Daten
Kampfrekorde: vollständige Bilanzen im Boxarchiv
15 Kampfrekorde mit 2.698 einzelnen Kämpfen, jeder mit Datum, Gegner und Ergebnis. Die Sammlung reicht von 1887 bis 2001 und enthält damit auch die Jahrzehnte, in denen ein Boxer mehr Kämpfe in einer Saison bestritt als heute in einer halben Karriere.
Rekorde nach Gewichtsklasse
Die Gewichtsklasse stammt aus dem jeweiligen Rekord selbst. Eine nach Namen und deutscher Szene geordnete Übersicht steht unter Boxer im Archiv.
Schwergewicht Greg Page , Rocky Marciano , James Douglas , Jesse Ferguson , James Corbett , Shazzon Bradley
Cruisergewicht Chris Eubank
Mittelgewicht Harry Greb , Mickey Walker , Jake LaMotta , Tony Zale , Antwun Echols
Halbmittelgewicht Donald Curry
Superfedergewicht Louie Espinoza
Federgewicht Willie Pep
Alle Rekorde im Archiv
- Kämpfe
- 604
- Zeitraum
- 1913 bis 1926
- Vorzeitig
- 100
- Anteil
- 17 %
- Kämpfe
- 482
- Zeitraum
- 1940 bis 1966
- Vorzeitig
- 130
- Anteil
- 27 %
- Kämpfe
- 324
- Zeitraum
- 1919 bis 1935
- Vorzeitig
- 120
- Anteil
- 37 %
- Kämpfe
- 212
- Zeitraum
- 1941 bis 1954
- Vorzeitig
- 60
- Anteil
- 28 %
- Kämpfe
- 174
- Zeitraum
- 1934 bis 1948
- Vorzeitig
- 90
- Anteil
- 52 %
- Kämpfe
- 148
- Zeitraum
- 1979 bis 2001
- Vorzeitig
- 92
- Anteil
- 62 %
- Kämpfe
- 132
- Zeitraum
- 1982 bis 1997
- Vorzeitig
- 88
- Anteil
- 67 %
- Kämpfe
- 104
- Zeitraum
- 1985 bis 1998
- Vorzeitig
- 48
- Anteil
- 46 %
- Kämpfe
- 98
- Zeitraum
- 1947 bis 1955
- Vorzeitig
- 86
- Anteil
- 88 %
- Kämpfe
- 92
- Zeitraum
- 1981 bis 1999
- Vorzeitig
- 50
- Anteil
- 54 %
- Kämpfe
- 86
- Zeitraum
- 1983 bis 1999
- Vorzeitig
- 30
- Anteil
- 35 %
- Kämpfe
- 80
- Zeitraum
- 1980 bis 1997
- Vorzeitig
- 50
- Anteil
- 63 %
- Kämpfe
- 62
- Zeitraum
- 1887 bis 1903
- Vorzeitig
- 24
- Anteil
- 39 %
- Kämpfe
- 58
- Zeitraum
- 1993 bis 2000
- Vorzeitig
- 46
- Anteil
- 79 %
- Kämpfe
- 42
- Zeitraum
- 1993 bis 1999
- Vorzeitig
- 34
- Anteil
- 81 %
Die Anteile sind aus den Ergebnisspalten der jeweiligen Rekordseite gezählt: als vorzeitig gelten Knockout, technischer Knockout und Aufgabe in der Ecke. Punktentscheidungen, Unentschieden und die früher üblichen Kämpfe ohne Entscheidung zählen nicht dazu.
Ein Rekord ist eine Buchführung und keine Bewertung. Er nennt die Zahl der Kämpfe und deren Ausgang, aber nicht die Klasse der Gegner. Zwei Boxer mit gleicher Bilanz können völlig unterschiedliche Karrieren gehabt haben, und ein hoher Anteil vorzeitiger Siege sagt für sich genommen nichts darüber, gegen wen sie errungen wurden. Genau deshalb steht auf jeder Rekordseite die vollständige Liste der Gegner und nicht nur die Summe.
