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Rechnung

Boxen Wettquoten im Vergleich: beste Quoten erkennen und berechnen

Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitsangabe mit eingebautem Aufschlag. Wer beide Teile trennen kann, sieht bei Boxen Quoten sofort, welcher Buchmacher die bessere Auszahlung stellt. Boxen Wettquoten berechnen heißt dabei nichts anderes als eine Division und eine Addition.

Punktrichtertisch am Ring mit leeren Punktzetteln und einem Stift

Wettquoten berechnen: von der Dezimalquote zur Wahrscheinlichkeit

In Deutschland stehen Boxen Quoten als Dezimalzahl. Der Einsatz mal Quote ergibt die Auszahlung inklusive Einsatz, aus zehn Euro bei einer Quote von 1,80 werden also 18 Euro, davon 8 Euro Gewinn. Die vom Buchmacher unterstellte Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert: 1 geteilt durch 1,80 sind 0,556, also 55,6 Prozent. Umgekehrt gilt dasselbe. Wer einen Boxer bei 60 Prozent sieht, braucht mindestens eine Quote von 1 geteilt durch 0,60, also 1,67, damit die Wette rechnerisch überhaupt Sinn ergibt.

Die Marge sichtbar machen und Quoten vergleichen

Addiert man die unterstellten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Kampfes, ergibt die Summe nie exakt 100 Prozent, sondern mehr. Der Überschuss ist die Marge des Buchmachers, der Rest die Auszahlungsquote. Drei Anbieter mit denselben drei Ausgängen, aber unterschiedlichen Quoten, zeigen das deutlich.

1,80 Buchmacher A
Boxer A
1,80
Unentschieden
18,00
Boxer B
1,90
Marge
13,7 %
Auszahlung
87,9 %
1,85 Buchmacher B
Boxer A
1,85
Unentschieden
16,00
Boxer B
1,95
Marge
11,6 %
Auszahlung
89,6 %
1,75 Buchmacher C
Boxer A
1,75
Unentschieden
21,00
Boxer B
2,05
Marge
10,7 %
Auszahlung
90,3 %

Zwischen Buchmacher A mit 87,9 Prozent Auszahlung und Buchmacher C mit 90,3 Prozent liegen 2,4 Prozentpunkte. Das klingt klein und ist es bei einer einzelnen Wette auch. Über hundert Wetten hinweg entspricht es dem Unterschied zwischen einem Konto, das langsam schrumpft, und einem, das schnell schrumpft. Genau deshalb ist die Auszahlungsquote das Kriterium, an dem sich beste Boxen Wettquoten messen lassen, und nicht die eine auffällig hohe Quote auf einen einzelnen Ausgang.

Runde 1

Warum eine hohe Einzelquote nichts beweist

Buchmacher A zahlt auf das Unentschieden 18,00 und liegt damit über den anderen beiden. Trotzdem ist die Auszahlung über alle drei Ausgänge zusammen die schlechteste, weil die beiden wahrscheinlichen Ausgänge niedriger bewertet sind. Eine einzelne Quote zu vergleichen sagt nichts. Erst die Summe der Kehrwerte sagt etwas.

Die Wettsteuer gehört in die Rechnung

Auf Sportwetten in Deutschland fallen 5,3 Prozent Wettsteuer an, bemessen am Einsatz. Trägt der Anbieter sie, bleibt die angezeigte Quote die effektive. Zieht er sie vom Einsatz ab, landen von zehn Euro nur 9,50 Euro in der Wette, aus einer Quote von 1,90 wird effektiv rund 1,80. Zieht er sie erst vom Gewinn ab, bleibt der Einsatz voll, dafür sinkt die Auszahlung im Gewinnfall. Wer Wettquoten zwischen Anbietern vergleicht, ohne diesen Punkt zu klären, vergleicht unterschiedlich definierte Zahlen.

Woran sich beste Boxen Wettquoten erkennen lassen

Beste Boxen Wettquoten entstehen dort, wo der Buchmacher am wenigsten weiß. Bei einem Boxkampf hat er weniger Daten als bei einem Ligaspiel. Es gibt keine Tabelle, keine wöchentliche Formkurve und oft eine lange Pause zwischen zwei Auftritten desselben Boxers. Bewertet wird deshalb stärker über Stilfragen: die Knockoutquote im Rekord, das Alter, der Wechsel der Gewichtsklasse, die Frage, ob ein Boxer schon einmal ausgezählt wurde. Diese Punkte lassen sich an einem Kampfrekord nachlesen, und genau dafür sind die Kampfrekorde im Archiv brauchbar: sie zeigen über eine ganze Karriere, wie ein Boxer seine Kämpfe beendet hat.

Wer Boxwetten regelmäßig platziert, rechnet die Auszahlungsquote deshalb einmal selbst nach, statt sie zu schätzen. Wie die einzelnen Märkte aufgebaut sind, auf die sich diese Boxwetten beziehen, steht auf der Seite zu den Wettarten und Wettmärkten. Für Quoten während des Kampfes gilt der Abschnitt zu Live Wetten, weil dort andere Regeln greifen.

Häufige Fragen zu Boxen Wettquoten

Wie rechnet man eine Quote in eine Wahrscheinlichkeit um?

Die Wahrscheinlichkeit berechnen heißt: 1 geteilt durch die Quote. Bei 2,50 sind das 0,40, also 40 Prozent. Diese Zahl enthält die Marge des Buchmachers, die echte Einschätzung liegt also etwas darunter.

Welche Auszahlungsquote ist bei Boxwetten gut?

Bei der Siegwette auf einen großen Kampf sind Werte um 94 Prozent üblich, gute Anbieter liegen darüber. Bei Nebenmärkten wie der exakten Runde fällt die Auszahlung deutlich ab, weil dort die Marge höher angesetzt wird.

Warum unterscheiden sich die Quoten zwischen Anbietern überhaupt?

Weil jeder Buchmacher eigene Einschätzungen und eine eigene Marge ansetzt und zusätzlich auf das Wettverhalten seiner Kunden reagiert. Bei Boxkämpfen mit wenig öffentlicher Information fallen diese Unterschiede größer aus als bei einem Bundesligaspiel.

Wie viele Anbieter sollte man für einen Quotenvergleich heranziehen?

Zwei genügen, um die Spanne zu sehen, drei sind besser. Wichtig ist, immer denselben Markt desselben Kampfes zu vergleichen und die Auszahlungsquote über alle Ausgänge zu rechnen, nicht eine einzelne Quote.