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Kempe-Zwillinge weiter ungeschlagen


Kempe-Zwillinge weiter ungeschlagen

Dramatische Kämpfe, starke Leistungen, viel Spannung und zwei weiter siegende Box-Zwillinge - das bot die Veranstaltung am Freitag in der Blue Box in Potsdam. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei die Erfolge der Halbschwergewichts-Brüder Mathias (gegen Richard Remen ) und Andreas Kempe (gegen Slavomir Dendis ). Aber auch der Fight zwischen dem Schweden Tonton Semakala und dem früheren Marco Schulze -Bezwinger Jurijs Boreiko (Lettland) wurde mit Spannung erwartet.

1. Kampf: Andreas Günther vs. Yevgeny Stambursky , Cruisergwicht, angesetzt auf vier Runden:

Den Auftaktkampf bestritten Andreas Günther (Foto) und der Lette Yevgeny Stambursky . Dabei erwischte der deutsche Cruisergewichtler den besseren Start. Der Schützling von Trainer Uwe Schuster suchte den Angriff und probierte, seine Links-rechts-Kombinationen ins Ziel zu bringen. Doch sein 30-jähriger Gegner hielt dagegen und konterte mit einem harten linken Haken auf den Körper. In der zweiten Runde drehte der aus der Nase blutende Lette mit schnellen Händen auf und übte Druck aus. Doch Günther meisterte die Situation souverän und wurde mit seinen rechten Haken und Geraden gefährlicher. Auch in der folgenden Runde agierte der 24-jährige Cruisergewichtler aus Halle überlegen. Stambursky kassierte einen harten rechten Konter des Deutschen und ging zu Boden. Zwar rettete sich der Lette noch in die Rundenpause, doch am Anfang des nächsten Durchgangs signalisierte er die Aufgabe. Offenbar hatte sich der Lette an der linken Schulter verletzt.

Offizielles Urteil: Sieger durch TKO in der vierten Runde Andreas Günther

Kempe-Zwillinge weiter ungeschlagen

2. Kampf: Vatche Wartanian vs. Vladimir Tazik , Weltergewicht, angesetzt auf acht Runden

Der Schwede Vatche Wartanian (auf Foto links) war gegen Vladimir Tazik (auf Foto rechts) von Beginn an Herr des Geschehens. Die flinken linken Hände des Skandinaviers führten schon in der Anfangsphase häufig zum Erfolg. Zwar versuchte der slowakische Gegner in der zweiten Runde mit seiner Führhand und Links-rechts-Aktionen aktiver zu werden, doch nach einem linken Körperhaken des in Berlin lebenden Wartanian musste er zu Boden und wurde von Ringrichter Oliver Brien angezählt. Ab dem dritten Durchgang wurde das Geschehen im Ring abwechslungsreicher. Tazik glänzte mit einem linken Körperhaken, sein Gegner mit Links-rechts-Kombinationen. In der fünften Runde erarbeitete sich Tazik zunächst mit einigen Rechten aus der Distanz heraus Vorteile. Doch dann schüttelte ihn ein rechter Haken seines Kontrahenten kräftig durch. Auch durch einen Cut am linken Auge geriet der Erfolg des 31-jährigen Wartanian nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil: In den letzten Sekunden des Kampfes rüttelte der Schwede den Gegner noch einmal mit harten Treffern durch.

Offizielles Urteil: Sieger einstimmig nach Punkten Vatche Wartanian

3. Kampf: Andreas Kempe vs. Slavomir Dendis , Halbschwergewicht, angesetzt auf vier Runden

Einen starken Eindruck hinterließ Andreas Kempe (Foto) bei seinem Kampf gegen Slavomir Dendis . Der Halbschwergewichtler, der in Großziethen lebt, übte von der ersten Sekunde an Druck aus. Der 25-Jährige kam Mitte der ersten Runde mit einer Rechten zu einem Niederschlag. Kempe setzte kontrolliert nach, lauerte auf weitere Möglichkeiten und beförderte den im slowakischen Prievidza lebenden Gegner wenig später noch einmal in den Ringstaub. Es vergingen nur wenige Sekunden, da fand sich Dendis zum dritten Mal auf dem Ringboden der Blue Box in Potsdam wieder. Nach nur zwei Minuten und 39 Sekunden war somit der zweite KO-Sieg von Andreas Kempe perfekt.

