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Kelly Pavlik vs. Jermain Taylor - Die Prognosen


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Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für den anstehenden Weltmeisterschaftskampf im Mittelgewicht am Samstag, den 16. Februar 2008, zwischen Kelly Pavlik und Jermain Taylor .

Jörg Dubiel: Taylor nach Punkten Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Boxer war meiner Ansicht nach der beste Jermain Taylor zu sehen, den es bislang gab. Aber es hat für ihn nicht gereicht, um seinen Herausforderer zu bezwingen. Und dennoch, der Kampf stand auf des Messers Schneide und Taylor war einem Sieg nahe, während Pavlik damals in der zweiten Runde nicht weit davon entfernt war, als "heiße Luft" zu verpuffen. Taylor ist von beiden der technisch stärkere Boxer und mag aus dem Hinkampf mehr über sein Gegenüber gelernt haben als umgekehrt. Dennoch behält er seine Schwächen und das sonderliche Gewichtslimit und die Rückkehr zu Ozell Nelson als Trainer mögen nur mentaler Balsam sein. Und der Druck auf Taylor ist hoch, denn selbst diesmal hat der bodenständige Kelly Pavlik weniger zu verlieren als sein Gegner, er behält auf jeden Fall seine WM-Titel. Ich würde mich zwar mehr über einen Pavlik-Sieg freuen, aber ich tippe doch darauf, dass der Mann aus Arkansas sich durchsetzen wird. Nicht zuletzt, weil ihm die Punktrichter immer sehr wohlgesonnen waren. Selbst im knappen Hinkampf mit Pavlik sahen sie ihn zu deutlich vorne.

Karsten Fritsche: Taylor durch TKO in Runde acht Im ersten Durchgang des "perfekten Matchups" traf Jermain Taylor mit 65 % seiner Power Punches. Das ist viel mehr, als Kelly Pavlik recht sein kann. Emanuel Steward hatte es richtig erkannt, dass man dem "Ghost" nicht die Kampfführung und Initiative überlassen darf. Anfänglich hatte Taylor das auch gut umgesetzt. Ich gehe davon aus, daß Ozell Nelson besser als Steward weiß, was sein Schützling braucht, damit er den Gegner nicht wieder vom Haken lässt. Thorsten Fritsche: Pavlik durch KO ab Runde sieben Beide Boxer gehen mit dem Vorteil in den Kampf, den jeweiligen Gegner aus dem ersten Duell bereits zu kennen. Die Frage ist aber, was sie daraus machen. Jermain Taylor, der nach dem letzten Kampf den Trainer gewechselt hat, wird vermutlich versuchen, seinen Kontrahenten auszupunkten und lange Schlagwechsel auf jeden Fall zu vermeiden. Jedoch scheint diese Taktik bei Taylors Angewohnheit, zu verkrampfen und sich an die Ringseile zu stellen, wenig vielversprechend. Kelly Pavlik dürfte hingegen aus dem ersten Duell trotz anfänglichen Fehlstarts Selbstvertrauen und Sicherheit gewonnen haben. Zudem weiß er, dass er in der Lage ist, Taylor vorzeitig zu stoppen. Daher tippe ich darauf, dass er auch dieses Mal in der zweiten Kampfhälfte gewinnt. Sebastian Gutknecht: Pavlik durch TKO in Runde acht Wenn Jermain Taylor sich nicht innerhalb der relativ kurzen Zeit bessere "Finisher"-Qualitäten angeeignet hat, sehe ich keinen Grund, warum der Kampf anders verlaufen sollte als der erste. Der Ex-Weltmeister scheint nicht über die Kondition und Härte seines Gegners zu verfügen und wird daher wieder in den hinteren Runden gestoppt werden. Andreas Kämpfe: Taylor durch TKO in Runde drei Kelly Pavlik hat im ersten Kampf alles abgerufen was er konnte, ich halte keine Leistungssteigerung mehr für möglich. Anders sieht es bei Jermain Taylor aus. Bei ihm sehe ich noch Luft nach oben und ich denke, er wird diesmal den Kampf für sich entscheiden können. Er hat bereits gezeigt, dass er seinen Gegner in Bedrängnis bringen kann und diesmal wird er den Sack zumachen. Wolfgang Schiffbauer: Pavlik durch KO in fünf Runden Kelly Pavlik trifft ein zweites Mal auf Jermain Taylor. Der erste Kampf war sensationell, beide Boxer waren am Boden. Am Ende gewann Pavlik durch KO, wurde neuer unumstrittener Mittelgewichts-Champion. Der Rückkampf findet nun im Supermittelgewicht statt, dies ließ sich Taylor vertraglich vor dem ersten Duell zusichern. Ein Vorteil für den Ex-Weltmeister. Jedoch bezweifle ich, dass dieser ihm viel nützt. In keinem seiner Kämpfe seit dem Titelgewinn war Taylor wirklich überzeugend, die einzige Ausnahme bildet die zweite Runde des Pavlik-Kampfes. Hinzu kommt, dass sein Selbstbewusstsein einen großen Schlag abbekommen haben dürfte. Pavlik hingegen ist sich seiner sicher, weiß, dass er Taylor besiegen, ihn KO schlagen kann. Trotzdem glaube ich nicht, dass er seinen Kontrahenten unterschätzen wird. Daher rechne ich mit einem weiteren Sieg für den Weltmeister, diesmal jedoch deutlicher. Er wird die Fehler aus dem ersten Kampf abstellen, sich auf seine Stärken konzentrieren und innerhalb von fünf Runden durch KO gewinnen.

