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BP-Prognosen:
Bernard Hopkins
vs.
William Joppy


Hier sind die Prognosen der BoxingPress-Mitarbeiter für den IBF-, WBA- und WBC-Titelkampf im Mittelgewicht zwischen Bernard Hopkins und William Joppy am Samstag, den 13. Dezember 2003:


Thorsten Fritsche: Hopkins durch TKO in Runde 7
Ich glaube, dass die Summe aus Erfahrung, boxerischer Klasse und physischer Vorteile seitens Hopkins letztlich zu viel für Joppy sein werden. Zur Not hilft der Weltmeister mit weniger sauberen Mitteln nach, für die er auch in der Vergangenheit bekannt war. Allerdings nagt mit 38 Jahren der Zahn der Zeit an Hopkins und das geht auch an einem wie ihm nicht spurlos vorbei. Dies weiß er auch und wird daher ein vorzeitiges Ende suchen. Aber wehe, dies gelingt ihm nicht, dann könnte es eng werden.


Patrick Haas: Hopkins durch KO in Runde 7
Im Vorfeld bezeichnete Joppy den Executioner als Durchschnitt und man kann für ihn nur hoffen, dass er Recht behält, denn Hopkins droht Joppy im Gegenzug mit dem Tode. Ganz so schlimm sollte es für Joppy nicht werden. Trotzdem dürfte es eine klare Angelegenheit für Hopkins werden, der einfach in allen Belangen besser als Joppy ist.

Dr. Constantin Hofmann: Hopkins durch TKO in Runde 7
Joppy ist kein schlechter Mann, aber Hopkins ist eine Nummer zu stark für ihn. "The Executioner" wird ihn nicht schnell exekutieren, aber in den mittleren Runden könnte vorzeitig Schluss sein für Joppy.

Thomas Igerl: Hopkins durch TKO in Runde 7
Obgleich William Joppy über hervorragende boxerische Fertigkeiten verfügt, ist er dem Ausnahmekönner Bernard Hopkins in allen Bereichen unterlegen. Wenn das Phänomen "Hopkins" andauert und er mit 38 Jahren weiterhin keine Spur von Alterungserscheinungen zeigt, dann wird er den Kampf vorzeitig für sich entscheiden. Obwohl der WBA-Weltmeister im Infight seine Momente haben wird, ist er der Erfahrung, der fast schon individuellen Kunst von blitzartigen Angriffen aus allen Kampfdistanzen sowie der konzentrierten und übersichtlichen Herangehensweise des 38-jährigen Weltmeisters nicht gewachsen.

Andreas Kämpfe: Hopkins durch KO in Runde 8
Hopkins neigt dazu sich dem Niveau seiner Gegner anzupassen, ergo wird es eine überzeugende Vorstellung von ihm gegen den sicher nicht ungefährlichen Joppy werden. Joppy wird sicher seine Momente im Kampf haben, aber am Schluß setzt sich das bessere Paket aus Erfahrung, Technik und Willen durch - und das besitzt nunmal Hopkins.


Jörg Lüdemann: Hopkins nach Punkten
Der Zahn der Zeit scheint am "Executioner" Hopkins nicht nagen zu wollen. Mit William Joppy bekommt er einen technisch soliden und kampfstarken Gegner vor die Fäuste, der ihn eine ganze Weile lang beschäftigen dürfte. Dennoch sehe ich keine Kategorie, das Alter ausgenommen, in der Joppy gegenüber dem Weltmeister einen Vorteil hätte. Gerade im mentalen Bereich scheint Hopkins deutlich überlegen, Joppy konnte in den letzten Jahren mit kaum einer überzeugenden Vorstellung aufwarten. Daher rechne ich mit einem Hopkins-Punktsieg, dessen Höhe von der aktuellen Verfassung des US-Amerikaners abhängen wird.

Karsten Knöchlein: Knapper Punkt- oder DQ-Sieg für Joppy
Nach seinem grandiosen Sieg gegen Felix Trinidad hat sich der Executioner mit Kämpfen gegen Carl Daniels und Morrade Hakkar begnügt und auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Jetzt wird es Zeit, sich wieder einer richtigen Herausforderung zu stellen und mit William Joppy dürfte er genau diese gefunden haben. Der dreimalige und aktuelle WBA-Weltmeister im Mittelgewicht braucht sich mit seiner Erfahrung und boxerischen Fähigkeiten nicht hinter Hopkins zu verstecken. Ich denke, uns dürfte ein sehr verbissener und teilweise unsauberer Kampf bevorstehen. Hopkins ist zwar auch für mich der Favorit, aber trotzdem tippe ich auf einen Überraschungssieg von William Joppy, der nach Roy Jones Jr. und Felix Trinidad für mich der beste Gegner in Hopkins langer Karriere ist.