Offizielles Urteil: Sieger durch KO in der vierten Runde Andreas Kempe

Kempe-Zwillinge weiter ungeschlagen

4. Kampf: Christian Pawlak vs. Igor Trakalo , Mittelgewicht, angesetzt auf vier Runden

Christian Pawlak war bereits in der Anfangsphase des Aufeinandertreffens gegen Igor Trakalo überlegen. Im Vorwärtsgang brachte der Dortmunder seinen Gegner mit linken und rechten Haken in Bedrängnis. In der zweiten Runde ging Trakalo nach einem linken Haken auf den Körper zu Boden. Ende der Runde schickte ihn der 26-jährige Pawlak an den Ringseilen noch einmal in den Ringstaub, so dass Ringrichter Walfried Rollert den slowakischen Mittelgewichtler anzählte. Nach einem weiteren harten Treffer des Deutschen mit der Rechten im dritten Durchgang schritt Rollert ein und brach den inzwischen ungleichen Kampf nach 30 Sekunden der Runde zu Gunsten von Pawlak ab.

Offizielles Urteil: Sieger durch TKO in der dritten Runde Christian Pawlak

5. Kampf: Tonton Semakala vs. Jurijs Boreiko , Mittelgewicht, angesetzt auf sechs Runden Der zuvor in 15 Profikämpfen ungeschlagene Schwede Tonton Semakala (auf Foto links) kassierte ausgerechnet im ersten Kampf für seinen neuen Brötchengeber Elite Box Promotion eine Niederlage. Gegen den 25-jährigen Jurijs Boreiko (auf Foto rechts) startete er nach über dreijähriger Kampfpause sehr nervös. Er arbeitete zwar mit seiner linken Führhand, nahm aber noch in der ersten Runde eine harte Rechte des Gegners. In der Folgerunde Runde agierte der Lette Boreiko von der Ringmitte aus noch aggressiver und sorgte mit Links-rechts-Kombinationen für Gefahr. Semakala war in der Deckung zu offen. Boreiko nutzte dies und schickte ihn mit einem linken und rechten Aufwärtshaken ans Kinn aus der Nahdistanz heraus geschlagen zu Boden. Semakala erhob sich zwar wieder, doch Ringrichter Oliver Brien zählte ihn trotzdem nach zwei Minuten und 34 Sekunden aus.

Offizielles Urteil: Sieger durch KO in der zweiten Runde Jurijs Boreiko

6. Kampf: Edgar Kalnars vs. Vlado Szabo , Schwergewicht, angesetzt auf acht Runden Der früher eher als Aufbaugegner bekannte Edgar Kalnars (Foto) kam am Freitag zum sechsten Sieg in Folge. Obwohl Vlado Szabo fast 17 Kilogramm schwerer war, bestimmte Kalnars das Geschehen im Ring mit seiner linken Führhand. Außerdem agierte der in Lettland geborene Schwergewichtler mit linken und rechten Haken zum Kopf und auf den Körper von Szabo. Doch der Slowake suchte ebenfalls seine Chancen und versuchte mehrmals, seine harten rechten Schwinger ins Ziel zu bringen. Doch Kalnars stand in der Deckung sicher. Ab der sechsten Runde war das Geschehen im Ring vom Halten und Klammern beider Boxer bestimmt. Am Ende besaß Kalnars die besseren Kraftreserven und glänzte durch schöne Meidbewegungen, so dass der klare Punktsieg des 28-Jährigen nicht mehr in Gefahr geriet.

Offizielles Urteil: Sieger einstimmig nach Punkten Edgar Kalnars

7. Kampf: Daniel Käfer vs. Ambroz Horvath , Weltergewicht, angesetzt auf sechs Runden

Der in Halle lebende Rechtsausleger Daniel Käfer zeigte in Potsdam eine gute Leistung. Der 20-jährige Weltergewichtler wirkte zunächst mit der rechten Führhand aktiver und stellte Gegner Ambroz Horvath im Laufe des ersten Durchgangs mit schnellen Hakenserien an den Ringseilen. Die Treffer des Rechtsauslegers hinterließen in der zweiten Runde beim Slowaken Wirkung. Denn nach weiteren Angriffsaktionen des Schützlings von Trainer Uwe Schuster strömte Blut aus der Nase des 21-Jährigen. In der dritten Runde attackierte Käfer weiter und schickte ihn mit einem linken Haken zu Boden. Ringrichter Werner Kasimir brach das Aufeinandertreffen daraufhin nach einer Minute und 31 Sekunden ab.

