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Bester
KO des Jahres 2003:
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Platz
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Name
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Prozent
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1.
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Sanders
vs. Klitschko
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62,89
%
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2.
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Tyson
vs. Etienne
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8,18 %
|
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3.
|
Mayorga
vs. Forrest I
|
7,55
%
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4.
|
Mesi
vs. Williamson
|
5,03
%
|
|
4.
|
Freitas
vs. Barrios
|
5,03
%
|
|
6.
|
Juarez
vs. Murillo
|
3,77
%
|
|
7.
|
Bojado
vs. Adamyan
|
3,14
%
|
|
8.
|
Simms
vs. Garcia
|
1,89
%
|
von Thorsten
Fritsche
Auch
dieses Mal gab es im Rahmen der Leserumfrage die Wahl zum besten KO
des Jahres. BoxingPress hat einige der sehenswertesten, spektakulärsten
und wichtigsten Knockouts zur Auswahl gestellt und die geneigte Leserschaft
hat wie folgt entschieden:
Mit 62,89 % hat sich eine große Mehrheit der Leser für den
TKO-Sieg des Südafrikaners Corrie
Sanders über Wladimir
Klitschko vom 8. März als besten Knockout des vergangenen
Jahres entschieden. Es hat sicher spektakulärere KOs in den vergangenen
12 Monaten gegeben, jedoch dürfte die Wahl der Leser von BoxingPress
dadurch begründet sein, dass der Sieg des damals bereits 37-jährigen
Sanders vollkommen unerwartet kam und sicher zu den größten
Überraschungen des Jahres 2003 zu zählen ist.
Dabei
schien Sanders doch auf den ersten Blick aufgrund seines Alters, seiner
relativ niedrigen Platzierung in diversen Ranglisten und seiner langen
Inaktivität vor dem Kampf in die Riege der zahlreichen mittelmäßigen
Gegner des damals amtierenden WBO-Weltmeisters Wladimir Klitschko zu passen.
Doch der in Rechtsauslage kämpfende Veteran zeigte von Anfang an,
dass er nicht zum verlieren gekommen war und kam bereits zur Hälfte
der ersten Runde mit linken Geraden zum Erfolg, die den jüngeren
der beiden Klitschko-Brüder sichtbar beeindruckten. Durch entschlossenes
Nachsetzen gelang ihm schließlich auch der erste Niederschlag, von
dem sich der Ukrainer für den Rest des Kampfes nie ganz erholen konnte.
Der Titelverteidiger wirkte fahrig und geschockt, ja sogar völlig
überfordert. Der weitere Verlauf des Kampfes ist wohl allen Box-Fans
bekannt: Vor der Rundenpause musste Klitschko nochmals zu Boden. Zu allem
Überfluss war seine Ecke während der Pause nicht in der Lage,
ihm irgendeinen Rat auf den Weg zu geben, wie er wieder in den Kampf zurückfinden
kann. Dementsprechend schickte Sanders seinen völlig falsch agierenden
Gegner noch zweimal zu Boden, bevor der Ringrichter den Kampf abbrach.
Die Sensation war perfekt.
Dem
ein oder anderen, der sich für diesen Kampf als Knockout des vergangenen
Jahres entschieden hat, darf man sicher ein wenig Häme als Motiv
unterstellen, da diese Niederlage, die Wladimir Klitschko vielleicht noch
immer nicht völlig verarbeitet hat, die Schwächen des Ukrainers
schonungslos offenbarte. Aber sie zeigt auch, was passieren kann, wenn
ein Boxer sich zu sehr an den einfachen Erfolg gewöhnt und nicht
voll konzentriert in den Ring steigt.
Auf Platz zwei wählten 8,18 % der Leser den Erstrunden-Knockout von
Mike
Tyson gegen seinen Landsmann Clifford
Etienne vom 22. Februar.
Zunächst
erweckte das Duell vor allem dadurch Aufmerksamkeit, dass es in täglichem
Wechsel von Mike Tyson entweder zu- oder abgesagt wurde, bis schließlich
auch Etienne wenige Tage vor dem Kampf den Rückzieher machte. Schließlich
wurde dann doch noch geboxt und Iron Mike hatte im Ring jede
Zögerlichkeit abgelegt. Sofort aggressiv und beweglich angreifend,
schickte er seinen fast wehrlosen Gegner nach nur 46 Sekunden mit einem
rechten kurzen Haken auf die Bretter, wo dieser auch blieb. Unwillig den
Kampf weiterzuführen, nahm sich Etienne den Mundschutz heraus, während
er ausgezählt wurde.
Den Wert
dieses leichten Sieges im Hinblick auf ein Comeback an die Weltspitze
sahen damals bereits viele Beobachter kritisch. Sie sollten Recht behalten,
gab Tyson doch vor Wochen bekannt, nicht mehr in einen Boxring steigen
zu wollen, sondern sein Glück lieber im K1 zu versuchen.
