Interviews Interview
Interview mit Arno Pokrandt
Der Boxingpress-Artikel "Unparteiische - ein Netz aus Geld, Macht und fehlendem Rückgrat" über die mangelnde Neutralität von deutschen Punkt- und Ringrichtern im Boxbusiness hat in der Szene einigen Staub aufgewirbelt. Ringrichter Arno Pokrandt ( Foto ) wollte die Anschuldigungen nicht auf sich sitzen lassen und bricht im exklusiven BoxingPress-Interview eine Lanze für das deutsche Ringrichterwesen und fasst seinerseits einige heisse Eisen und explosiven Stoff an. Er spricht offen über die Leiden der deutschen Kampfrichter, Manipulationsversuche und nennt konkrete Namen.
Boxingpress : Herr Pokrandt, Sie haben sich bei der Redaktion über den Artikel beschwert und wollten einiges richtigstellen. Wo genau - denken Sie - ist das deutsche Ringrichterwesen ungerecht behandelt worden?
Ringrichter Arno Pokrandt : Es geht doch schon bei der Überschrift los: "Ein Netz aus Geld, Macht und fehlendem Rückgrat" . Das ist ja schon ganz starker Tobak. Macht haben Kampfrichter schon mal gar nicht und die grossen Geldgeschäfte spielen sich auch woanders ab. Was das Rückgrat angeht, ist das natürlich individuell verschieden und jedem selbst überlassen, aber ich habe Rückgrat! Sonst würde ich mich auch nicht hier stellen.
Boxingpress : Sie haben in unserem Vorgespräch mangelhafte Recherche und falsche Zitate unterstellt. Könnten Sie diese Behauptungen genauer verifizieren?
Arno Pokrandt : Ja, das geht schon im ersten Absatz los. Ich habe mit einem der Kampfrichter des angesprochenen IDM-Kampfes (Ismaylov Rashad vs. Omid Nasrati) bereits gesprochen und der hat das Ergebnis bestätigt. Daraufhin habe ich mit einem anerkannten Fachmann, einem Matchmaker, Kontakt aufgenommen, der den Kampf ähnlich gewertet hatte und - wie er sagte - dem unterlegenen Boxer allerhöchstens eine Runde mehr gegeben hätte. Mehr wars nicht. Dieser Kampf ist also bestätigt. Und ich sage hier und jetzt ganz offen, dass Detlev Loritz, der Manager des unterlegenen FLP-Boxers Nosrati, im Vorfeld des Kampfes selbst versucht hatte, die Kampfrichter einzustimmen.
Boxingpress : Könnten Sie das genauer erläutern?
Arno Pokrandt : Loritz hat dem Kampfrichter, der mit mir eng befreundet ist, im Vorfeld gesagt, dass er in einem wichtigen Kampf zu entscheiden hat und "bloss keine Scheisse bauen soll!" . Mein Freund erwiderte, dass - egal ob rote oder blaue Ecke - derjenige als Sieger den Ring verlassen wird, der den Kampf auch gewonnen hat. Als das Urteil dann zu Ungunsten des FLP-Stalls ausfiel, nannte Loritz nach dem Kampf den Kampfrichter im Vorbeigehen ein "Schwein". Das gehört sich unter Sportsleuten nicht.
Boxingpress : Kommen wir zur Frage des Geldes. Dass Kampfrichter nicht einfach gekauft werden, wird im Artikel ja bereits gesagt. Inwiefern sind denn die Geldbeträge, die Kampfrichter regulär bekommen eine Motivation, möglichst "bequem" zu sein?
Arno Pokrandt : Ein Ringrichter kriegt 165 Euro für einen Kampfabend, also alle Kämpfe des Abends. Ein Punktrichter kriegt sogar noch weniger. Nun rechnen Sie mal selber aus, was das pro Kampf und pro Stunde ist. Dass hier allen Ernstes von "Geld" geredet wird, ist ein Unding. Dass ich nachts um 1-2 Uhr nicht noch nach Hause fahre, wenn ich weit weg wohne, ist auch klar. Dafür kriegt man dann die erwähnte Übernachtungspauschale von etwas weniger als 90 Euro. Wenn man aber Pech hat, wird man vom Veranstalter in ein Hotel eingecheckt, das teurer ist, als die 90 Euro. Die Differenz darf man dann selber bezahlen.