Offizielles Urteil: Sieger durch TKO in der dritten Runde Daniel Käfer

8. Kampf: Mathias Kempe vs. Richard Remen , Halbschwergewicht, angesetzt auf sechs Runden

Im letzten Kampf des Abends fühlte man sich fast ein wenig an die Rocky-Filme mit Sylvester Stallone erinnert. Denn der Halbschwergewichtskampf zwischen Mathias Kempe (auf Foto rechts) und Richard Remen (auf Foto links) wurde zu einer echten Ringschlacht. Hierbei erwischte der deutsche Halbschwergewichtler einen exzellenten Start. Mit variablen Aktionen brachte der 25-Jährige seinen Gegner aus dem slowakischen Humenné mehrfach in Bedrängnis. Nach einem nicht geahndeten Kopfstoß öffnete sich eine Cutverletzung an der linken Stirn des Berliners. Zudem konterte Remen zweimal mit seiner Rechten geschickt. Doch Kempe agierte weiter druckvoll. Die rechten Geraden des Deutschen, der sich noch eine weitere Cutverletzung an der Nase zuzog, schlugen über die komplette Distanz immer wieder im Gesicht des Kontrahenten ein. Doch der 27-jährige Remen bewies an diesem Abend unglaubliche Nehmerqualitäten. In den letzten drei Minuten führte eine rechte Gerade dann doch noch zu einem Niederschlag. Remen rettete sich jedoch bis zum Schlussgong.

Offizielles Urteil: Sieger einstimmig nach Punkten Mathias Kempe Montag, 01. Mai 2006


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Der Beitrag stammt vom 14. Juni 2006 und steht in der Rubrik Berichte. Sie versammelt 32 Beiträge aus dem Archiv, 8 davon aus demselben Jahr. Der ursprüngliche Beitrag umfasst 1.244 Wörter Fließtext und liegt damit an 16. Stelle des Umfangs innerhalb dieser Rubrik. Die Einordnung folgt der Adresse, unter der er ursprünglich erschienen ist, und nicht einer nachträglichen Bewertung des Inhalts: Eine heute vorgenommene Zuordnung wäre eine Vermutung, und eine falsche Vermutung fiele später niemandem mehr auf.

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In der zeitlichen Folge seiner Rubrik steht der Beitrag an 21. Stelle von 32. Davor liegt Der Fall (des) Juan Manuel Marquez aus 2006. Danach folgt Schattenboxer Folge 20 aus 2006. Diese Reihenfolge ist die des Erscheinens und nicht die der Bedeutung; sie eignet sich, um einen Zeitraum am Stück zu lesen, und weniger, um einen einzelnen Namen zu verfolgen. Dafür ist der Boxerindex der kürzere Weg.

In derselben Rubrik stehen unter anderem Schattenboxer Folge 20, Manuel Charr und Deutsche Meisterschaft der Amateure. Der Weg durch das Archiv führt entweder über die Rubrik, wenn ein Zeitraum gesucht wird, oder über den Boxerindex, wenn ein Name gesucht wird. Für die reinen Zahlen einer Karriere sind die Kampfrekorde der kürzeste Weg, und zwei davon lassen sich im Rekord-Vergleich unmittelbar nebeneinanderlegen.

Häufige Fragen zu diesem Beitrag

Wann ist dieser Beitrag erschienen und in welcher Rubrik steht er?

Er trägt das Datum 14. Juni 2006 und gehört zur Rubrik Berichte, die im Archiv 32 Beiträge umfasst. Aus dem Jahr 2006 stammen davon 8.

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Inhaltlich nicht. Entfernt wurden Navigation, Werbeflächen und Seitenfuß, hinzugekommen sind die Angaben zu Rubrik, Jahr und Umfang neben dem Text. Der Beitrag selbst gibt den Kenntnisstand von 2006 wieder und wird nicht an spätere Entwicklungen angepasst.

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Innerhalb der Rubrik Berichte steht dieser Beitrag an 21. Stelle von 32. Davor liegt "Der Fall (des) Juan Manuel Marquez" aus 2006. Danach folgt "Schattenboxer Folge 20" aus 2006.

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Der ursprüngliche Beitrag umfasst 1.244 Wörter Fließtext; innerhalb seiner Rubrik steht er damit an 16. Stelle von 32. Erhalten sind 6 Originalaufnahmen, die breiteste davon misst 335 Pixel. Es sind Webbilder ihrer Zeit; sie werden in der Breite gezeigt, die die jeweilige Datei hergibt, und nicht darüber hinaus vergrößert.