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Marquez schlägt Barrera


Marquez schlägt Barrera

Im Mandalay Bay Casino in Las Vegas, Nevada, traf am Samstag Marco Antonio Barrera , WBC-Weltmeister im Superfedergewicht, auf seinen Landsmann Juan Manuel Marquez (Foto) , der selbst den Interims-Gürtel der WBO im Federgewicht hält, zu diesem Kampf aber eine Gewichtsklasse aufgestiegen war. Die Ansetzung zwischen zwei der momentan besten mexikanischen Boxer und Publikumslieblingen klang vielversprechend, doch war fraglich, ob das Duell den hohen Erwartungen gerecht werden würde. Beide Athleten haben in der Vergangenheit sowohl echte Ringschlachten als auch sehr taktische Kämpfe geliefert. Natürlich kann auch taktisches Boxen interessant anzusehen sein, doch bei diesem Duell hofften sicher die meisten Zuschauer auf eine temperamentvolle Auseinandersetzung.

In der Tat begnügten sich die beiden Boxer mit einer kurzen Abtastphase und versuchten vor allem mit linken Haken jeweils früh Eindruck bei ihrem Gegner zu hinterlassen. Dabei schien Marquez Wert darauf zu legen, als erster seine Schläge abzufeuern. Doch der Weltmeister blieb keine Antwort schuldig. In der zweiten Runde übernahm Barrera allmählich die Kontrolle über das Geschehen im Ring und konterte seinen angreifenden Gegner immer wieder aus. Während „Dinamita“ harte Einzelschläge anzubringen versuchte, jedoch nur selten traf, kam der Titelverteidiger immer wieder mit der Führungshand durch und hinterließ bald Spuren im Gesicht seines Herausforderers. Zum Ende der Runde schien er mit zwei linken Haken sogar Schlagwirkung zu erzielen. Der Kampf war zu diesem Zeitpunkt klar von der Taktik Barreras bestimmt, die aufzugehen schien.

Das Bild setzte sich in Runde drei zunächst fort, doch zum Ende des Durchgangs änderte der „Baby Faced Assassin“ seine Marschroute und stellte sich plötzlich dem Schlagabtausch. Sofort wurde der Kampf intensiver, aber auch ausgeglichener, da Marquez nun ebenfalls mehr Schläge ins Ziel brachte. Hatte der Champion bis dahin viele Schläge seines Gegner erfolgreich meiden können, gelang ihm dies nun deutlich seltener, da der Herausforderer näher an ihn herankam. Dabei schien Marquez mehrmals Wirkung zu hinterlassen und allmählich den Kampf an sich zu reißen. Zwar von den frühen Treffern Barreras gezeichnet, sicherte sich Marquez die Runden vier bis sechs durch beeindruckend präzise und harte Kombinationen.

In Durchgang sieben traf Marquez seinen Gegner mit einer rechten Schlaghand zum Kopf, die Barrera sichtbar anklingelte. Dieser wich an die Seile zurück, wo er mit Schlagsalven eingedeckt wurde. Alles sah danach aus, als sei Barrera kurz davor auf die Bretter zu müssen, als er seinerseits mit einer schweren Rechten durchkam und es Marquez war, der sich plötzlich auf den Brettern wiederfand. Es folgte die umstrittenste Szene des Abends, als der Weltmeister auf den sich am Boden befindenden Herausforderer zustürmte und ihn mit einem weiteren Schlag traf. Ringrichter Jay Nady zog ihm dafür völlig berechtigt einen Punkt ab. Doch anschließend verweigerte er zur Überraschung des Publikums dem Niederschlag die Gültigkeit und entschied stattdessen, dass Marquez lediglich ausgerutscht sei. Damit lag Nady allerdings absolut falsch. Aus seiner Position heraus hätte er den völlig korrekten Niederschlag eigentlich erkennen müssen.

Dennoch war nun Barrera wieder oben auf und nutzte das Momentum für Durchgang acht. Beide Boxer tauschten in der Ringmitte Schläge aus und lieferten sich ein hitziges Gefecht. Spätestens jetzt erfüllte der Kampf die an ihn gestellten Erwartungen. Während der Weltmeister in Runde acht leichte Vorteile hatte, setzte sich Marquez in den Durchgängen neun und zehn knapp durch. Beide Boxer fanden immer wieder ihr Ziel, doch es schien, als hinterließ Marquez mit seinen Treffern mehr Wirkung. Auch in den letzten zwei Runden blieb das Tempo weiterhin hoch. Allerdings verliefen sie sehr ausgeglichen. In den letzten Sekunden ließen beide Kontrahenten noch einmal richtig die Fäuste fliegen, doch ein entscheidender Treffer blieb aus.

Nach dem Schlussgong werteten die drei Punktrichter den Kampf mit 116:111, 116:111 und 118:109 einstimmig an Juan Manuel Marquez, der somit neuer WBC-Weltmeister im Superfedergewicht ist. Allerdings stehen die Chancen auf ein zweites Duell der beiden Mexikaner gut: angeblich hat der TV-Sender HBO den 16. September bereits als Termin für den Rückkampf festgesetzt.


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Der Beitrag stammt vom 16. November 2007 und steht in der Rubrik Kampfberichte. Sie versammelt 35 Beiträge aus dem Archiv, 7 davon aus demselben Jahr. Der ursprüngliche Beitrag umfasst 634 Wörter Fließtext und liegt damit an 30. Stelle des Umfangs innerhalb dieser Rubrik. Die Einordnung folgt der Adresse, unter der er ursprünglich erschienen ist, und nicht einer nachträglichen Bewertung des Inhalts: Eine heute vorgenommene Zuordnung wäre eine Vermutung, und eine falsche Vermutung fiele später niemandem mehr auf.

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In der zeitlichen Folge seiner Rubrik steht der Beitrag an 27. Stelle von 35. Davor liegt Arthur Abraham vs. Sebastien Demers - Der Bericht aus 2007. Danach folgt Javier Castillejo vs. Felix Sturm II - Der Bericht aus 2007. Diese Reihenfolge ist die des Erscheinens und nicht die der Bedeutung; sie eignet sich, um einen Zeitraum am Stück zu lesen, und weniger, um einen einzelnen Namen zu verfolgen. Dafür ist der Boxerindex der kürzere Weg.

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Er trägt das Datum 16. November 2007 und gehört zur Rubrik Kampfberichte, die im Archiv 35 Beiträge umfasst. Aus dem Jahr 2007 stammen davon 7.

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Innerhalb der Rubrik Kampfberichte steht dieser Beitrag an 27. Stelle von 35. Davor liegt "Arthur Abraham vs. Sebastien Demers - Der Bericht" aus 2007. Danach folgt "Javier Castillejo vs. Felix Sturm II - Der Bericht" aus 2007.

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