
des Jahres 2001"...
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