Selbst, wenn ich mit dem Zug fahre: Wissen Sie, was im Zug ein ganz normaler Kaffee oder etwas anderes zu trinken kostet? Vom Flughafen aus hingegen muss man ein oft Taxi nehmen. Das ist z.B. besonders in Berlin sehr teuer. Dann soll mal bitte jemand behaupten, wir hätten kein Rückgrat und würden uns Geld in die Taschen stecken! Es gibt Abende, an denen man noch Geld drauflegt!
Ich gebe ein ganz konkretes Beispiel: Ich war auf einer Kleinringveranstaltung von Werner Kastor in Berlin eingesetzt (BP berichtete: "Knackige Kämpfe im Kiez" ) . Bei Kleinringveranstaltungen gibt es nur die Hälfte des Geldes. Ich habe den Flug und mein Hotel selber bezahlt. An dem Abend war ich für die ganzen Kämpfe der einzige und alleinentscheidende Punkt- und auch noch Ringrichter. Da haben Sie was zu tun! Bei dieser Veranstaltung z.B. habe ich noch richtig Geld draufgelegt. Wir sind Idealisten!
Wenn man als Kampfrichter richtig "Geld verdienen" ( lacht ) will, muss man mit der Mitfahrzentrale fahren und darf sich unterwegs nicht verpflegen. Wenn man dann noch eine Billig-Absteige findet, kommt in der Tat ein Gewinn dabei raus.
Das mit den VIP-Tickets ist ebenfalls so nicht ganz richtig. Bei einem grossen Veranstalter gibt es in der Tat die VIP-Karte für die Frau oder Freundin mit dazu. Andere lehnen das ganz rigoros ab. Bei denen muss man in der Tat die Karte für die Frau selber kaufen. Die Aufwandsentschädigung beträgt 165 Euro und die VIP-Karte kostet bis zu 125 Euro. Da bleibt an dem Abend kaum noch was übrig.
Ich sehe auch ehrlich gesagt das Problem nicht. Wenn mich meine Frau über hundert Kilometer an einen Einsatzort fährt und ich dort arbeite, ist es doch legitim, dass wir hinterher was essen gehen. Ausserdem sind das nicht immer "Veranstalterentscheidungen". Teilweise ist man mit Mitarbeitern von Veranstalterteams seit über 20 Jahren eng befreundet, die gehen bei einem zu Hause ein und aus. Es sind Familienfreunde. Dass man dann auch mal von denen kurz in die entsprechenden Räume gelassen wird und man zusammen ein Bier trinkt ist doch nun durchaus nachvollziehbar. Mit Parteilichkeit hat das aber nichts zu tun!
Boxingpress : Wie kommt es zu den nicht seltenen Split-Decisions oder teilweise doch sehr verschiedenen Punkturteilen?
Arno Pokrandt : Vergessen Sie eines nicht: Wir Punktrichter sitzen auf drei verschiedenen Seiten des Ringes. Manche Runden verlaufen so knapp, dass wirklich ein oder zwei saubere Treffer entscheiden. Teilweise sind die Ringrichter noch vor den Kämpfern oder Kameraleute hampeln auf dem Ring herum und versperren einem die Sicht.
Boxingpress : Fragen Sie das mal die Fotografen, die können ein Lied davon singen!
Arno Pokrandt : Da kann ein nicht richtig gesehener Schlag die ganze Runde verändern. Natürlich kommt es dann zu Punktdifferenzen. Eine andere Sache ist auch noch, dass die meisten der Kampfrichter selber aus dem Boxsport kommen. Da hat der eine ein Faible für den schlagstarken Boxer, der andere für saubere Technik. Klar bewerten die dann - besonders knappe - Runden "anders". Das hat aber mit Böswilligkeit nichts zu tun.