Wolfgang Oswald: Hopkins durch KO in den hinteren Runden
Joppy ist ein sehr guter Boxer mit entsprechender Boxausbildung. Technisch ist er gut und er hat auch die nötigen Mittel, um Hopkins gefährlich werden zu können. Was gegen ihn spricht, sind seine körperlichen Nachteile und Hopkins unbedingter Wille zum Sieg bzw. dessen mentale Stärke. Ich denke, dass Hopkins sich mit zunehmender Kampfdauer mit seinem Stil durchsetzen wird und Joppy in den hinteren Runden entscheidend besiegen bzw. einen Punktsieg einfahren wird. Wenn die boxerischen Mittel von Hopkins nicht den gewünschten Erfolg bringen, packt er eben die Brechstange aus und das wird den Fight letztendlich entscheiden.

Peter Selzer: Joppy nach Punkten
Hopkins verfügt nach dem Sieg über Felix Trinidad fast über Legendenstatus. Dies ist m. M. nicht gerechtfertigt, denn mit Ausnahme dieses Kampfes waren die Leistungen des Mittelgewichtlers nicht immer überzeugend, insbesondere in den letzten Kämpfen wirkte der "Executioner" unmotiviert und kampfesmüde. Auch sein recht fortgeschrittenes Sportleralter und die langen Kampfpausen sind nachteilig gegen einen Gegner, der völlig unterschätzt wird. Joppy verlor zwar eindeutig gegen Trinidad, doch diese Niederlage war in erster Linie auf den übertriebenen Respekt vor der Boxlegende Tito zurückzuführen. Dieser Fehler wird ihm nicht noch einmal unterlaufen.

Roland Janik: Hopkins durch KO in Runde 9
Nach zwei eher "leichten" Titelverteidigungen trifft Hopkins mit Joppy auf einen technisch starken und sehr erfahrenen Gegner. Der "Executioner" wird deutlich mehr zeigen müssen als in seinen beiden letzten Kämpfen - und er wird genau das tun. Seine variable Kampfesführung, seine harten Haken, sein unerreichter Siegeswille und - sofern es sein muss - der Einsatz von "dirty tactics" (schmutzigen Tricks) sind in der Summe zu viel für Joppy, der es Hopkins schwer machen, am Ende aber unterliegen wird.

Jens Lüders: Hopkins nach Punkten
Ein nicht einfach zu prognostizierender Kampf. Hopkins dürfte sich schwerer tun, als es die Quoten der Buchmacher signalisieren, die ihn als deutlichen Favoriten ausmachen. Kampfgeist, ein gutes Kinn und sehr solide boxerische Fähigkeiten sprechen für den amtierenden Weltmeister. Gegen ihn spricht sein für einen Mittelgewichtler geradezu schon biblisch hohes Alter. Und die Karrieren großer und alt gewordener Boxer enden meist mit Niederlagen. Joppy ist ein guter Boxer, der wohl wissen dürfte, dass er nur nach Punkten gewinnen kann. Er dürfte versuchen, den Schlagabtausch zu vermeiden und den Kampf über die hinteren Runden zu entscheiden, darauf hoffend, dass er dann der noch frischere Mann ist.

Marco Zeininger: Hopkins nach Punkten
Hopkins wird sich anfangs schwer tun, da er in der letzten Zeit sehr selten im Ring gestanden hat. Joppy wird meines Erachtens stark beginnen und in der ersten Kampfeshälfte einige Runden gewinnen. Danach wird sich das Blatt jedoch zu Gunsten eines sich besinnenden Hopkins wenden, der einen zähen Punktsieg erringen wird.

Karsten Fritsche: Hopkins nach Punkten
Die letzten Gegner von Bernhard Hopkins gehörten nicht zu den Spitzenleuten des Mittelgewichts und dennoch konnte der Weltmeister nicht immer überzeugen. Denkt man an das Alter von Hopkins, drängt sich ein Vergleich mit Holyfield auf. Mit 38 Jahren kann jeder Kampf einer zuviel sein, um als Legende und Champion abtreten zu können. Aber ist Joppy der frischere Mann? Jünger ist er, jedoch stellt sich die Frage, wieviel Rost Torelle in seiner mehr als einjährigen Pause angesetzt hat. Zudem ist William Jopy kleiner, hat die kürzere Reichweite und muss somit gegen einen Mann in die Nahdistanz, der gerade dort sämtliche Tricks und Kniffe des Boxens beherrscht.

Fazit:

Die Mehrheit der BoxingPress-Mitarbeiter sieht Bernard Hopkins als Sieger: 11 x Hopkins, 2 x Joppy.


 
     

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