Rang drei belegt mit 7,55 % eine weitere Überraschung
des Jahres 2003: der TKO-Erfolg von El
Matador Ricardo Mayorga gegen Vernon
Forrest am 25. Januar in der dritten Runde.
Der
US-Amerikaner Forrest hatte sich erst zuvor ebenfalls unerwartet den Weltmeistergürtel
des WBC im Weltergewicht von seinem Landsmann Shane
Mosley geholt und dabei das Kunststück vollbracht, zweimal
hintereinander mit basic boxing einen pound-for-pound hoch
gereihten Mann über die Punkte zu besiegen. Doch dem schlagstarken
und selbstbewusst angreifenden Mayorga, selbst Weltmeister der WBA, war
der bis dato ungeschlagene Forrest nicht gewachsen. Von Beginn an geriet
er unter Druck und fand sich bereits in der ersten Runde auf dem Ringboden
wieder. Er protestierte zwar zu Recht, dass dies kein Niederschlag gewesen
sei, doch der Ringrichter sah dies anders.
Im dritten Durchgang gab es dann aber keine Zweifel mehr. Zunächst
durch einen linken Haken des Nicaraguaners in die Seile befördert,
wurde Forrest kurz darauf von einem harten rechten Haken an der Schläfe
erwischt. Nach acht Sekunden konnte er sich zwar mit Hilfe der Seile wieder
auf die Füße ziehen, doch versagten ihm seine Beine die Kontrolle,
so dass der Ringrichter den Kampf zu Recht abbrach.
Wie zwischen Mosley und Forrest, gab es auch hier ein Rematch, das am
7. Juli stattfand. Mayorga siegte diesmal nur über die Punkte, allerdings
bleibt den Zuschauern die Szene sicher unvergessen, in der El Matador
seinem Gegner wiederholt das Kinn hinhielt und ihn aufforderte, doch mal
fest zuzulangen. Forrest kam der Aufforderung nach nun, hätte
er die gewünschte Wirkung erzielt, wäre es sicher in der Auswahl
zum KO des Jahres 2003 aufgeführt gewesen.
Platz vier teilen sich Joe
Mesi mit seinem KO-Sieg über DaVarryll
Williamson und Acelino
Freitas mit TKO in Runde zwölf über Jorge
Rodrigo Barrios. Beide Kämpfe konnten 5,03 % der Wählerstimmen
auf sich vereinigen.
Während
Baby Joe Mesi am 27. September seinen Erfolg bereits nach
nicht einmal einer halben Runde feiern konnte, indem er Williamson in
einem fulminanten Schlaghagel untergehen ließ, der das suspekte
Kinn seines Landsmannes einmal mehr offenbarte, musste der argentinische
Weltmeister im Superfedergewicht nach Version der WBA und WBO in seinem
Kampf vom 9. August bis in die letzte Runde hinein harte Arbeit verrichten,
um doch noch einen vorzeitigen Erfolg gegen Barrios zu verbuchen. Dabei
fand sich Freitas zunächst selbst in Durchgang acht und elf auf dem
Ringboden wieder.
Auf Platz sechs befindet sich mit 3,77 % der rekordverdächtig
schnelle und äußerst spektakuläre KO-Sieg von Ricardo
Rocky Juarez gegen David
Murillo aus Mexiko in deren Aufeinandertreffen am 13. September.
Nach nur 26 Sekunden landete der 23-jährige US-Amerikaner einen knallharten
Haken auf das Ohr seines Kontrahenten, der noch lange, nachdem er ausgezählt
worden war, auf dem Boden liegen blieb und den Anschein erweckte, einen
Konter schlagen zu wollen.
Rang sieben und 3,14 % der Stimmen erzielte Francisco
Bojados KO gegen William
Adamyan vom 10. Mai. Nachdem er zunächst mit seinem langarmigen
Gegner seine Mühe hatte und schon nach 15 Sekunden heftig aus einem
Cut blutete, der bei einem unabsichtlichen Kopfstoss entstanden war, gelang
es Panchito wenige Sekunden vor dem Ende des sechsten Durchgangs,
Adamyan per Uppercut vorzeitig zu stoppen. Sicher einer der spektakulärsten
Knockouts in dieser Auswahl.
Platz acht belegt der sehenswerte und unerwartete Knockout
in der fünften Runde, den Travis
Simms am 13. Dezember gegen den WBA-Weltmeister im Superweltergewicht,
Alejandro
Garcia, erzielen konnte. Überraschend kam er vor allem für
den Titelverteidiger, der, aus für den Zuschauer unerfindlichen Gründen,
die Deckung für einen Moment komplett herunter nahm, was sein Gegner
zu einem linken Haken nutzte, der den Kampf beendete. Hierfür stimmten
1,89 % der Leser.