Boxingpress : Wie kommt es zu der ungleichen Anzahl an Einsätzen der Kampfrichter? Sollten nicht alle Kampfrichter gleich oft eingesetzt werden?
Arno Pokrandt : Das ist eine Geldfrage, das ist so einfach in der Umsetzung nicht. Es gibt zum Beispiel oft lokale Kleinringveranstaltungen. Da kann man nicht einfach jemanden aus der entgegengesetzten Ecke Deutschlands heranfahren lassen. Natürlich werden dann ortsansässige Kampfrichter bevorzugt. Auch bei grossen Veranstaltungen müssen - bei internationalen Titelkämpfen - Ringrichter mit den entsprechenden Lizenzen anwesend sein. Die machen die anderen BDB-Kämpfe natürlich mit. Man kann ja nicht sechs bis acht Kampfrichter antreten lassen. Wer soll das bezahlen?
Boxingpress : Und deswegen geht ein Kampfrichter vor Gericht und erklagt sich Einsätze? Da stimmt doch was nicht.
Arno Pokrandt : Das ist ja so auch nicht richtig. Herr Mühmert, um den es hier geht, wurde aufgrund von Unstimmigkeiten beim BDB für ungefähr ein Jahr nicht eingesetzt. Dadurch ist ihm rein rechnerisch ein finanzieller Verlust entstanden. Um das auszugleichen kriegt er jetzt ein paar Einsätze mehr, bis es sich rein rechnerisch wieder angeglichen hat. Was er wirklich für einen finanziellen Vorteil davon hat, habe ich vorhin bereits erläutert.
Es stimmt aber in der Tat, dass besonders unbequeme Leute vom BDB weniger eingesetzt werden. Das ist schon richtig. Bloss sind die häufiger eingesetzten Ring- und Punktrichter deshalb im Umkehrschluß nicht alles "Weicheier", wie im besagten Artikel angemerkt wurde.
Boxingpress : Was ist mit dem Punktrichter, der seinen eigenen Boxer angefeuert haben soll?
Arno Pokrandt : Das war schon so in der Art, aber das ist ja unterbunden worden. Wo Menschen sind, passieren Fehler, aber solange so etwas schnell unterbunden wird, kann man doch nichts sagen. Es ist ja nicht so, als wäre das das Alltagsbild in unserem Berufsstand. Ausserdem ist das schon einige Jahre hier.
Boxingpress : Was ist mit der Äusserung vom BDB-Vize Herrn Högner, dass man "in Deutschland eben keine besseren Ringrichter hätte." Man konnte aus verschiedenen Quellen hören, die auch nichts mit Boxingpress zu tun haben, dass diese Aussage tatsächlich getätigt wurde. Sind Deutschlands Kampfrichter Ihrer Meinung nach schlecht?
Arno Pokrandt : Ich will nichts über meine Kollegen sagen, ich kann nur für mich selber sprechen. International gesehen, haben die deutschen Kampfrichter einen guten Ruf. Aber in jedem Land gibt es gute und weniger gute. Das ist immer und überall so.
Ich will wieder Bezug nehmen auf Ihren Artikel. In dem Absatz, wo es um den Weltmeisterschaftskampf geht, den ein Punktrichter Unentschieden gewertet hatte, habe ich mich selbst wiedererkannt. Das war ein sehr enger Kampf von Nadja Loritz aus dem FLP-Stall gegen die Ungarin Krisztina Belinszky. Ich hatte ein Remis gepunktet. Nadja Loritz hat die ersten fünf Runden klar geführt, baute aber dann gegen Ende so stark ab, dass sie in der letzten Runde fast stehend KO war und nur noch durch die Seile aufrecht stehen konnte. Durch meine unentschiedene Wertung hat sie ihren Titel behalten, kein Verlust und gar nichts. Was mich stört, ist, dass der Verfasser nie ein Wort mit mir darüber geredet hat. Woher will er also wissen, wie und womit ich meine Wertung begründe? Ausserdem wird gefragt, ob denn die Reaktion des Publikums eine Entscheidungsgrundlage ist. Nun, im ersten Absatz direkt wird sich doch auch auf die "Pfiffe des Publikums" berufen. Was denn nun? Ist die Haltung des Publikums nun wichtig oder nicht?
