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Die große Jahresumfrage 2005 - Die Ergebnisse
Die Ergebnisse bei der diesjährigen BoxingPress-Umfrage zum besten deutschen Box-Kommentator zeigen, dass die arrivierten Akteure unter den deutschen Boxfans sich erneut durchsetzen konnten. Wieder einmal konnten Werner Kastor (Foto oben) und Tobias Drews knapp 80% aller Stimmen auf sich vereinen und die Konkurrenz in die Schranken weisen. Die übrigen Vertreter in der deutschen Kommentatoren-Landschaft rangieren unter ferner liefen, und das, obwohl z.B. der Zweitplatzierte Tobias Drews momentan kaum noch im deutschen TV zu hören ist.
• Platz sieben teilen sich zwei Kommentatoren mit jeweils 1,66 %. Wolf-Dieter Jacobi und Jens-Jörg Rieck kommentieren die Sauerland-Kämpfe beim MDR und in der ARD. Aufgrund ihrer mangelnden Objektivität in der Kommentierung bzw. der für Rieck typischen Spannungsmache bei objektiv schauderlichen Kämpfen kommen die beiden weiterhin über die hintere Platzierung nicht hinaus. Jacobi wird damit womöglich sogar Unrecht getan, er hätte auch in der ARD mehr Einsätze verdient.
• Platz sechs geht mit 1,97 % an den ehemaligen ZDF-Kommentator René Hiepen . Hiepen beschränkt sich mittlerweile auf den Moderatoren-Job, den er souverän ausfüllt. Seine stetige Anbiederung bei den Studio-Gästen nimmt der geneigte Boxfan mittlerweile stillschweigend zur Kenntnis.
• Matthias Preuß kann mit knapp zwei Prozent Platz fünf halten, ohne dabei im Jahr 2005 großartig in Erscheinung getreten zu sein. Der Premiere-Kommentator leidet, wie auch Tobias Drews, unter der minimalen Box-Berichterstattung des Pay-TV-Senders.
• Etwas überraschend konnte sich ARD-Mann Andreas Witte auf den vierten Platz verbessern. 2,66 % bedeuten eine Verbesserung um anderthalb Prozentpunkte. Offenbar hat sich Witte gegenüber seinen ARD-Kollegen ein wenig in der Gunst der Zuschauer hervortun können.
• Seinen dritten Platz des Vorjahres hat Günther-Peter Ploog verteidigen können. Auch das ZDF hielt im Jahr 2005 an dem Altmeister fest, der jedoch seine kritischen Kommentare früherer Tage nicht in die Hauptkommentierung hat hinüber retten können. Mit dem damit verbundenen wachsenden Druck aus dem Universum-Boxstall, deren Verantwortliche seit Jahren regelmäßig den Kommentatoren-Ton während der Kämpfe via Kopfhörer verfolgen, ging Ploog wohl auch ein wenig der Mut zu eigener Meinungsäußerung verloren.
• Der zweite Platz geht wie im Vorjahr an den DSF- und Premiere-Kommentator Tobias Drews . Nun schon im dritten Jahr hintereinander kann der wohl fachkundigste Kommentator Deutschlands sein Wissen nur selten im Free- bzw. Pay-TV präsentieren. Seine weiterhin hohe Beliebtheit bei den Zuschauern mit 32,25 % der Stimmen sollte die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ernsthaft über eine Verpflichtung des Münchners nachdenken lassen.
• Werner Kastor hat mit 45,19 % zum dritten Mal in Folge die Wahl der BP-User zum beliebtesten TV-Kommentator gewonnen. Im Jahr 2005 konnte Kastor seine Prozentzahl zwar nur unwesentlich ausbauen, doch seine Stammzuschauerschaft ist beachtlich. Dabei haben ihm auch die Kommentierungen der Spotlight-Veranstaltungen nicht geschadet, da es Kastor meist gelang, sich seine schnoddrigen Kommentare und seine positiv-objektive Distanz zum Geschehen im Ring zu bewahren. Insofern steht auch einer Titelverteidigung im Jahr 2006 nicht viel im Wege.