Für eine Einschätzung vor einem Kampf ist die Verteilung der Ausgänge die brauchbarste Zeile, weil sie auf den Stil deutet: ein Boxer, der zwei Drittel seiner Siege vorzeitig holt, hat eine andere Verteilung als einer, der über die Distanz punktet. Wie sich das auf die einzelnen Märkte auswirkt, steht auf der Seite zu den Wettarten beim Boxen, die Umrechnung in Quoten unter Boxen Wettquoten. Zwei Rekorde direkt nebeneinander zeigt der Rekord-Vergleich, die Boxer nach Namen und deutscher Szene der Boxerindex.
Wie ein Rekord im Archiv entsteht
Die Rekorde sind nicht aus einer Datenbank übernommen, sondern die Seiten, die unter dieser Adresse veröffentlicht wurden. Jede nennt die Stammdaten des Boxers, soweit sie überliefert sind, und darunter die Kämpfe in zeitlicher Folge mit Nummer, Datum, Gegner und Ergebnis. Wo ein Feld leer bleibt, fehlte die Angabe schon in der Vorlage; ergänzt wurde nichts, auch nicht dort, wo sie sich aus anderen Quellen hätte beschaffen lassen.
Die Kennzahlen auf dieser Seite sind aus diesen Listen gezählt und nicht aus den Kopfzeilen der Rekorde übernommen. Wo eine Rekordseite selbst eine Bilanz nennt, kann sie deshalb von der hier gezeigten abweichen: gezählt wird, was in den Zeilen steht.
Der Bestand ist nach Verfügbarkeit ausgewählt und nicht nach Bekanntheit. Deshalb stehen Weltmeister neben Boxern, die nie um einen Titel kämpften, und Karrieren aus den 1920er Jahren neben solchen aus den 1990ern. Diese Mischung ist der eigentliche Wert des Bestands, weil sie den Vergleich über Epochen hinweg erlaubt.
Der Anteil vorzeitiger Ausgänge
Als vorzeitig gelten Knockout, technischer Knockout und die Aufgabe in der Ecke. Über alle Rekorde des Archivs liegt dieser Anteil bei ungefähr der Hälfte aller Kämpfe, was höher wirkt, als es ist: Die Zahl wird von wenigen Boxern mit sehr vielen Kämpfen getragen. Wer die Rekorde einzeln betrachtet, findet Werte von unter zwanzig bis über achtzig Prozent, und diese Spannweite ist die eigentliche Information.
Bei Karrieren aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegt der Anteil regelmäßig niedriger. Das liegt nicht an geringerer Schlagkraft, sondern an der damaligen Praxis: Viele Kämpfe wurden ohne Entscheidung gewertet, wenn beide Boxer die Distanz standen, und tauchen deshalb weder als Sieg noch als Niederlage auf.
Häufige Fragen zu den Kampfrekorden
Was steht in einem Kampfrekord?
Jede Zeile ist ein Kampf: laufende Nummer, Datum, Gegner, Ergebnis und, wo vermerkt, eine Notiz. Das Ergebnis nennt die Art des Ausgangs und die Runde, etwa KO 3 für einen Knockout in der dritten Runde.
Sind die Rekorde vollständig?
Sie sind so vollständig, wie sie im Archiv erhalten sind, und werden nicht aus anderen Quellen ergänzt. Wo eine Karriere über das letzte erfasste Jahr hinausging, endet der Rekord hier trotzdem mit dem letzten dokumentierten Kampf.
Warum haben ältere Boxer so viel mehr Kämpfe?
Weil in den ersten Jahrzehnten dieses Archivs ein Profi in einer Saison mehr Kämpfe bestritt als heute in einer halben Karriere. Rekorde aus verschiedenen Epochen lassen sich deshalb nicht an der Zahl der Kämpfe messen.
Was bedeutet der Anteil vorzeitiger Ausgänge?
Er zählt Knockout, technischen Knockout und Aufgabe in der Ecke und teilt sie durch alle Kämpfe. Er deutet auf den Stil eines Boxers und ist die Zeile, die für eine Einschätzung vor einem Kampf am meisten hergibt.