Nach dem Kampf kam Detlev Loritz auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich Ausländerfeind wäre. Seine Frau wäre nämlich eine Deutsche, auch wenn sie aussieht wie eine Ausländerin. Daraufhin habe ich gesagt, dass ich weder Rassist, noch sonst etwas bin. Ich habe den Kampf so gesehen und Nadja Loritz hat diesen Kampf meiner Ansicht nach nicht gewonnen. Er war diesbezüglich anderer Meinung und hatte sie einen Punkt vorne gesehen.
Die ganze Halle hatte nach dem Kampf getobt. 800 Leute haben gepfiffen, weil das Publikum die Ungarin für besser gehalten hat. Für das Publikum war die Gegnerin die Gewinnerin des Kampfes. Wenn wir also schon von Pfiffen reden, dann doch bitte auch in diesem Zusammenhang.
Boxingpress : Stimmt die Geschichte mit dem Punktrichter, der vor dem Kampf gefragt hatte, welcher der Boxer gewinnen soll?
Arno Pokrandt : Die stimmt leider tatsächlich.
Arno Pokrandt : Doch, ich habe das gewusst. Ich kannte diese Geschichte vom Veranstalter. Das war in der Tat etwas dämlich.
Boxingpress : Wer war denn dieser Punktrichter?
Boxingpress : Kommen wir zu ein paar Fragen hinsichtlich der Ringrichter-Abstellung. Der BDB bestellt ja Kampfrichter und der Veranstalter hat bloss die Möglichkeit, zu sagen, dass er den einen oder anderen Kampfrichter nicht will. Wie aber kommt es, dass die Herren Kasimir und Küchler sogar oft zusammen bei Universum-Veranstaltungen im Dienst sind? Dass die beiden Herren die UBP-Boxer auch bei knappen Kämpfen oftmals deutlich vorne sehen, ist ja nun nicht neu.
Arno Pokrandt : Wenn Sie mich schon auf Manfred Küchler ansprechen, muss ich schon direkt sagen, dass das nicht stimmt. Küchler wurde weit über ein Jahr lang nicht bei Universum in Hamburg eingesetzt. Herr Kasimir hingegen ist prinzipiell immer dabei, wenn Frauenboxen dabei ist, da er die Lizenz dazu hat. Dass er dann die anderen Kämpfe mitmacht, damit nicht zu viele Kampfrichter anwesend sein müssen, ist auch klar. Herr Kasimir ist dadurch öfter dran als andere.
Boxingpress : Aber die Herren haben in einer bemerkenswerten Regelmässigkeit die höchsten Wertungen für die Heimboxer. Soll das Zufall sein?
Arno Pokrandt : Über Kämpfe, die ich nicht selber gesehen und gewertet habe, möchte ich kein Urteil abgeben.
Boxingpress : Kommen wir zu den "Home-Decisions". Wie kommt es dazu, dass Gastboxer schneller aus dem Kampf genommen werden als heimische Boxer oder gar Titelträger? Nennen wir einmal als konkretes Beispiel die beiden Michalczewski-Hall-Kämpfe. Das Auge von Hall beim ersten Kampf sah kaum schlimmer aus, als Michalczewskis Auge beim zweiten Kampf.
Arno Pokrandt : Im besprochenen BP-Artikel spricht der Autor von Anzählen des Heimboxers "bei geringster Schlagwirkung". Diese Einschätzung sollte man aber tunlichst dem Ringrichter überlassen. Der ist dabei, der steht daneben und kann den Boxern direkt in die Augen sehen.