Das
"Comeback des Jahres 2003":
|
Platz
|
Name
|
Prozent
|
|
1.
|
James
Toney
|
72,44
%
|
|
2.
|
Shane
Mosley
|
16,67
%
|
|
3.
|
Zab
Judah
|
3,85
%
|
|
4.
|
Mark
Johnson
|
3,21
%
|
|
5.
|
Joel
Casamayor
|
2,56
%
|
|
6.
|
Francisco
Bojado
|
1,28
%
|
von Benni
Vivacqua
In kaum einer
Sportart werden die Akteure nach einer Niederlage so schnell abgeschrieben,
gerät man nach einer Pause so schnell in Vergessenheit wie im Boxen.
Dies mag einerseits mit der besseren Vermarktbarkeit von Siegern
zusammenhängen, der man nicht selten ein wenig wettkampforientiertes
Matchmaking zu verdanken hat, denn schließlich wollen die Verantwortlichen
ihre Schützlinge nicht verheizen und deren Kampfrekorde
unbefleckt halten. Andererseits ist das Abschreiben
durch die Fans und durch die Offiziellen auch eine Entscheidung, die sehr
wohl begründet werden kann, denn nicht selten beendet eine Niederlage
die Karriere eines Boxers oder leitet dessen sportlichen Abstieg ein.
In kaum einer Sportart ist eine Niederlage etwas so persönliches,
etwas so existenzielles wie im Boxen. Der Weg zurück an die Spitze
führt oft durch Selbstzweifel und über marktspezifische organisatorische
Hürden, denn als Verlierer muss man sich meist hinten
anstellen. Wegen dieser Widrigkeiten ist ein erfolgreiches Comeback etwas
sehr bemerkenswertes, was von BoxingPress mit einer eigenen Kategorie
in der jährlichen Umfrage bedacht wird.
Auf Platz sechs dieser Kategorie wählten die BoxingPress-Leser mit
1,28 % der Stimmen den Amerikaner Francisco
Bojado (BP-Nr. 11 im Superleichtgewicht). Das 20-jährige
Talent erlitt im Februar 2002 überraschend seine erste Niederlage,
die ihn kurzzeitig aus der Bahn zu werfen schien. Im letzten Jahr jedoch
boxte er sich mit vier Siegen wieder nach vorne, wobei er unter anderem
seinen Bezwinger Juan
Carlos Rubio aus Mexiko überzeugend schlagen konnte. Der
von Floyd Mayweather Sr. trainierte Bojado rechtfertigte die Wahl
der BoxingPress-Leser gleich im Januar dieses Jahres durch einen Sieg
über seinen bisher mit Abstand stärksten Gegner, den Ghanaer
Emmanuel
Clottey.
2,56 % der Stimmen entfielen auf den Fünftplatzierten Joel
Casamayor (BP-Nr. 2 im Superfedergewicht). Der 32-jährige
Kubaner verlor im Januar 2002 äußerst knapp und nicht unumstritten
gegen den Brasilianer Acelino
Freitas (BP-Nr. 2 im Leichtgewicht). Sein Selbstbewusstsein
schien keinen Schaden genommen zu haben, und so meldete sich der mittlerweile
in Miami, Florida, lebende Rechtsausleger mit eindrucksvollen Siegen zurück.
Zunächst besiegte er im Januar letzten Jahres den hochgehandelten
Amerikaner Nate
Campbell (BP-Nr. 6) über zehn Runden nach Punkten,
dann schlug er im Oktober in einem WM-Ausscheidungskampf nach Version
der IBF mit Diego
Corrales (BP-Nr. 5) einen weiteren absoluten Spitzenboxer
durch TKO in Runde sechs. Gegen denselben Gegner wird Casamayor am 6.
März um den vakanten WBO-Weltmeistertitel boxen.
Mit 3,21 % der Stimmen kam der Superfliegengewichtler Mark
Too Sharp Johnson (BP-Nr. 1) auf den vierten
Rang. Der 2001 von Rafael
Marquez (BP-Nr.1 im Bantamgewicht) entthronte und 2002
in der Revanche vom Mexikaner erneut besiegte frühere IBF-Weltmeister
absolvierte 2003 zunächst einen leichteren Kampf gegen den Mexikaner
Ricardo
Medina, bevor er im August den ebenfalls aus Mexiko stammenden
WBO-Weltmeister Fernando
Montiel (BP-Nr. 4) über eine mixed decision
besiegte. Seinen Titel wird Johnson im März gegen den Kolumbianer
Luis Bolano verteidigen.