Thomas Schlabe: Pavlik durch KO in zehn Runden Der erste Kampf zwischen Kelly Pavlik und Jermain Taylor zählte wohl zu den unterhaltsamsten und besten Kämpfen des vergangenen Jahres. Am Ende diesen Gefechts gab es einen neuen Mittelgewichtsweltmeister. Leider wird es diesmal weder "And still" noch "And the new..." heißen, da Taylor auf eine Vertragsklausel besteht, welche besagt, dass ein Rückkampf im Limit bis 166 amerikanische Pfund stattzufinden habe. Für Taylor ist dies wahrscheinlich mehr ein psychologischer Anker, nachdem er schwer im ersten Aufeinandertreffen zu Boden gegangen ist. Wie sein ehemaliger Trainer Manny Steward kürzlich indirekt verlauten ließ, ist der Mann aus Arkansas zwar mit allen physischen Vorteilen gesegnet, allerdings fehle es ihm an einer gewissen Ringintelligenz, die durch häufiges Verkrampfen im Ring noch weiter unterstützt wird. Das Gegenteil erscheint mir bei Pavlik der Fall zu sein. Besonders nachdem ihn Taylor Mitte der zweiten Runde in den Ringstaub schickte, bewies er Nervenstärke und zeigte sich im weiteren Kampfverlauf sehr relaxt. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass Taylor seit seinem ersten Kampf gegen Bernard Hopkins immer mal wieder konditionelle Schwächen in den hinteren Runden zeigte, was mich zu meiner Prognose "Kelly Pavlik durch KO in unter 10 Runden" bewegt. Für Unterhaltung sollte jedenfalls gesorgt sein. Stefan Strehler: Taylor einstimmig nach Punkten Ich halte Jermain Taylor für den intelligenteren Boxer. Im ersten Kampf sind dem ehemaligen Olympioniken einige Fehler unterlaufen, die ihm den Sieg gekostet haben. Im Rückkampf wird der Mann aus Little Rock Arkansas eine taktisch einwandfreie Vorstellung abliefern und in einem weit weniger spektakulären Duell einstimmig nach Punkten gewinnen.

Erstmals tippen die BoxingPress-Mitarbeiter einen Kampf ausgeglichen: 4x Pavlik , 4x Taylor


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Der Beitrag stammt vom 19. Februar 2008 und steht in der Rubrik Weitere Beiträge. Sie versammelt 17 Beiträge aus dem Archiv, 3 davon aus demselben Jahr. Der ursprüngliche Beitrag umfasst 971 Wörter Fließtext und liegt damit an 8. Stelle des Umfangs innerhalb dieser Rubrik. Die Einordnung folgt der Adresse, unter der er ursprünglich erschienen ist, und nicht einer nachträglichen Bewertung des Inhalts: Eine heute vorgenommene Zuordnung wäre eine Vermutung, und eine falsche Vermutung fiele später niemandem mehr auf.

Originalfotos sind zu diesem Beitrag nicht erhalten. Bei einem Teil des Bestands ließen sich die Bilddateien nicht mehr unter ihrer alten Adresse wiederherstellen, bei einem anderen Teil kam der Beitrag von vornherein ohne Bild aus. Die Aufnahme oben gehört entsprechend nicht zum Original, sondern ist eine eigene Aufnahme zur Rubrik Weitere Beiträge.

In der zeitlichen Folge seiner Rubrik steht der Beitrag an 14. Stelle von 17. Davor liegt Manny Pacquiao vs. Marco Antonio Barrera - Die Prognosen aus 2007. Danach folgt Wladimir Klitschko vs. Sultan Ibragimov - Die Prognosen aus 2008. Diese Reihenfolge ist die des Erscheinens und nicht die der Bedeutung; sie eignet sich, um einen Zeitraum am Stück zu lesen, und weniger, um einen einzelnen Namen zu verfolgen. Dafür ist der Boxerindex der kürzere Weg.

In derselben Rubrik stehen unter anderem Wladimir Klitschko vs. Sultan Ibragimov - Die Prognosen, Juan Manuel Marquez vs. Manny Pacquiao II - Die Prognosen und Manny Pacquiao vs. Marco Antonio Barrera - Die Prognosen. Der Weg durch das Archiv führt entweder über die Rubrik, wenn ein Zeitraum gesucht wird, oder über den Boxerindex, wenn ein Name gesucht wird. Für die reinen Zahlen einer Karriere sind die Kampfrekorde der kürzeste Weg, und zwei davon lassen sich im Rekord-Vergleich unmittelbar nebeneinanderlegen.

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Er trägt das Datum 19. Februar 2008 und gehört zur Rubrik Weitere Beiträge, die im Archiv 17 Beiträge umfasst. Aus dem Jahr 2008 stammen davon 3.

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