Was den Michalczewski-Kampf angeht, bitte ich eins nicht zu vergessen: Es waren zwei verschiedene Ringrichter. Jeder Ringrichter hat seine eigene Auffassung im Rahmen der Verbandsregeln. Mir ist auch nicht bekannt, was die Ringärzte konkret gesagt haben. Solche Entscheidungen werden immer nach Absprache mit dem Ringarzt getroffen. Ich weiss nicht, wer jeweils Ringarzt war. Beim zweiten Kampf war es Prof. Manfred Wagner, der Boxfachmann ist. Aber aufgefallen ist mir das auch.
Boxingpress : Aber was ist mit den "kleineren" Ungleichheiten? Ich erinnere mich konkret z.B. an den Kampf von Kai Kurzawa in Zwickau und den letzten Dimitrenko-Kampf im Estrel-Hotel in Berlin. In beiden Kämpfen hatte man das Gefühl, dass die Gastboxer vorgeführt werden sollten. Heinrich Mühmert hatte sich mehrfach bei dem Gegner eingehakt, um die klammernde Hand des Gegners wegzuziehen, woraufhin Kai Kurzawa sogar ein mal nach dem Break-Kommando nachschlug. Hier wird doch doppelter Standard angesetzt. Und das hat mit dem Blickwinkel nun gar nichts zu tun.
Arno Pokrandt : Wenn Sie das so gesehen haben, wird das schon seine Richtigkeit haben. Jeder Ringrichter ist für das, was er macht, selber verantwortlich. Man wird auch vom BDB bewertet und auch kritisiert und jeder Ringrichter weiss, dass um ihn herum 1000 Leute stehen. Es stehen auch jede Menge Journalisten dabei und man muss dann als Ringrichter auch damit leben, wenn man für Fehler kritisiert wird. Das muss also jeder selber wissen. Regelkonform sind solche Vorfälle sicherlich nicht.
Boxingpress : Gibt es keine andere Instanz als die Journalisten, die so etwas ahndet?
Arno Pokrandt : Bei jedem Event ist ein Delegierter des BDB dabei, der Buch führt und einen Bericht schreibt. Dieser Bericht ist natürlich entscheidend. Der Delegierte wertet auch mit und vergleicht hinterher die Urteile der Punktrichter mit seinen eigenen. Wenn ihm dann etwas auffällt, wird das natürlich hinterher besprochen. Allerdings wird der BDB nicht an die grosse Glocke hängen, wen sie abgemahnt haben und wen nicht.
Boxingpress : Zum Ende dieses Interviews sei mir noch die Fragen nach dem interessantesten Erlebnis Ihrer Laufbahn erlaubt.
Arno Pokrandt : Das war noch zu Amateurzeiten. Das war ein Tag, den ich nie vergessen werde. Es war 1988 beim Chemie-Pokal in Halle. Dort war ich als Vertreter der BRD als Kampfrichter tätig. Am Anfang wurden alle Kampfrichter dem Publikum vorgestellt. Ich war der vierte in der Reihe. Vor mir waren auch ein Russen und ein Kubaner, also "Freunde" der DDR. Und die wurden bei der Vorstellung so gnadenlos ausgepfiffen..... Stellen Sie sich das vor: Von 8000 Leuten ausgepfiffen zu werden ist schrecklich. Als ich dann nach der Erwähnung meines Namens die paar Schritte nach vorne gegangen bin, um dort meine Nelke übergeben zu bekommen, haben mir die Knie gezittert, aber wider Erwarten wurde ich von denselben 8000 Leuten lautstark bejubelt. Ich hatte Tränen in den Augen. Die Nelke habe ich dann ins Publikum geworfen, wofür ich noch einmal bejubelt wurde. Ab dem Tag wurde ich immer als "unser Freund aus der BRD" annonciert.
Boxingpress : Herr Pokrandt, ich bedanke mich für das interessante und aufschlussreiche Gespräch.