3,85 % der BoxingPress-Leser entschieden sich für den Amerikaner
Zab Judah (BP-Nr. 1) und verhalfen diesem so zu einem dritten
Platz. Nach seiner brutalen KO-Niederlage 2001 im Titelvereinigungskampf
im Superleichtgewicht gegen den Australier Kostya Tszyu (BP-Nr. 1)
pausierte der 26-Jährige acht Monate und bestritt 2002 einen einzigen
Kampf gegen den Argentinier Omar
Weis (BP-Nr. 16), den er glanzlos gewann. Nach einem weiteren
Jahr Pause meldete sich der New Yorker im Juli letzten Jahres jedoch mit
einem Paukenschlag zurück, als er den WBO-Weltmeister
DeMarcus Corley (BP-Nr. 9) über eine split decision
entthronte. Er verteidigte seinen Titel im Dezember durch einen KO-Sieg
nach nur 72 Sekunden gegen den Kolumbianer Jaime
Rangel. Am 10. April wird Judah in Las Vegas den IBF-, WBC- und
WBA-Weltmeister im Weltergewicht, Cory
Spinks (BP-Nr.1 im Weltergewicht), herausfordern.
Der Zweitplatzierte Shane
Mosley erhielt 16,67 % der Leserstimmen. Das Jahr 2002 war für
den 32-Jährigen sportlich gesehen ein rabenschwarzes. Zweimal verlor
gegen seinen Widersacher aus Amateurzeiten, Vernon
Forrest (BP-Nr.3 im Weltergewicht). Zunächst verlor
er seinen WBC-Gürtel an den Konkurrenten, dann scheiterte er in der
Revanche erneut. Mosley stieg ins Superweltergewicht auf und bestritt
im Februar einen ersten Kampf gegen Raul
Marquez, der aufgrund einer in der dritten Runde durch einen unabsichtlichen
Kopfstoß entstandenen Cutverletzung von Marquez in einem unbefriedigenden
No Contest endete. Im September forderte er dann den WBA-
und WBC-Weltmeister dieser Gewichtsklasse, Oscar
De La Hoya (BP-Nr.1 im Superweltergewicht) und siegte äußerst
umstritten nach Punkten. Obwohl dieser Sieg an sich ein sehr bedeutungsvoller
war, war es wohl die begründete Kontroverse um diesen Kampf, die
eine bessere Platzierung Mosleys in dieser Umfrage verhinderte. Trotz
einer starken Leistung sah die Mehrheit der Zuschauer wie auch der Boxexperten
De La Hoya als Sieger. Nichtsdestotrotz hat sich Mosley mit dieser Vorstellung
wieder ins Rampenlicht zurückgeboxt.
Unumstrittener Sieger dieser Umfragekategorie mit 72,44 % der Leserstimmen
ist James
Lights Out Toney (BP-Nr. 10 im Schwergewicht).
Dieser hochtalentierte Boxer fiel 1994 als ungeschlagene P4P-Nr.1 und
amtierender IBF-Weltmeister im Mittelgewicht durch seine Niederlage gegen
Roy
Jones (BP-Nr. 4 im Schwergewicht) in eine tiefe, nicht
nur sportliche Depression. Er konnte sein Gewicht nicht halten, trainierte
wenig und fing sich bis 1997 drei weitere, nicht unumstrittene Niederlagen
ein. Nie wurde er dabei dominiert, immer wirkte er lustlos, wenig ambitioniert
und mäßig vorbereitet. Nach einer fast zweijährigen Besinnungspause
setzte Toney seine Karriere dann 1999 mit neuem Elan im Cruisergewicht
fort. Allen Unkenrufen zum Trotz bewies der heute 35-Jährige, dass
ihn sein enormes boxerisches Talent und seine wiedergewonnene mentale
Kraft auch im Cruisergewicht zu einer Größe machten. Nachdem
2001 und 2002 geplante WM-Kämpfe nicht zustandekamen, schlug dann
im April letzten Jahres Toneys große Stunde, als er den ungeschlagenen
IBF-Weltmeister und Star der Gewichtsklasse, Vassiliy
Jirov (BP-Nr. 1 im Cruisergewicht), in einem hochklassigen
Kampf entthronte. Nach diesem Kampf entschied sich der Schützling
von Freddie Roach für einen Wechsel ins Schwergewicht, wo
er im Oktober
Evander Holyfield durch TKO in Runde neun bezwang. Zwar ist The
Real Deal schon länger nicht mehr der Ausnahmekämpfer
früherer Jahre, doch nie wurde er boxerisch so beherrscht wie in
diesem Kampf. Einen geplanten Kampf gegen Jameel
McCline (BP-Nr. 13 im Schwergewicht) musste James Toney
aufgrund einer Achillessehnenoperation verschieben. Sollte diese als Härtetest
angesehene Begegnung erfolgreich verlaufen, spekuliert Toney auf einen
Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht. Zutrauen muss man ihm mittlerweile
alles... .
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